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Libyen: Mindestens 57 Tote bei Schiffsunglück – darunter zwei Kinder

Darunter auch zwei Kinder  

Mindestens 57 Tote bei Schiffsunglück vor Libyen

27.07.2021, 09:36 Uhr | dpa

Libyen: Mindestens 57 Tote bei Schiffsunglück – darunter zwei Kinder. Migranten auf einem Boot der libyschen Küstenwache (Archivbild): Erneut haben Menschen auf See ihr Leben verloren. (Quelle: International Organization for Migration/AP/dpa )

Migranten auf einem Boot der libyschen Küstenwache (Archivbild): Erneut haben Menschen auf See ihr Leben verloren. (Quelle: International Organization for Migration/AP/dpa )

Bei einem Bootsunglück vor der Küste Libyens sind mindestens 57 Migranten ertrunken – darunter 20 Frauen und zwei Kinder. Die Menschen versuchten, nach Europa zu gelangen.

Mindestens 57 Migranten sind nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) bei einem Schiffsunglück vor der libyschen Küste im Mittelmeer ertrunken. Überlebende berichteten, dass unter den Toten mindestens 20 Frauen und zwei Kinder seien, schrieb eine IOM-Sprecherin am Montag auf Twitter. Wie viele Menschen das Unglück überlebten, sagte sie nicht. Der offizielle Twitter-Account der IOM in Libyen erklärte, die Tragödie unterstreiche die Notwendigkeit staatlicher Rettungskapazitäten auf "dieser gefährlichen Route".

Libyen ist ein wichtiges Transitland für Migranten, die versuchen, nach Europa zu gelangen. Erst am Mittwoch vergangener Woche waren vor der Küste des nordafrikanischen Landes rund 20 Migranten bei dem Versuch einer Überfahrt nach Europa ertrunken. Immer wieder sterben Migranten auf dem Weg über das Mittelmeer – meistens weil ihre untauglichen Boote in Seenot geraten.

Der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zufolge werden Migranten in Libyen in Internierungslagern ausgehungert, gefoltert und ausgebeutet. Die von der EU unterstützte libysche Küstenwache fing zwischen Januar und Juni dieses Jahres rund 15.000 Menschen auf See ab und brachte sie zurück in das nordafrikanische Bürgerkriegsland.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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