Sie sind hier: Home > Regional > Berlin >

Corona-Lage in Berlin: Fünf Bezirke mit bundesweit höchster Inzidenz

Corona-Lage in Berlin  

Fünf Bezirke mit bundesweit höchster Inzidenz

23.01.2022, 11:40 Uhr | t-online, dpa, EP, JL, ASS, rtr, LKA

Corona-Lage in Berlin: Fünf Bezirke mit bundesweit höchster Inzidenz. Zahlreiche Menschen warten in einer langen Schlange auf ihren PCR-Test in einem landeseigenen Testzentrum in der Neuköllner Leinestraße: Die Infektionszahlen steigen weiter stark an. (Quelle: dpa/Monika Skolimowska)

Zahlreiche Menschen warten in einer langen Schlange auf ihren PCR-Test in einem landeseigenen Testzentrum in der Neuköllner Leinestraße: Die Infektionszahlen steigen weiter stark an. (Quelle: Monika Skolimowska/dpa)

In Berlin schießt die Inzidenz immer weiter in die Höhe. Im Ländervergleich liegt die Hauptstadt auf Platz zwei hinter Hamburg. Die Corona-Entwicklungen im Überblick.

Seit knapp zwei Jahren hat die Corona-Pandemie auch die Hauptstadt fest im Griff. Stark steigende Inzidenz- und Infektionszahlen geben in der Hauptstadt Grund zur Sorge. Inzwischen hat die Omikron-Variante Delta weitestgehend verdrängt.

23. Januar: Fünf Bezirke in Berlin sind größte Hotspots des Landes

Am Sonntag hat die Hauptstadt bundesweit die zweithöchste Corona-Inzidenz. Der Wert liegt nach Angaben des RKI bei 1.483. Davor lieg nur noch Hamburg mit einem Wert von 1.767,2 (Freitag). Die Zahl gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohnern sich in den vergangenen sieben Tagen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert haben.

Trauriger Spitzenreiter in Berlin ist weiterhin der Bezirk Mitte mit einer Inzidenz von 2.845. Im bundesweiten Vergleich der Landkreise folgen Pankow mit einem Sieben-Tage-Wert von 1.872, Friedrichshain-Kreuzberg mit 1.819, Spandau mit 1.790 und Neukölln mit 1.768.

Insgesamt hat es zwischen zwischen Samstag und Sonntag 2.365 neue Corona-Fälle gegeben. Die Lage auf den Intensivstationen ist derweil weiter unter Kontrolle. 16,8 Prozent der Intensivbetten in Berlin waren laut Senat mit Covid-19-Patienten belegt. Die Warnampel zeigt somit Gelb.

23. Januar: Keine Quarantäne mehr für Schüler bei Corona-Kontakten

Um die Gesundheitsämter zu entlasten, müssen in Berlin Schüler und Kita-Kinder – wenn sie Kontakt mit einer infizierten Person hatten – nicht mehr in Quarantäne. Wie der "Tagesspiegel" berichtet, hätten das die Amtsärzte aller zwölf Bezirke beschlossen. Die Schüler sollen stattdessen täglich mit Antigen-Schnelltests getestet werden.

Grund dafür ist die massive Ausbreitung der Omikron-Variante. "Außer bei Kindern und Schülern, die intensiv getestet werden, haben wir längst keinen klaren Überblick mehr", so der Amtsarzt von Reinickendorf, Patrick Larscheid, zu der Zeitung. "Wir müssen uns auf die so genannten vulnerablen Personengruppen konzentrieren". Damit sind unter anderem Senioren in Pflegeeinrichtungen oder Menschen in Krankenhäusern gemeint. Dort sei der "Anspruch unverändert, dass wir die Fälle nach Möglichkeit beherrschen", so Larscheid.

Die Aufhebung der Kontaktquarantäne setze "personelle Kapazitäten von ziemlich guten Leuten frei, die sofort etwas anderes machen können."

21. Januar: Inzidenz steigt auf 1.258,3 – fast gleichauf mit Spitzenreiter Bremen

Die Corona-Inzidenz in Berlin ist erneut gestiegen und lag am Freitag bei 1.258,3. Berlin hatte damit zusammen mit Bremen (1.258,7) den höchsten Wert aller Bundesländer. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen mit. Am Vortag betrug der Wert in Berlin noch 1.154,2. Für ganz Deutschland liegt die Inzidenz bei rund 700. Die Zahl gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert haben.

Im Berliner Bezirk Mitte zeigte der Lagebericht des Senats einen Inzidenzwert von rund 2.200 an. Neukölln, Friedrichshain-Kreuzberg und Spandau lagen bei knapp 1.600. Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf hatte wegen technischer Probleme einige Tage lang keine Daten übertragen und zeigte daher weiterhin noch keine aktuelle Zahl an.

