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Kalifornien: Feuer wüten weiter – vier Tote bei Waldbränden

Tausende müssen Häuser verlassen  

Feuer wüten weiter – vier Tote bei Waldbränden in Kalifornien

21.08.2020, 09:23 Uhr | dpa

Kalifornien: Feuer wüten weiter – vier Tote bei Waldbränden. USA, Napa County: Verbrannte Häuser und Fahrzeuge. Dutzende große Waldbrände in Kalifornien haben Tausende Menschen aus ihren Häusern getrieben. (Quelle: dpa/Noah Berger)

USA, Napa County: Verbrannte Häuser und Fahrzeuge. Dutzende große Waldbrände in Kalifornien haben Tausende Menschen aus ihren Häusern getrieben. (Quelle: Noah Berger/dpa)

Seit Wochen wird Kalifornien von Waldbränden heimgesucht. Die Hitze verschärft die Lage deutlich. Jetzt sind erneut mehrere Menschen ums Leben gekommen, viele mussten fliehen.

In einem der zahlreichen Großbrände im US-Staat Kalifornien sind nach Behördenangaben vier Menschen ums Leben gekommen. Drei Tote gab es nördlich von San Francisco in der Weinanbauregion Napa County und einen weiteren im nahen Sonoma County, wie die kalifornische Feuerschutzbehörde Cal Fire am Donnerstagabend (Ortszeit) mitteilte.

Über 10.000 Feuerwehrleute kämpfen gegen die Brände

Die Flammen aus zwei Dutzend Großbränden trieben Tausende Menschen aus ihren Häusern. In vielen Ortschaften saßen die Anwohner auf gepackten Koffern für den Fall einer schnellen Evakuierung.

Extreme Hitze hatte die Situation in den letzten Tagen verschärft. Nördlich von San Francisco bedrohte eines der Großfeuer die Weinregionen Napa und Sonoma Valley. Über 50.000 Hektar Land sind dort verkohlt, Dutzende Häuser brannten ab.

Auch nahe der Küstenorte Santa Cruz und Carmel loderten größere Feuer. Sie richteten in dem ältesten staatlichen Naturpark Kaliforniens, Big Basin Redwoods, der für seine riesigen Mammutbäume bekannt ist, größere Schäden an. Zeltplätze und Wanderwege wurden geschlossen. In Santa Cruz wurde der bei Touristen beliebten Hafenpier dichtgemacht, um Besucher von der Region fernzuhalten.

Kalifornien, das oft unter Trockenheit leidet, wird jedes Jahr von Waldbränden heimgesucht. Gewöhnlich treten die schwersten Brände erst am Ende des Sommers auf. Besonders schlimm traf es im November 2018 den Ort Paradise in Nordkalifornien, wo heftige Winde das sogenannte "Camp"-Fire schnell ausbreiteten. 85 Menschen starben, Zehntausende wurden obdachlos.

Trump wies den Klimawandel als Grund zurück

US-Präsident Donald Trump hatte sich damals in Paradise vor Ort ein Bild von der Zerstörung gemacht. Er machte schlechtes Forstmanagement verantwortlich. Die Einschätzung von Experten, dass durch den Klimawandel verschärfte Trockenheit, Hitze und Wetterextreme mit eine Rolle spielten, wies er weitgehend zurück.

Trump übte bei einem Wahlkampfauftritt im Bundesstaat Pennsylvania an den Forstmaßnahmen in Kalifornien erneut Kritik. Er bemängelte "viele Jahre von Blättern und abgebrochenen Bäumen" und erklärte, man müsse die Waldböden besser säubern. Kalifornien würde aber nicht auf ihn hören, sagte Trump. 

"Klimawandel ist real", konterte der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom in einem kurzen Video, das beim weitgehend virtuellen Parteitag der US-Demokraten gezeigt wurde. Er forderte zum Kampf gegen den Klimawandel auf. "So viel steht bei dieser Wahl auf dem Spiel", erklärte der Demokrat.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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