Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland

HomePanoramaTiere

Indien führt 70 Jahre nach Aussterben wieder Geparden ein


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextSelenskyj kritisiert Klitschkos ArbeitSymbolbild für einen TextAirline verbietet Personal graue HaareSymbolbild für einen TextUSA verbannen chinesische HandysSymbolbild für einen TextPolizei findet Gold in SockenSymbolbild für einen TextUnion fordert erneuten StresstestSymbolbild für einen Text2.500 Nackte stellen sich an Strand aufSymbolbild für einen TextBahn-Vorstand: Die Lage droht zu kippenSymbolbild für einen TextNachbar sägt Doppelhaus in der Mitte durchSymbolbild für einen TextDésirée Nick oben ohne im BallkleidSymbolbild für einen TextMann fällt von KreuzfahrtschiffSymbolbild für einen TextPitbull tötet Chihuahua vor SupermarktSymbolbild für einen Watson TeaserSat.1: Promi zeigt sich fast nackt Symbolbild für einen TextGelenkersatz: Gibt es eine Altersgrenze?
Anzeige
Loading...
Loading...
Loading...

Indien führt Geparden ein – 70 Jahre nach ihrem Aussterben

Von dpa
Aktualisiert am 18.09.2022Lesedauer: 3 Min.
Ein Gepard, ausgesetzt in Indien: Die ausgestorbene Art wurden aus Namibia wieder eingeführt.
Einer der importierten Geparden in Indien: Die ausgestorbene Art wurde aus Namibia wieder eingeführt. (Quelle: India's Press Information Bureau/Handout/Reuters)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Acht Geparden vom afrikanischen Kontinent sollen in Indien eine neue Population aufbauen. Es ist das erste Umsiedelungsprojekt seiner Art.

Vor 70 Jahren sind Geparden in Indien für ausgestorben erklärt worden. Jetzt versucht das Land, die eleganten Raubkatzen wieder anzusiedeln – und ließ dazu acht Tiere aus Afrika einfliegen. Es sei das erste Mal, dass Geparden von einem Kontinent auf einen anderen umgesiedelt würden, sagt Yadvendradev Jhala, der beim Projekt auf indischer Seite beteiligt ist. Man hoffe auf einen großen Erfolg für den Artenschutz weltweit und auch für Indien.

Indiens Präsident entlässt Tiere persönlich

Auch die nationalistische Regierung von Premierminister Narendra Modi hofft auf eine erfolgreiche Wiedereinführung – und darauf, dass dies genau dieses Jahr passiert. Denn in diesem Jahr feiert Indien 75 Jahre seit dem Ende der britischen Kolonialherrschaft. Modi entließ die Tiere am Samstag selbst in ein erstes Quarantänegehege in ihrem neuen Zuhause im Kuno-Nationalpark, einem 750 Quadratkilometer großen Reservat im zentralen Bundesstaat Madhya Pradesh, indem er ihre Transportkisten langsam öffnete. Er feierte dabei auch seinen 72. Geburtstag.

Indien führt Geparden ein
Eine Gepardin vor der Reise: Etwa 9.000 Kilometer legten die acht Tiere zurück. (Quelle: Cheetah Conservation Fund/dpa/dpa-bilder)

Die acht Geparden aus dem südwestafrikanischen Namibia haben eine etwa 9.000 Kilometer lange Reise nach Indien überstanden. Unter ihnen befinden sich fünf weibliche Tiere im guten Fortpflanzungsalter, sagt Laurie Marker, die Direktorin des namibischen Fonds zum Schutz der Geparden. In ihren Kisten wurden die Tiere zunächst von Namibias Hauptstadt Windhuk zum Luftwaffenstützpunkt in Gwalior in Madhya Pradesh geflogen, von wo aus es per Hubschrauber weiterging.

