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Gesuchtes RAF-Trio: Polizei in Niedersachsen hat neue Hinweise

"Drehen jeden Stein um"  

Polizei hat neue Hinweise auf gesuchtes RAF-Trio

24.06.2019, 10:12 Uhr | dpa

Das niedersächsische Landeskriminalamt hat Bilder der gesuchten früheren RAF-Mitglieder Ernst-Volker Staub, Burkhard Garweg und Daniela Klette veröffentlicht. (Screenshot: LKA Niedersachsen)
LKA sucht mit Fahndungsvideo nach RAF-Terroristen

Das niedersächsische Landeskriminalamt hat Bilder der gesuchten früheren RAF-Mitglieder Ernst-Volker Staub, Burkhard Garweg und Daniela Klette veröffentlicht.

Bilder einer Überwachungskamera zeigten laut LKA Niedersachsen die früheren RAF-Mitglieder Ernst-Volker Staub, Burkhard Garweg und Daniela Klette. (Quelle: t-online.de)


Sie könnten unter falschem Namen ein ganz gewöhnliches Leben führen: Die Polizei in Niedersachsen sucht wieder intensiver nach den untergetauchten RAF-Terroristen Garweg, Klette und Staub.

Die Polizei in Niedersachsen hat neue Hinweise zum Aufenthaltsort von drei früheren Mitgliedern der "Rote Armee Fraktion" (RAF) erhalten. "Die arbeiten wir derzeit ab", sagte der Präsident von Niedersachsens Landeskriminalamt (LKA), Friedo de Vries, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Die Zielfahndung läuft. Wir lassen nicht locker, klopfen jeden Hinweis ab, drehen jeden Stein um."

Anfang Juni hatte das LKA neue, allerdings mehr als 30 Jahre alte Fotos von Daniela Klette veröffentlicht. Gemeinsam mit den Ex-Terroristen Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg soll sie teils mit schwerer Waffengewalt vor allem in Norddeutschland Geldtransporter, Kassenbüros und Supermärkte überfallen haben.

Dritte Generation der RAF

Garweg, Klette und Staub gehören zur sogenannten dritten Generation der RAF. Auf deren Konto sollen mehrere Morde gehen, so an Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen (1989) und Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder (1991).

De Vries sagte der "NOZ", er halte es für realistisch, dass Klette, Staub und Garweg unter falschem Namen ein ganz gewöhnliches Leben führten. "Nicht zwangsläufig zu dritt, sondern jeder für sich. Sie gehen vielleicht arbeiten und abends mit dem Hund spazieren."
  

 

Die Ermittler prüfen auch die Möglichkeit, dass ein Netzwerk von Unterstützern den Ex-RAF-Mitgliedern ein Leben im Untergrund möglich macht. Er sehe das aber skeptisch, sagte der LKA-Chef. "Denn je mehr Helfer das Trio hat, desto größer ist die Gefahr aufzufliegen."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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