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Razzia gegen Islamisten: IS plante Anschlag in Berlin

Großrazzia in Deutschland  

Staatsanwalt: Anschlag konkret für Berlin geplant

04.02.2016, 17:47 Uhr | dpa, rtr

Razzia gegen Islamisten: IS plante Anschlag in Berlin. Antiterror-Razzia: Beamte führen einen Verdächtigen in Kreuzberg ab. (Quelle: Reuters)

Antiterror-Razzia: Beamte führen einen Verdächtigen in Kreuzberg ab. (Quelle: Reuters)

Bei Razzien in verschiedenen Bundesländern hat die Polizei mehrere Islamisten festgenommen. Nach Polizeiinformationen wollten sie sich in Berlin treffen, um einen vom Islamischen Staat (IS) gesteuerten Anschlag zu planen. Weitere Verdächtige werden noch gesucht.

Nach übereinstimmenden Medienberichten hätten die Männer geplant, einen Anschlag am Berliner Alexanderplatz zu verüben. "Es geht um mögliche Anschlagsplanungen für Deutschland - konkret für Berlin", sagte der Sprecher der Ermittlungsbehörde, Martin Steltner. Ob es sich dabei um den Alexanderplatz handle, wollte Steltner gegenüber der "Berliner Zeitung" nicht dementieren.

Nach Informationen aus Sicherheitskreisen wurde der Hauptverdächtige, ein 35-jähriger Algerier zusammen mit seiner Ehefrau, im nordrhein-westfälischen Attendorn festgenommen. Gegen beide hatten die algerischen Behörden zuvor einen internationalen Haftbefehl erlassen. Ihnen wird die Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat vorgeworfen. 

Wie Berlins Polizeisprecher Stefan Redlich mitteilte, habe die Polizei dem Festnahme-Ersuchen der algerischen Seite entsprochen. In dem Verfahren wegen mutmaßlicher Anschlagsplanungen in Berlin sei die Frau jedoch keine Beschuldigte. Sie gelte aber als mögliche Kontaktperson, sagte ein Polizeisprecher.

Der Algerier war im Herbst 2015 als Flüchtling nach Deutschland eingereist. Er kam über die sogenannte Balkanroute und wurde in Bayern als Flüchtling registriert. Ein zweiter Algerier wurde in Berlin festgesetzt. Allein in der Hauptstadt waren 450 Beamte im Einsatz. Nach einem 31-Jährigen wird noch gesucht.

Verbindungen zur Islamistenszene in Belgien

Ein weiterer in Hannover gesuchter Terrorverdächtiger hatte nach Informationen aus Sicherheitskreisen Verbindungen zur belgischen Islamistenszene. Der 26-Jährige sei vor wenigen Wochen mindestens einmal in die Brüsseler Gemeinde Molenbeek gereist, hieß es. Dort hatte auch der getötete mutmaßliche Drahtzieher der islamistischen Anschläge in Paris vom 13. November, Abdelhamid Abaaoud, gelebt. Molenbeek gilt als Islamistenhochburg.

Bei den Ermittlungen hatte sich ein Bezug der Verdächtigen ins Bürgerkriegsland Syrien ergeben. Ob die Männer Kampferfahrungen haben, ist unklar. Der Hauptverdächtige soll in Syrien militärisch ausgebildet worden sein. Gegen die gesuchten Männer wird bereits seit mehreren Wochen ermittelt. Die Erkenntnisse hätten sich um den Jahreswechsel herum verdichtet. 

Ermittlungen mit BKA und Verfassungsschutz abgestimmt

Den ersten Hinweis auf den Hauptverdächtigen in NRW erhielt die Polizei offenbar vom Bundesamt für Verfassungsschutz. Bei den weiteren Ermittlungen seien Kontakte des Mannes zu Islamisten in Berlin und Hannover festgestellt worden. Das Berliner Landeskriminalamt leitete die Aktion der zeitgleichen Durchsuchungen.

Die Razzien seien eng abgestimmt gewesen mit dem Verfassungsschutz, dem Bundeskriminalamt (BKA) und unter den drei Bundesländern, erklärte die Berliner Polizei. Sichergestellt wurden Computer, Mobiltelefone und Aufzeichnungen. Festgenommen wurde in Berlin auch eine Frau aufgrund eines Haftbefehls, der aber nichts mit dem Terrorismusverdacht zu tun habe, hieß es.

Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) erklärte, die Bedrohungslage durch militante Islamisten bleibe hoch. "Wir haben weiterhin allen Grund, wachsam und vorsichtig zu sein."

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