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US-Amokläufer schrieb offenbar fremder Instagram-Nutzerin

  • Lars Wienand
Von Lars Wienand

Aktualisiert am 25.05.2022Lesedauer: 3 Min.
Trauernde an der Grundschule von Uvalde: Nach SchĂĽssen sind in dem Ort mindestens 21 Menschen gestorben. (Quelle: t-online)
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Eine junge Frau öffnet Instagram – und stellt fest, sie wird in ein erschütterndes Verbrechen hineingezogen: Vor dem Massaker von Texas ist offenbar eine Person von dem mutmaßlichen Täter um Hilfe gebeten worden.

Der 18-Jährige, der mutmaßlich an einer Schule in Uvalde in Texas 19 Kinder und zwei Erwachsene ermordet hat, wollte offenbar eine wildfremde junge Frau auf Instagram als Sprachrohr nutzen. Das Mädchen ging am Dienstag nach der Tat mit Screenshots vom angeblichen Austausch mit dem Todesschützen selbst an die Öffentlichkeit. Sie selbst war im Netz heftigen Anfeindungen ausgesetzt. Für die Echtheit der Nachrichten spricht einiges, von Behörden bestätigt wurde der Vorfall bislang aber nicht.


Schulmassaker in Texas: Entsetzen und Trauer

Grundschule in Uvalde: Die Trauer ist in den Gesichtern der Menschen deutlich zu sehen, nachdem ein 18-Jähriger 21 Menschen erschossen hat – darunter 19 Kinder.
Menschen verlassen das Uvalde Civic Center, nachdem an der Grundschule Robb Elementary School SchĂĽsse gefallen sind.
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Schon kurz nach der Tat war das mutmaßliche Instagram-Profil des Täters öffentlich geworden. Er hatte darin ein Foto von sich mit dem Magazin einer Waffe gepostet. In seinem Profil war aber auch ein Bild mit zwei AR-15-Schnellfeuergewehren zu sehen. Dieses Foto war es, das die junge Frau mit seinem Verbrechen in Verbindung brachte. In dem Posting hatte er ihr Instagram-Profil verlinkt.

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Plötzlich mitten in einem Massaker: Vor dem Amoklauf von Uvalde war im mutmaßlichen Instagram-Profil des Täters eine fremde Frau markiert worden.
Plötzlich mitten in einem Massaker: Vor dem Amoklauf von Uvalde war im mutmaßlichen Instagram-Profil des Täters eine fremde Frau markiert worden. (Quelle: Screenshot Instagram)

"Er ist ein Fremder"

Wieso? Sie schrieb dazu, sie wisse es nicht. "Er ist ein Fremder, der entschieden hat, mich zu taggen." Nach Recherchen des US-Portals "Daily Dot" ist sie minderjährig. In einer Instagram-Story gab sie Einblicke darüber, welchen Kontakt sie mit dem 18-Jährigen hatte. "Du repostest meine Waffenbilder", schrieb er ihr demnach bereits am 12. Mai. Ein Fragezeichen fehlte, aber es war wohl als Frage gedacht. Sie reagierte darauf mit Verwunderung: "Was haben deine Waffen mit mir zu tun?", antwortete sie in dem Chat.

Jetzt sind 21 Menschen tot, darunter 19 Kinder an der Grundschule in der Kleinstadt Uvalde. Es ist der schlimmste Amoklauf an einer US-Schule seit dem Massaker an der Sandy Hook Elementary School in Newton in Connecticut am 14. Dezember 2012.

Nachrichten mit Mädchen aus Deutschland

Am Mittwoch teilte der Gouverneur von Texas, Greg Abbott mit, der Schütze habe seine Tat auch auf Facebook angekündigt. Er habe zunächst geschrieben, dass er seine Großmutter erschießen werde, sagte Abbott bei einer Pressekonferenz. Sein zweiter Beitrag lautete demnach, dass er auf seine Großmutter geschossen habe. Etwa eine Viertelstunde vor der Ankunft an der Schule habe der 18-Jährige geschrieben, dass er in einer nicht namentlich genannten Grundschule um sich schießen werde, so der Gouverneur.

Laut CNN habe der 18-Jährige auch Informationen zu seiner Tat mit einer 15-Jährigen aus Deutschland ausgetauscht. Demnach sollen sich beide zuvor in einem Chat kennengelernt haben. Der Schütze soll zudem angekündigt haben, das Mädchen im Juni besuchen zu wollen.

Chatprotokoll zeigt angeblich Kommunikation kurz vor der Tat

Aus dem von der Frau veröffentlichten Instagram-Chat mit dem Täter geht wenig über seine Pläne hervor. Dass er etwas vorhat, deutete er den Screenshots zufolge aber klar an. "Ich bin kurz davor", schrieb er am Morgen der Tat. Wovor, fragte sie und wünschte ihm einen guten Morgen. Seine Antwort: "Ich habe ein kleines Geheimnis." Er werde es ihr vor elf Uhr verraten, und sie müsse dann antworten. Sie versprach das nicht: "Ich bin krank, ich schlafe vielleicht noch mal. Aber wenn ich wach bin." Auf seine nächste kurze Nachricht reagierte sie erst um 13 Uhr. Von ihm kam keine Antwort mehr.

Nun fragt sich die junge Frau in ihrem Posting öffentlich, ob sie mehr hätte tun müssen. "Ich wünschte, ich hätte wenigstens versucht, ihn davon abzubringen, sein Verbrechen zu begehen."

Warum er sie ausgesucht habe, wisse er nicht, hatte er ihr vorher geschrieben. "Aber du kannst dankbar sein". In seiner Logik sollte sich die Frau offenbar glücklich schätzen, direkte Informationen von einem vielfachen Kindermörder zu bekommen. Mehr zu dem Täter lesen Sie hier. Er selbst wurde ersten Erkenntnissen zufolge von Polizisten getötet. Das Profil ist von der Plattform verschwunden, es hatte vor der Tat weniger als 200 Abonnenten, ihres hat rund 8.000.

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"Ich kenne ihn nicht, ich lebe nicht mal in Texas"

Sie war schon bei den ersten Nachrichten von ihm alles andere als dankbar gewesen: "Das ist beängstigend für mich", hatte sie geantwortet. Der Öffentlichkeit erklärte sie inzwischen: Das sei überhaupt der einzige Grund gewesen, weshalb sie mit ihm geschrieben habe.

In Kommentaren zu ihren Fotos wurde sie als angebliche Komplizin beleidigt und bedroht. Sie sei die Freundin des Täters, wurde spekuliert, und sei ebenfalls an der Schule.

Sie antwortete deutlich. "Ich kenne ihn nicht, ich lebe nicht mal in Texas." Die plötzliche Aufmerksamkeit nutzte sie aber zumindest noch für eine mutmaßlich gute Sache: In ihrem Profil verlinkte sie einen Spendenaufruf. Eine Familie im kalifornischen Sun Valley bittet um Hilfe bei den Kosten für die Trauerfeier ihres Sohnes. Er war ein Jahr älter als der Amokläufer, als er dem Nachruf zufolge am 7. Mai in einer Klinik starb.

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