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Canterbury in England: Deutscher Austauschschüler lebensgefährlich verletzt


Deutscher Austauschschüler bei Angriff lebensgefährlich verletzt

Von Christiane Link, London

Aktualisiert am 10.06.2019Lesedauer: 2 Min.
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Britische Polizisten in London: Ein deutscher Austauschschüler ist in Canterbury lebensgefährlich verletzt worden.
Britische Polizisten in London: Ein deutscher Austauschschüler ist in Canterbury lebensgefährlich verletzt worden. (Quelle: Vedat Xhymshiti/Reuters-bilder)
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Bei einer Attacke von Jugendlichen ist ein deutscher Schüler in Großbritannien schwer verletzt worden. Angeblich liegt er im Koma. Die Polizei hat sieben Verdächtige festgenommen.

Ein deutscher Austauschschüler ist im südenglischen Canterbury von einer Gruppe Jugendlicher attackiert und lebensgefährlich verletzt worden. Wie die Polizei in der Grafschaft Kent mitteilte, seien sechs Jugendliche im Alter zwischen 15 und 17 Jahren aus der Region sowie ein 44-jähriger Mann ohne festen Wohnsitz vorläufig festgenommen worden. Einer der Jugendlichen, ein 17-jähriger Verdächtiger aus Canterbury, bleibe bis auf weiteres in Haft.

Schwerste Kopfverletzungen

Der Austauschschüler ist unterschiedlichen Angaben zufolge 16 oder 17 Jahre alt. Er war am frühen Donnerstagabend in der Innenstadt von Canterbury attackiert worden. Seine Kopfverletzungen waren so schwer, dass er mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus im rund 100 Kilometer entfernten London geflogen werden musste und dort operiert wurde. Es heißt, er liege im künstlichen Koma.

Auf eine Anfrage von t-online.de bestätigte die Polizei in Kent die Informationen zu Alter und Nationalität des Opfers nicht. Die Ermittler riefen die Bevölkerung auf, sich zu melden, falls jemand den Angriff beobachtet hat. Sie schloss nach Angaben des "Guardian" auch ein rassistisches Motiv nicht aus.

Abgeordnete ist erschüttert

Die Labour-Parlamentsabgeordnete für Canterbury, Rosie Duffield, zeigte sich bestürzt über den Angriff. Sie schrieb im Kurzbotschaftendienst Twitter, sie sei erschüttert, über das, was geschehen sei. Die Tat hinterlasse einen entsetzlichen und beschämenden Fleck auf der sonst so friedvollen Stadt.

Duffield hatte nach der Tat die Familie des Jugendlichen unterstützt. Der Austauschschüler ist deutscher Staatsbürger, seine Familie stammt aber ursprünglich aus dem Libanon und hatte Probleme, kurzfristig ein Visum für das Königreich zu bekommen. Die Cousine des Opfers hatte sich deswegen per Twitter und per E-Mail an die Abgeordnete gewandt. Wenig später konnte die Mutter dann einreisen.


Die Grafschaft Kent im Südosten Englands, wo Canterbury liegt, lebt stark vom Tourismus, aber auch von internationalen Studenten und Austauschschülern, da die Stadt allein drei Universitäten hat. Fast 20 Prozent der Studenten in der rund 50.000 Einwohner großen Stadt kommen aus dem Ausland. Zudem ist Canterbury bei Touristen sehr beliebt und lockt mit ihrer Kathedrale und der Vielzahl an historischen Sehenswürdigkeiten jedes Jahr Tausende an Touristen an.

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Verwendete Quellen
  • eigene Recherchen
  • Polizei Kent: Pressemitteilung vom 8.6.2019 (engl.)
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