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Migranten wĂ€hlen Notruf aus Lkw – und verschwinden

Von dpa
Aktualisiert am 10.10.2020Lesedauer: 2 Min.
Rheinland-Pfalz: Eine Gruppe Migranten flĂŒchtete aus einem Lastwagen, nachdem sie dort unbemerkt mitgefahren fahren.
Rheinland-Pfalz: Eine Gruppe Migranten flĂŒchtete aus einem Lastwagen, nachdem sie dort unbemerkt mitgefahren fahren. (Quelle: lausitznews.de/imago-images-bilder)
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Plötzlich wurde die Luft knapp: Migranten haben aus einem Lkw heraus einen Notruf abgesetzt. Doch noch bevor die Polizei eintraf, flĂŒchteten sie.

Migranten, denen auf der LadeflĂ€che eines Lasters die Luft knapp wurde, haben mit einem Notruf auf sich aufmerksam gemacht. Die Gruppe habe im Aufleger eines Sattelzuges auf der Ladung gelegen – mit nur 30 Zentimetern Platz bis zum Dach, berichtete ein Sprecher der Autobahnpolizei im rheinland-pfĂ€lzischen Montabaur.

Einer der Migranten habe am Freitag per Handy den Notruf gewĂ€hlt. Die Polizei habe versucht, den Anrufer ĂŒber Handyortung zu finden. Kurz darauf hĂ€tten mehrere Anrufer gemeldet, eine Menschengruppe sei an der Rastanlage Heiligenroth aus einem Sattelzug gesprungen.

Acht Migranten aus Eritrea – Fahrer festgenommen

Polizisten stießen bei der Suche nahe der RaststĂ€tte sowie am Ortsrand von Heiligenroth auf acht Menschen, darunter einen MinderjĂ€hrigen. Sie stammten nach eigenen Angaben aus Eritrea. Keiner von ihnen hatte den Angaben zufolge Ausweispapiere bei sich.

Der Lastwagenfahrer wurde wegen Schleuserverdachts vernommen. Der Sattelzug sei in den Niederlanden ohne seine Aufsicht beladen worden, gab er an. Als er in Belgien ĂŒbernachtet habe, habe er aus Angst vor einem Ladungsdiebstahl die TĂŒren des Aufliegers mit einem eigenen VorhĂ€ngeschloss gesichert. Erst beim Tanken in Heiligenroth habe er Klopfzeichen aus dem Auflieger gehört und die TĂŒren geöffnet. Daraufhin seien sieben bis acht Menschen herausgesprungen und weggelaufen.

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In Zusammenarbeit mit dem AuslĂ€nderamt Montabaur seien Strafverfahren im Zusammenhang mit der illegalen Einreise ohne Papiere eingeleitet worden, teilte die Polizei mit. Der MinderjĂ€hrige sei dem Jugendamt ĂŒbergeben worden. Die Migranten wollten nach eigenen Angaben ursprĂŒnglich nach England reisen.

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