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Ukraine-Krieg: Iranische Drohnenexperten sollen auf der Krim stationiert sein


Bericht: Iranische Drohnenexperten sind auf der Krim stationiert

Von dpa, mk

Aktualisiert am 19.10.2022Lesedauer: 2 Min.
Kamikaze-Drohen vom Typ Shahed 136: Die iranischen Ausbilder sollen den Russen helfen, Probleme mit der aus Teheran erworbenen Drohnenflotte zu bewältigen. (Quelle: dpa)
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Beteiligt sich Iran aktiv an russischen Kriegsverbrechen in der Ukraine? Die Hinweise verdichten sich.

Der Iran hat einem Bericht zufolge Ausbilder auf die von Russland annektierte Krim geschickt, um russische Soldaten an iranischen Drohnen zu schulen. Das berichtete die "New York Times" unter Berufung auf US-Beamte. Die iranischen Ausbilder sollten den Russen helfen, Probleme mit der Drohnenflotte zu bewältigen. Dies sei ein weiteres Zeichen für die wachsende Nähe zwischen Iran und Russland seit dem Einmarsch Moskaus in die Ukraine vor acht Monaten.

Die russische Armee hat in den vergangenen Tagen verstärkt Drohnen iranischer Bauart vom Typ Shahed-136 auf die Energieversorgung der Ukraine, aber auch auf Städte geschossen. Dabei bestreiten sowohl Moskau als auch Teheran ein Rüstungsgeschäft mit den Luftfahrzeugen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte den Einsatz iranischer Drohnen durch Russland als Bankrotterklärung Moskaus bezeichnet. Laut "New York Times" operieren die iranischen Ausbilder von einem russischen Militärstützpunkt auf der Krim aus, wo viele der Drohnen seit ihrer Lieferung aus dem Iran stationiert seien.

Angriff auf iranische Basis bei Cherson?

Die Ausbilder gehörten den "Islamischen Revolutionsgarden" an, die von den USA als terroristische Vereinigung eingestuft werden, hieß es weiter. Die Entsendung der iranischen Ausbilder scheine mit dem verstärkten Einsatz der Drohnen in der Ukraine zusammenzufallen und deute auf eine stärkere Beteiligung des Irans an dem Krieg hin. Die iranischen Ausbilder sind den Beamten zufolge weit von der Front entfernt und würden eingesetzt, um den Russen beizubringen, wie man die Drohnen fliegt. Es sei weder bekannt, wie viele Ausbilder entsandt worden seien, noch, ob sie die Drohnen selbst steuerten.

Der ehemalige hochrangige Pentagon-Beamte und pensionierte CIA-Offizier Mick Mulroy sagte der Zeitung: "Die Entsendung von Drohnen und Ausbildern in die Ukraine hat den Iran tief in den Krieg auf russischer Seite verstrickt und Teheran direkt in Operationen verwickelt, bei denen Zivilisten getötet und verletzt wurden." Selbst wenn es sich nur um Ausbilder und taktische Berater in der Ukraine handele, halte er das für erheblich. Absichtliche Angriffe auf zivile Ziele stellen Kriegsverbrechen dar.

Teheran bestreitet Vorwürfe

Es ist nicht der erste Hinweis auf Aktivitäten iranischer Ausbilder in der Ukraine. Ende September berichtete der ukrainische Journalist Andrij Tsaplienko unter Berufung auf Geheimdienstinformationen von einem Angriff auf ein iranisches Kontroll- und Ausbildungszentrum bei Cherson im Süden des Landes. Dabei seien 24 iranische Ausbilder und 48 russische Soldaten getötet worden. Tsaplienko zufolge handelte es sich um einen Vergeltungsangriff für eine Drohnenattacke auf Odessa, die wenige Tage zuvor von diesem Kontrollzentrum ausgegangen sei. Kiew bestätigte zwar Angriffe in dem Gebiet, äußerte sich aber nicht zu konkreten Zielen der Aktion.

Teheran bestreitet sowohl die Lieferung von Drohnen an Russland als auch die Entsendung von Ausbildern ins Kriegsgebiet. Das Regime sei allerdings zu Gesprächen mit Kiew bereit, um die Vorwürfe auszuräumen, so ein Sprecher des iranischen Außenministeriums. Kiew hatte die diplomatischen Beziehungen zu Teheran zuletzt heruntergefahren. Die EU verhängte am Dienstag Sanktionen gegen die iranische Sittenpolizei und erwägt wegen der Waffenlieferungen an Russland weitere Strafmaßnahmen, wie Außenministerin Annalena Baerbock (Die Grünen) im "Heute Journal" bestätigte.

Verwendete Quellen
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