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Naturschutz: Riesen-Greifvögel leben wieder in Europa

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Wiederansiedlung des Bartgeiers  

Die größten Greifvögel Europas sind zurück in den Alpen

 (Quelle: Autor)

Von Tibor Martini

06.01.2018, 17:00 Uhr
Naturschutz: Riesen-Greifvögel leben wieder in Europa.  (Quelle: Bearded Vulture landing, Francesco Veronesi (CC BY-SA 2.0))

Ein Bartgeier im Anflug. Der größte Greifvogel Europas ist inzwischen in den französischen Alpen wieder heimisch. (Quelle: Bearded Vulture landing, Francesco Veronesi (CC BY-SA 2.0))

Ihr Ruf als „Kinderfresser“ und ihre Größe wurde den Bartgeiern fast zum Verhängnis. Dank eines 30-jährigen Naturschutzprogramms gleiten die Raubvögel nun wieder über die französischen Alpen.

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Sie gehören zu den größten Greifvögelarten weltweit, waren aber seit Anfang des 20. Jahrhunderts in Europa ausgestorben. Eine groß angelegte Naturschutzkampagne begann in den 1980er Jahren mit der Wiederansiedlung in den Alpen.

Bearded vulture (Quelle: Bearded Vulture, Susanne Nilsson (CC BY-SA 2.0))Ein Bartgeier in Dänemark. Im Vergleich mit dem Menschen ist die Größe gut zu erkennen. (Quelle: Bearded Vulture, Susanne Nilsson (CC BY-SA 2.0))

Wie französische Medien berichten, ist es nun gelungen, die Bartgeier-Population wieder aufzupäppeln.

So lebt der Bartgeier

Alleine die Größenmaße des Bartgeiers sind beeindruckend: Mit bis zu 2,90 Metern Spannweite ist er die größte Greifvogelart Europas und eine der wenigen Vogelarten, die bei dieser Größe überhaupt noch fliegen können.

Bearded vulture (Quelle: Bearded Vulture, Susanne Nilsson (CC BY-SA 2.0))Ein Bartgeier im Anflug. Die Spannweite der größten Greifvögel Europas kann bis zu 2,9 Meter betragen. (Quelle: Bearded Vulture, Susanne Nilsson (CC BY-SA 2.0))

Dementsprechend groß ist auch sein Revier: Zwischen 100 und 400 Quadratkilometern überfliegt ein Bartgeier-Paar je nach Jahreszeit und Familiengröße. Seine Größe führte aber bis ins 20. Jahrhundert auch zur Mythenbildung: Lämmer und sogar Kinder sollten zu seiner Nahrung gehören.

Bearded vulture (Quelle: Bearded Vulture, Susanne Nilsson (CC BY-SA 2.0))Ein Bartgeier im Anflug. (Quelle: Bearded Vulture, Susanne Nilsson (CC BY-SA 2.0))

Nichts davon stimmte – aber der Bartgeier wurde trotzdem entschlossen gejagt und Anfang des 20. Jahrhunderts schließlich ausgerottet.

Aktueller Zustand der Bartgeier-Population

Knapp 60 Jahre nach der Ausrottung des Bartgeiers gab es in den 1970er Jahren erste Bemühungen, die Riesen-Vögel wieder in den Alpen anzusiedeln. 1986 wurden zum ersten Mal junge, noch flugunfähige Bartgeier ohne Menschenkontakt gefüttert und erfolgreich ausgewildert.

Bartgeier (Quelle: dpa)Ein junges Bartgeier-Küken im Nürnberger Tiergarten. Die Nachzucht von Bartgeiern war für das Ausbürgerungsprogramm besonders wichtig. (Quelle: dpa)

Parallel dazu wurden in die französischen Alpen erwachsene Geier aus Afghanistan und Russland importiert, die nach 10 Jahren erstmals Nachwuchs bekamen.

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Inzwischen haben die Bestände ein stabiles Niveau erreicht: In Frankreich leben heute 13 Bartgeier-Paare, in der gesamten Alpenregion sind fast 40 Paare angesiedelt.

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