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Ukraine-Krise: Flughafen von Donezk eingekesselt

Rebellen auf dem Vormarsch  

Flughafen von Donezk eingekesselt

01.10.2014, 17:18 Uhr | dpa

Ukraine-Krise: Flughafen von Donezk eingekesselt. Rauchschwaden über dem Flughafen von Donezk. Die prorussischen Rebellen haben offenbar die Kontrolle über das Gelände übernommen. (Quelle: AP/dpa)

Rauchschwaden über dem Flughafen von Donezk. Die prorussischen Rebellen haben offenbar die Kontrolle über das Gelände übernommen. (Quelle: AP/dpa)

Mit schwerem Artilleriebeschuss haben sich prorussische Separatisten und Regierungstruppen einen der blutigsten Kampftage seit Beginn der Waffenruhe vor fast vier Wochen geliefert. Mindestens zehn Menschen kamen am Mittwoch im Konfliktgebiet Ostukraine ums Leben, wie die Aufständischen und der Stadtrat von Donezk mitteilten.

Die prorussischen Rebellen haben nach eigenen Angaben den von Regierungstruppen gehaltenen Flughafen von Donezk eingekesselt und ihn teilweise unter ihre Kontrolle gebracht. Aus der Entfernung war zu hören, wie Artilleriefeuer von Stellungen der Regierungstruppen außerhalb der Stadt auf den Flughafen abgegeben wurde. Das deutete darauf hin, dass er nicht mehr von Kiew kontrolliert wird.

Separatistenführer Andrej Purgin sagte der Agentur Interfax, er rechne mit einer raschen Einnahme des Geländes. Dagegen behauptete Sicherheitsratssprecher Andrej Lyssenko in Kiew, die Regierungstruppen hätten den Flughafen unter ihrer Kontrolle.

Granateneinschlag auf Schulhof

Unterdessen berichteten die Donezker Behörden, ein Geschoss habe einen Kleinbus in der Separatistenhochburg getroffen und mindestens sechs Menschen getötet. Die Aufständischen sprachen von acht Toten. Zudem kamen mindestens vier weitere Menschen ums Leben, als eine Granate eine Schule traf. Mindestens 40 Menschen seien mit Verletzungen durch Artilleriefeuer in ein regionales Krankenhaus eingeliefert worden, verlautete aus Ärztekreisen.

Die Leitung der ukrainischen "Anti-Terror-Operation" berichtete von Mörserangriffen auf ihre Truppen an mehreren Orten im Konfliktgebiet. Mindestens fünf Soldaten seien verletzt worden, teilte der Sicherheitsrat in Kiew mit. Ein Zivilist wurde nach Militärangaben in der Nacht getötet.

Bau der "Mauer" verschoben

Der von der Führung in Moskau scharf kritisierte Bau einer knapp 2300 Kilometer langen "Mauer" an der ukrainisch-russischen Grenze wurde auf unbestimmte Zeit verschoben, wie ukrainische Medien berichteten. Ursprünglich sollte die erste Bauphase an der umstrittenen Grenzbefestigung bereits am Dienstag abgeschlossen sein. Der ukrainische Grenzschutz dagegen berichtete, es werde weiter an der Mauer gebaut.

Die Ukraine will mit der "Mauer" russische Soldaten aus dem Konfliktgebiet im Osten des Landes fernhalten. Moskau weist Vorwürfe Kiews zurück, Russland unterstütze die Separatisten im Krisengebiet mit Kämpfern und Waffen.

Deutschland liefert Hilfsmittel

Angesichts des nahenden Winters will Deutschland noch im Oktober Heizgeräte, Decken, Wasserreservoirs und Dieseltanks in die Ostukraine schicken. Damit reagiere die Bundesregierung auf eine Anfrage aus Kiew, sagte eine Sprecherin in Berlin.

Bei den Kämpfen sind seit April mindestens 3500 Menschen ums Leben gekommen. Vor gut eineinhalb Wochen vereinbarten Russland, die Ukraine und die Rebellen die Einrichtung einer Pufferzone und den Rückzug aller schweren Waffen von der Front.

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