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Queensland: Jahrhundertflut in Australien – Krokodil-Alarm in Wohngebieten

Jahrhundertflut in Australien  

Staudamm läuft über – Krokodil-Alarm in Wohngebieten

04.02.2019, 12:16 Uhr | pdi, t-online.de

Extreme Überschwemmungen in Australien (Quelle: Reuters)
Extreme Überschwemmungen in Australien

Mehr als 1000 Menschen mussten im Bundesstaat Queensland im Nordosten des Landes evakuiert werden. Die Region bekam in wenigen Tagen mehr Regen ab als normalerweise in einem ganzen Jahr.

Queensland: Im Nordosten Australiens ist in wenigen Tagen zwei Meter Regen gefallen – so viel wie sonst in einem gesamten Jahr. (Quelle: Reuters)


Die Lage im Nordosten Australiens ist dramatisch. Eine Jahrhundertflut bedroht 20.000 Haushalte. Gefährliche Tiere werden in Wohngebieten gesichtet. Der Wetterdienst gibt eine neue Warnung heraus. 

Der tropische Nordosten Australiens wird von ungewöhnlich heftigem Regen heimgesucht. Der Wetterdienst warnte am Sonntag, dass wegen der Fluten die Schleusentore des Ross-Staudamms oberhalb der Küstenstadt Townsville geöffnet werden mussten. Damit würden 1.900 Kubikmeter Wasser pro Sekunde den Ross River hinunterstürzen. Townsville liegt in unmittelbarer Nähe des weltbekannten Korallenriffs Great Barrier Reef.

Die Lage ist dramatisch. 20.000 Haushalte sind in dem Gebiet in Gefahr, die Menschen reagierten mit Hamsterkäufen. Die Regale in den Supermärkten sind leer. Besonders hart trifft es Townsville.

Townsville: Durch die schweren Überschwemmungen im Nordosten Australiens kommen Krokodile in bewohnte Gebiete. (Quelle: dpa)Townsville: Durch die schweren Überschwemmungen im Nordosten Australiens kommen Krokodile in bewohnte Gebiete. (Quelle: dpa)

"Noch nie in unserem Leben haben wir so viel Wasser gesehen", berichtete Radiomoderatorin Gabi Elgood. "Du denkst, mehr kann jetzt nicht mehr kommen, aber der Regen hört einfach nicht auf". Allein in der Nacht zum Montag gingen bei den Rettungsdiensten mehr als tausend Notrufe ein.

Krokodile in Wohngebieten

Zusätzliche Sorgen bereiteten den Behörden Salzwasserkrokodile, die in überschwemmten Wohngebieten gesichtet wurden. Mit drastischen Bildern rief die Polizei von Queensland die Menschen auf, sich von den Fluten fernzuhalten. Dies berichtet der Fernsehsender CNN unter Berufung auf Sicherheitskreise.

"Sollte die Vorstellung, Auge in Auge einem Krokodil gegenüberzustehen, nicht abschreckend genug sein, dann erinnere dich, bevor du zum Spielen in die Fluten steigst, an die große Möglichkeit, dass du in die Exkremente deines Nachbarn watest", kommentierte Radiomoderatorin Elgood.

Die Lage wird sich auch in den kommenden Tagen kaum entspannen. Die Behörden warnten erneut vor heftigem Wind und starken Regenfällen. "Im Grunde erlebt man so etwas nicht alle 20 Jahre, sondern es ist eine Jahrhundertflut", sagte Annastacia Palaszczuk, Premierministerin von Queensland, dem australischen Sender 9-News. "In den nächsten Tagen wird es heftigen Wind und Regenfälle mit starken Überschwemmungen geben. Unsere Botschaft lautet: Bleiben Sie zu Hause."

Überschwemmungen und Erdrutsche

Die Polizei rief Bewohner besonders gefährdeter Zonen in Townsville auf, sich in höher gelegene Stadtteile zu begeben. Der Sender ABC berichtete, dass schon Tausende Häuser in den Vororten verlassen worden seien und dass die Evakuierungen weitergingen.

Australien, Townsville: Ein Anwohner schiebt ein Fahrrad durch das Hochwasser im Hermit Park. Der tropische Nordosten Australiens wird von ungewöhnlich heftigem Regen heimgesucht. (Quelle: dpa)Australien, Townsville: Ein Anwohner schiebt ein Fahrrad durch das Hochwasser im Hermit Park. Der tropische Nordosten Australiens wird von ungewöhnlich heftigem Regen heimgesucht. (Quelle: dpa)

Schon seit Tagen wurden aus der Stadt Überschwemmungen und Erdrutsche gemeldet. In der Stadt am 19. südlichen Breitengrad ist jetzt sommerliche Regenzeit, und Februar ist der regenreichste Monat. In einer Woche hat es dort aber fast so viel wie sonst im ganzen Jahr geregnet. Am Flughafen Townsville wurden nach Angaben des Wetterdienstes 1.012 Millimeter Regen gemessen. Dies sei ein Sieben-Tage-Rekord.


Während der Nordosten Australiens im Wasser versinkt, leiden andere Teile des Riesenlandes von der fast 22-fachen Größe Deutschlands weiter unter Dürre und Buschbränden. Dieser Januar war der heißeste je gemessene Monat auf dem Kontinent.

Verwendete Quellen:

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