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RĂ€tsel um Whatsapp-Nachrichten des Schwagers

Von dpa, TiK, pdi

Aktualisiert am 08.03.2019Lesedauer: 3 Min.
Die seit Wochen vermisste Rebecca: Inzwischen sprechen die Ermittler zudem deutlich davon, dass die 15-JÀhrige getötet wurde.
Die seit Wochen vermisste Rebecca: Inzwischen sprechen die Ermittler zudem deutlich davon, dass die 15-JÀhrige getötet wurde. (Quelle: Polizei)
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Rebecca aus Berlin wird noch immer vermisst: Ihr Schwager sitzt dringend verdÀchtig in U-Haft. Er soll am Morgen des Verschwindens Nachrichten verschickt haben, doch schweigt dazu.

Die 15-jĂ€hrige Rebecca aus Berlin ist immer noch nicht gefunden – aber die Polizei hĂ€lt sie inzwischen fĂŒr tot und hat sich bei ihren Ermittlungen auf einen HauptverdĂ€chtigen festgelegt. Die Beweislage gegen den Schwager des MĂ€dchens habe sich verdichtet.


SEO-Title: Berliner Polizei sucht vermisste 15-JĂ€hrige

Der himbeerrote Twingo, in dem der Schwager am Tag des Verschwindens unterwegs gewesen war.
Der himbeerrote Twingo, in dem der Schwager am Tag des Verschwindens unterwegs gewesen war.
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Am Montagabend nahm die Kriminalpolizei den 27-jÀhrigen Deutschen zum zweiten Mal fest. Ein zweiter Ermittlungsrichter ordnete am Dienstag Untersuchungshaft an. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung soll die Polizei im Kofferraum des Autos der Familie Haare von Rebecca und Faserspuren der Decke gefunden haben, die mit dem MÀdchen verschwand.



Außerdem soll es Unstimmigkeiten bei Angaben des Schwagers zum 18. Februar, dem Tag des Verschwindens von Rebecca, geben. Nach dem Zeitungsbericht soll er an dem frĂŒhen Morgen Chat-Nachrichten geschrieben und empfangen haben, als er nach seinen Angaben angeblich schon schlief.

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Polizei will Ermittlungen nicht gefÀhrden

Polizei und Staatsanwaltschaft Ă€ußerten sich nicht zu den möglichen Indizien gegen den Schwager, weil die Veröffentlichung von Informationen die Ermittlungen der Mordkommission stören und erschweren könnten. Die Staatsanwaltschaft hatte lediglich mitgeteilt, der Haftbefehl vom Montag sei ausgestellt wegen des "dringenden Tatverdachts des Totschlags".

Von einem Mordvorwurf sei vor allem deswegen derzeit nicht die Rede, weil noch keine Leiche gefunden worden sei und die Polizei nichts ĂŒber die Todesursache wisse, sagte die Sprecherin der Berliner Staatsanwaltschaft, Mona Lorenz. FĂŒr Verurteilungen wegen Mordes mĂŒssen juristisch bestimmte Merkmale wie Grausamkeit oder HeimtĂŒcke vorliegen.

Der VerdĂ€chtige schweige zu den VorwĂŒrfen, sagte Lorenz. Nach Zeitungsberichten hatte er der Polizei gesagt, er habe nichts mit dem Verschwinden Rebeccas zu tun. Eine weitere Schwester sagte der Zeitung "B.Z." nach der Verhaftung am Montagabend: "Wir als Familie stehen nach wie vor hinter ihm. Wir halten zusammen. Die Beweislage hat sich ja nicht geĂ€ndert."

Ermittler haben "eine Menge Anhaltspunkte"

Die Suche nach der vermissten Rebecca oder ihrer Leiche ging unterdessen rund um den Stadtteil Britz am sĂŒdlichen Stadtrand von Berlin mit Hochdruck weiter. "Die oberste PrioritĂ€t ist es, Rebecca zu finden", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Es gebe eine Menge Anhaltspunkte, aber dazu könne man aus ermittlungstaktischen GrĂŒnden nichts mitteilen.

Die Mordkommission hofft natĂŒrlich, die Leiche zu finden, um mögliche Hinweise zum TĂ€ter zu sichern, etwa DNA-Spuren, Haare oder FingerabdrĂŒcke. Umso lĂ€nger eine Leiche im Freien oder im Wasser liegt, desto schwieriger wird die Arbeit der Spurensicherung.

Die Polizei hatte bereits in den vergangenen zwei Wochen Suchhunde und einen Hubschrauber losgeschickt sowie Fotos veröffentlicht. Eine Schwester Rebeccas hatte ĂŒber mehrere Internetportale unter dem Hashtag "findbecci" Aufrufe und Bitten um Hilfe veröffentlicht. 348 Hinweise gingen bei der Polizei ein - bislang ohne Ergebnis.

Seit zwei Wochen wird Rebecca vermisst

Rebecca hatte in der Nacht zum 18. Februar in dem Einfamilienhaus der Familie ihrer Schwester in einer ruhigen Wohngegend ĂŒbernachtet. In der Nacht oder am Morgen verschwand sie. Kurz darauf wurde ihr Handy dauerhaft abgeschaltet. Spekuliert wurde, dass die Jugendliche sich mit jemanden treffen wollte. Wobei rĂ€tselhaft blieb, warum das am frĂŒhen Morgen hĂ€tte sein können.

Der Mann von Rebeccas Schwester soll ausgesagt haben, dass er am Morgen des 18. Februar, einem Montag, um 5.45 Uhr von seiner Arbeit als Koch und einer anschließenden Feier mit Kollegen nach Hause gekommen sei. Gegen 7.00 Uhr soll Rebeccas Schwester mit ihrem Kind das Haus verlassen haben.

Der Mann wurde ebenso wie andere Familienmitglieder mehrfach von der Polizei befragt. Nach seiner ersten Festnahme am vergangenen Donnerstagabend durchsuchte die Kriminalpolizei am Freitag das Haus, den Garten, die Garage und auch das Auto. Eine erste Durchsuchung hatte es laut Polizei bereits vorher gegeben. Noch am Freitag musste die Polizei ihn aber wieder freilassen, weil der Ermittlungsrichter die Beweislage fĂŒr zu dĂŒnn hielt.


Der zweite Richter entschied nun auf der gleichen Grundlage anders und sah einen dringenden Verdacht. ÜberfĂŒhrt ist der VerdĂ€chtige damit noch lange nicht. Ein paar Haare und Fasern einer Decke in einem von mehreren Menschen genutzten Familienauto dĂŒrften fĂŒr einen Indizienprozess kaum ausreichen. Der Druck auf die Polizei bei der Suche nach Rebecca oder ihrer Leiche hĂ€lt an.

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