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Neue Allianzen: Diese Staaten will Putin gegen den Westen aufhetzen


Diese Staaten will Putin gegen den Westen aufhetzen

Von dpa, ne

Aktualisiert am 21.03.2023Lesedauer: 2 Min.
Wladimir Putin: Russlands Präsident hat das Völkerrecht gebrochen.
Wladimir Putin: Russlands Präsident hat das Völkerrecht gebrochen. (Quelle: Mikhail Klimentyev/AP/dpa)
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Der russische Präsident Wladimir Putin versucht, zahlreiche Staaten gegen den Westen aufzubringen. Diese Weltregionen hat er ganz besonders im Visier.

Wladimir Putin sprach kürzlich ein großes Versprechen aus: Sollte das Getreide-Abkommen platzen, werde Russland kostenlos Getreide in afrikanische Länder exportieren. Das sagte der russische Präsident in einer Rede bei der virtuellen Russland-Afrika-Konferenz am Montag. Er ergänzte noch: Russland werde sich gemeinsam mit den afrikanischen Staaten, aber auch mit Asien, dem Nahen Osten und Lateinamerika einer neokolonialen Ideologie widersetzen.

Dem US-Thinktank "Institute for the Study of War" (ISW) zufolge verfolgt Putin mit Äußerungen wie diesen ein klares Ziel: Er wolle unter anderem afrikanische Staaten hinter sich versammeln und dort den Unmut gegenüber dem Westen schüren.

Ohnehin versucht Putin immer wieder den Eindruck zu erwecken, es ginge ihm in erster Linie um das Wohl ärmerer Staaten. Angeblich profitierten diese zu wenig von dem Getreide-Abkommen. An der Russland-Afrika-Konferenz nahmen über 40 Delegationen aus afrikanischen Ländern teil, geleitet von der südafrikanischen Politikerin Nosiviwe Mapisa-Nqakula.

Getreide-Abkommen: Russland droht mit dem Aus

Vor Kurzem erst hatte Russland zugestimmt, die Vereinbarung über weitere Exporte von ukrainischem Getreide über drei Schwarzmeerhäfen zu verlängern – allerdings nur für weitere 60 Tage. Nun droht Russland erneut mit dem Aus der Vereinbarung.

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Das Außenministerium stellte am Montag in Moskau zwei Bedingungen, um sie weiterzuführen: Die russischen Düngemittel-Exporte müssten erleichtert und die Lieferungen von landwirtschaftlicher Technik und Ersatzteilen wieder aufgenommen werden. "Ohne Fortschritte bei der Erfüllung dieser Anforderungen (...) wird unsere Teilnahme an der Schwarzmeer-Initiative ausgesetzt", hieß es.

ISW: Putin strebt chinesisch-russische Achse an

Nicht nur in den Kommentaren bei der Russland-Afrika-Konferenz sehen die Experten des ISW einen Versuch Putins, blockfreie Länder gegen den Westen aufzubringen. Gleiches beabsichtige er auch mit seinem Vorhaben, eine chinesisch-russische Achse gegen den Westen aufzubauen.

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Erst am Montag, als der chinesische Präsident Xi Jinping zum ersten Mal seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine zu einem Besuch nach Russland kam, betonte Putin die Gemeinsamkeiten zwischen Russland und China. Moskau und Peking hätten "viele gemeinsame Aufgaben und Ziele", sagte Putin bei einem Treffen der beiden Staatschefs.

Wenig Erfolgsaussichten

Xi seinerseits würdigte die "engen Beziehungen" seines Landes zu Russland. "Wir sind Partner in einer umfassenden strategischen Zusammenarbeit", sagte der chinesische Staatschef laut russischem Staatsfernsehen.

Wahrscheinlich habe Putin gehofft, dass der chinesische Präsident seine Darstellung einer gemeinsamen Achse übernehmen würde, so die Experten des ISW. Doch dies sei nicht geschehen, was Putins Pläne deutlich schwäche. Warum Xis Besuch in Moskau dennoch eine Ohrfeige für den Westen ist, lesen Sie hier.

Insgesamt misst das ISW dem Kremlchef wenig Erfolgsaussichten bei, den Rest der Welt gegen den Westen aufzubringen. Zum einen liege die Attraktivität eines potenziellen antiwestlichen Blocks weniger in Russlands schwindender Wirtschaftskraft als vielmehr in der wirtschaftlichen und politischen Macht Chinas. Zum anderen habe Putin zu wenig Erfolg dabei, Unterstützer für seinen Krieg in der Ukraine zu gewinnen.

Verwendete Quellen
  • understandingwar.org: "Russian Offensive Campaign Assessment, March 20, 2023" (englisch)
  • en.kremlin.ru: "International Parliamentary Conference Russia – Africa in a Multipolar World" (englisch)
  • tass.com: "Russia, African countries share vision for multipolar, just world — Duma speaker" (englisch)
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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