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"World Press Photo" 2018: Das sind die besten Pressefotos des Jahres


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Das sind die beeindruckendsten Fotos des Jahres

Von dpa, afp
Aktualisiert am 13.04.2019Lesedauer: 2 Min.
Ronaldo Schemidts Foto "Venezuela Krise" ist das "World Press Photo" 2018: Der junge Mann unter der Gasmaske hat mit Verbrennungen überlebt.
Ronaldo Schemidts Foto "Venezuela Krise" ist das "World Press Photo" 2018: Der junge Mann unter der Gasmaske hat mit Verbrennungen überlebt. (Quelle: Ronaldo Schemidt/dpa-bilder)
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In Amsterdam ist das Weltpresse-Foto des Jahres 2018 gekürt worden. Den renommierten Preis gewann ein Fotograf aus Venezuela mit einem verstörenden Bild aus seiner Heimat. Auch zwei Deutsche wurden geehrt.

Ein rennender junger Mann mit Gasmaske, sein Oberkörper steht in Flammen: Ein spektakuläres Foto von den heftigen Unruhen in Venezuela ist das Weltpresse-Foto des Jahres 2018. Die Jury des renommierten Wettbewerbs "World Press Photo" zeichnete dafür den Fotografen Ronaldo Schemidt am Donnerstagabend in Amsterdam mit dem mit 10.000 Euro dotierten ersten Preis aus. Auch zwei deutsche Fotodgrafen wurden geehrt.

Muslimische Rohingya in Bangladesch müssen zuschauen, wie hinter der Grenze in Myanmar ihre Häuser abbrennen: Das Bild des Fotografen Md Masfiqur Akhtar Sohan wurde ausgezeichnet in der Kategorie "General News".
Muslimische Rohingya in Bangladesch müssen zuschauen, wie hinter der Grenze in Myanmar ihre Häuser abbrennen: Das Bild des Fotografen Md Masfiqur Akhtar Sohan wurde ausgezeichnet in der Kategorie "General News". (Quelle: Md Masfiqur Akhtar Sohan/Reuters-bilder)

Das Sieger-Foto hat den Titel "Venezuela Krise". Der Fotograf Schemidt arbeitet für die französische Nachrichtenagentur AFP und ist in Mexiko stationiert. Er fotografierte den 28-jährigen José Víctor Salazar Balza während heftiger Proteste gegen Präsident Nicolás Maduro in Caracas im Mai 2017.

"Fotografiert, ohne zu sehen"

Der Demonstrant in Flammen aufgegangen, als er mit anderen Demonstranten versucht hatte, ein Polizei-Motorrad zu zerstören und dessen Tank explodierte. "Ich fühlte die Explosion hinter mir und ich spürte die Hitze und in diesem Moment habe ich mich umgedreht und schon fotografiert, ohne zu sehen, was vor sich ging", so Fotograf Schemidt. Salazar überlebte den Vorfall mit Verbrennungen ersten und zweiten Grades.

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Ein betäubtes Breitmaulnashorn mit verbundenen Augen, das von Südafrika nach Botswana umgesiedelt wurde: Mit dem Bild "Waiting For Freedom" (Warten auf die Freiheit) hat Neil Aldridge in der Kategorie "Environment" (Umwelt) gewonnen.
Ein betäubtes Breitmaulnashorn mit verbundenen Augen, das von Südafrika nach Botswana umgesiedelt wurde: Mit dem Bild "Waiting For Freedom" (Warten auf die Freiheit) hat Neil Aldridge in der Kategorie "Environment" (Umwelt) gewonnen. (Quelle: Neil Aldridge/dpa-bilder)

Die Jury-Vorsitzende Magdalena Herrera sprach von einem "klassischen Foto mit Energie und Dynamik". Für das Jury-Mitglied Whitney C. Johnson hat das Bild mit dem Mann hohe Symbolkraft: "Er repräsentiert nicht nur sich selbst und sich selbst brennend, sondern auch die Idee von einem brennenden Venezuela."

42 Fotografen in acht Kategorien

In dem sozialistisch regierten Land herrscht eine schwere Wirtschaftskrise. Kritiker machen Staatschef Nicolás Maduro dafür verantwortlich, dem sie überdies die Unterdrückung der Opposition vorwerfen.

Das Gewinnerfoto in der Kategorie "General News": John Thompson wird umarmt, nachdem er in Minnesota eine Rede über Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA gehalten hat.
Das Gewinnerfoto in der Kategorie "General News": John Thompson wird umarmt, nachdem er in Minnesota eine Rede über Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA gehalten hat. (Quelle: Richard Tsong-Taatarii/Reuters-bilder)

In diesem Jahr waren erstmals fünf Fotografen mit sechs Fotos zu aktuellen Ereignissen für den ersten Preis, das Weltpressefoto des Jahres, nominiert worden. Insgesamt waren 42 Fotografen in acht Kategorien ausgezeichnet worden. Zu den Gewinnern gehören auch zwei deutsche Fotografen. So gewann Jesco Denzel einen ersten Preis für ein Foto aus Lagos. Thomas P. Peschak wurde gleich dreimal ausgezeichnet für Fotos in den Kategorien Umwelt und Natur.

Touristen auf einem Boot in der nigerianischen Megacity Lagos: Mit dem Foto "Lagos Waterfronts under Threat" (Die bedrohten Hafenviertel von Lagos) gewann der deutsche Fotograf Jesco Denzel in der Kategorie "Contemporary Issues".
Touristen auf einem Boot in der nigerianischen Megacity Lagos: Mit dem Foto "Lagos Waterfronts under Threat" (Die bedrohten Hafenviertel von Lagos) gewann der deutsche Fotograf Jesco Denzel in der Kategorie "Contemporary Issues". (Quelle: Jesco Denzel/dpa-bilder)

Insgesamt hatten sich mehr als 4500 Fotografen mit über 73 000 Fotos an dem Wettbewerb beteiligt. Alle ausgezeichneten Fotos werden in einer Ausstellung gezeigt, die in 45 Ländern zu sehen sein soll.

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Verwendete Quellen
  • dpa, AFP
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