"Der Gepard ist sehr anpassungsfähig"

Indien spielt seit Jahrzehnten mit dem Gedanken, die Raubkatzen wieder einzuführen. Da Geparden nicht in Gefangenschaft gezüchtet werden können, musste ein anderer Plan her. Obwohl optisch identisch, unterscheidet sich der Gepard im südlichen Afrika (Acinonyx jubatus jubatus) genetisch geringfügig von der asiatischen Geparden-Unterart (Acinonyx jubatus venaticus).

Die einzigen verbliebenen wilden Geparden der asiatischen Art leben im Iran, mit Populationen von weniger als 30 Tieren. Diese seien zu klein, um Tiere für eine Umsiedlung abzuziehen, erklärte der indische Wildtierexperte MK Ranjitsinh. In Afrika leben hingegen noch etwa 6.600 Tiere der Gesamtpopulation von 7.100 Geparden weltweit. Die Chance, dass diese sich den sehr ähnlichen Lebensbedingungen in Indien anpassen können, sei hoch, sagt Marker.


Die seltensten Tierarten der Welt

Zwergfaultier: Die Faultierart wurde erst im Jahr 2001 auf einer Insel vor der Nordküste Panamas entdeckt. Experten gehen davon aus, dass noch circa 500 Exemplare auf der Welt leben.
Tarzan-Chamäleon: Die Art lebt auf Madagaska. Eigentlich ist das Tier grün, bei Gefahr färbt es sich gelb. Es wurde 2010 entdeckt und zählt zu den bedrohtesten Tierarten der Welt.
+8

"An der Umsiedlung hat ein Team von Experten aus aller Welt gearbeitet. Die Unterarten sind sich sehr ähnlich und der Gepard ist sehr anpassungsfähig. Die Vorteile überwiegen die Risiken", sagt Marker. Es gehe dabei nicht nur darum, die Geparden in Indien einzuführen, sondern auch darum, eine weitere lebensfähige Population zu schaffen, die zum Überleben einer weltweit rückläufigen Art beiträgt, erklärt Marker.

Tiere leben zu Beginn in einer Schein-Wildnis

In dem fünf bis sechs Quadratkilometer großen Gehege mit Beutetieren, in das sie nach ihrer Ankunft gelassen wurden, sollen die Geparden eine Zeit lang bleiben, sagt PK Verma, ein Mitarbeiter des Nationalparks. In die Gegend seien mehr als 200 Hirsche, Gazellen und Antilopen gebracht worden, damit es für die neuen Raubtiere genügend Beutetiere gibt.

Ursprünglich wurden die Geparden in Indien 1952 für ausgestorben erklärt, nachdem sie früher im Zentrum und Süden des Landes weit verbreitet waren. Sie wurden dann aber gejagt und ihr Lebensraum und auch ihre Beutetiere verschwanden zunehmend. Inzwischen hat Indien das Jagen und Einfangen von Wildtieren verboten – außer wenn es dazu wissenschaftliche Gründe gibt oder die Tiere Menschenleben bedrohen.

Weitere Importe schon geplant

Der Park, in dem die Geparden untergebracht werden, biete Platz für insgesamt rund 20 Geparden, sagt Jhala. Indien plant, in den kommenden Jahren Dutzende weitere Geparden aus dem südlichen Afrika einzuführen, die dann auch in anderen Nationalparks leben könnten. Dass durch eine solche Umsiedlung rund die Hälfte sterben würden, sei nicht ungewöhnlich.

Auch Marker weist darauf hin, dass Erfolg nicht unbedingt sofort zu verzeichnen sei. "Es wird Zeit brauchen, um eine lebensfähige Population wiederherzustellen, wahrscheinlich fünf bis zehn Jahre", sagt sie. Das Projekt sei jedoch ein "enorm wichtiger Schritt in die richtige Richtung".

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Riesenpython zieht Fünfjährigen in Pool
Von Tobias Eßer
IndienNamibia
Justiz & Kriminalität




t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website