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Satellit misst Kälterekord auf der Erde

spiegel-online, Aus San Francisco berichtet Axel Bojanowski

Aktualisiert am 10.12.2013Lesedauer: 2 Min.
In der Antarktis haben Forscher minus 93,2 Grad gemessen
In der Antarktis haben Forscher minus 93,2 Grad gemessen (Quelle: NASA)
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Minus 93,2 Grad: Mitten in der Antarktis ist ein neuer Kälterekord für die Erde aufgestellt worden - bei diesen Temperaturen wäre das Atmen lebensgefährlich. Forscher nennen zwei Gründe für die Eiseskälte.

Sie frieren? Das deutsche Winterwetter finden Sie ungemütlich? Dann baut ein Vergleich Sie vielleicht auf: Im Herzen der Antarktis haben Wissenschaftler den kältesten Ort der Erde entdeckt. Mit minus 93,2 Grad ist es dort etwa 50 Grad kälter als in Sibirien. Die Rekordtemperatur ist von aktuellen deutschen Verhältnissen in etwa so weit entfernt wie gefrorenes Wasser vom Kochen.


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Wissenschaftler der Nasa und anderer Institute haben einen Datenschatz gehoben: Sie werteten Temperaturmessungen ihrer Satelliten seit 1982 aus. Dabei stießen sie nahe des Südpols auf erstaunliche Werte, berichten die Forscher auf der Herbsttagung der Amerikanischen Geophysikalischen Union AGU in San Francisco.

Es war der 10. August 2010, also tiefster Winter in der Antarktis, als der Satellit "Landsat" der Nasa den Südkontinent überflog. Hinter einem ausgedehnten etwa 3800 Meter hohem Gebirgsrücken zeigten die Daten ein mehr als 2000 Kilometer langes Kältetal: Die Temperaturen lagen dort fast überall unter minus 80 Grad. Unter Fußtritten würde der Schnee dort klirren wie zerbrechendes Glas, kein Schneematsch hält ihn mehr zusammen.

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Jetzt gingen die Forscher um Ted Scambos vom National Snow and Ice Data Center in Boulder, USA, auf Rekordjagd: Sollte das bis dahin gemessene Temperaturminimum von minus 89,2 Grad vom 21. Juli 1983 an der Vostok-Forschungsstation in der Antarktis etwa unterboten worden sein? Ja, so war es tatsächlich - und zwar sogar um vier Grad, berichtete Scambos nun auf der AGU-Tagung.

"Machen Sie ein Foto und hauen Sie ab"

Die Rekordkälte wurde vom Satelliten allerdings direkt auf dem Eis gemessen, das alte Minimum an der Vostok-Station hingegen zwei Meter über dem Boden, wo es etwas wärmer ist. Der Unterschied zwischen Boden und Luft in der Höhe betrage aber nur ein bis zwei Grad, sagt Scambos. Auch für die Luft entspreche der neue Wert also einem neuen Tiefpunkt.

Wie war diese Temperatur möglich? Die Forscher meinen, die Kälte mit einer klaren Winternacht und der besonderen Landschaft erklären zu können: Ohne Wolken entfleuchte am 10. August 2010 das bisschen Wärme des antarktischen Tages vom Höhenrücken ins All. Kalte Luft wiegt schwerer als warme, weil die Luftteilchen sich langsamer bewegen und deshalb mehr Teilchen pro Volumen enthalten.

Von der Schwerkraft gezogen, rutschte das Kältepaket in die Senke, wo es liegen blieb. Während der Nacht verlor es weiter an Wärme - bis schließlich die Rekordkälte erreicht war. Das Tal dürfte im Winter jederzeit für weitere Rekorde gut sein, meint Scambos.

Menschen könnten dort kaum überleben, sagt der Forscher. Schon das Atmen wäre gefährlich. "Machen Sie ein Foto, und dann hauen Sie verdammt noch mal ab", witzelte er. Aus sicherer Distanz aber, vom Satelliten aus, wolle man das Kältetal der Antarktis weiter im Blick behalten.

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