Erneut über 10.000 Neuinfektionen

In der Hauptstadt wurden zwischen Donnerstag und Freitag laut RKI 10.678 neue Corona-Fälle registriert. Seit Beginn der Pandemie infizierten sich damit nachweislich 437.562 Menschen. Vier weitere Tote wurden im Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Die offizielle Zahl der an oder mit Covid-19 gestorbenen Menschen stieg auf 4.077.

Trotz der hohen Inzidenz blieb die Lage auf den Intensivstationen weiter unter Kontrolle. 16,8 Prozent der Intensivbetten in Berlin waren laut Senat mit Covid-19-Patienten belegt. Damit lag der Wert weiter unter der kritischen Marke von 20 Prozent.

Die Hospitalisierungsinzidenz stieg im Wochenvergleich weiter auf 14,7 und bewegte sich damit anhaltend im kritischen Bereich. Der Wert gibt an, wie viele von 100.000 Menschen binnen einer Woche wegen Corona ins Krankenhaus mussten.

20. Januar: Inzidenz schnellt in die Höhe – Mitte bei über 2.000

In nur 24 Stunden ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Berlin um knapp 100 Zähler von 1.055,1 am Mittwoch auf nun 1.154,1 am Donnerstag gestiegen. In ihrem Corona-Lagebericht vermeldete die Berliner Gesundheitsverwaltung am Donnerstag zudem 11.449 neue Corona-Infektionen und einen neuen Todesfall.

Besonders dramatisch ist die Lage im Bezirk Mitte. Hier stieg die Inzidenz am Donnerstag sogar auf 2.286,0 und liegt damit so hoch wie derzeit in keinem anderen deutschen Stadt- oder Landkreis. Platz zwei und drei belegten am Donnerstag die Bezirke Neukölln (1.621,9) und Friedrichshain-Kreuzberg (1.502,5). Im Vergleich der Bundesländer liegt bei Berlin nur noch knapp hinter dem Spitzenreiter Bremen (1.294,9).

Tatsächlich liegen die Corona-Zahlen in der Hauptstadt wohl aber noch deutlich höher. Nach einer tagelangen IT-Panne in Marzahn-Hellersdorf muss der Bezirk seine Zahlen nun Stück für Stück nachmelden. Dort wurde die Inzidenz am Donnerstag mit 205,1 angegeben, was deutlich zu niedrig sein dürfte. 

Neben der Berliner Inzidenz-Ampel steht auch die Ampel für die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzdenz auf weiterhin Rot. Hier stieg der Wert am Donnerstag auf 13,4 (Vortag 12,6) zurück. Er gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen wegen einer Corona-Infektion ins Krankenhaus mussten. Der Anteil der für Covid-19-Patienten benötigten Intensivbetten lag am Donnerstag bei 17,8 Prozent. Hier steht die Ampel weiter auf Gelb. 

19. Januar: Rekord bei Inzidenz und Neuinfektionen 

In Berlin hat die Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch die 1.000er-Marke überschritten. Das Robert Koch-Institut gab den Wert mit 1.055,1 an. Er liegt damit so hoch wie noch nie in der Pandemie-Geschichte der Hauptstadt. Einzig Bremen weist im Vergleich der Bundesländer mit 1.295,6 eine noch höhere Inzidenz auf. Die entsprechende Corona-Ampel in Berlin steht weiterhin auf Rot. 

Auch bei der Zahl der Neuinfektionen hat Berlin am Mittwoch einen traurigen Rekord geknackt. Die Gesundheitsämter der Bezirke meldeten 10.732 Neuinfektionen binnen eines Tages. Damit stammte fast jeder zehnte der bundesweit 112.323 gemeldeten Neuinfektionen aus der Hauptstadt. 

Nach Einschätzung der Berliner Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) dürfte die Lage sogar noch schlimmer sein. So hatte etwa Marzahn-Hellersdorf in den vergangenen Tagen wegen technischer Probleme gar keine neuen Corona-Fälle gemeldet. Diese werden nun Stück für Stück nachgemeldet. Aber: "Insgesamt ist es so, dass in nahezu allen Bezirken viele Fälle nachzumelden sind", hatte Gote am Dienstag erklärt.

Neben der Berliner Inzidenz-Ampel steht auch die Ampel für die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzdenz auf weiterhin Rot. Hier ging der Wert am Mittwoch jedoch erneut leicht auf 12,6 (Vortag 12,9) zurück. Er gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen wegen einer Corona-Infektion ins Krankenhaus mussten. Der Anteil der für Covid-19-Patienten benötigten Intensivbetten lag am Mittwoch bei 17,6 Prozent. Hier steht die Ampel weiter auf Gelb. 

18. Januar: Neukölln und Mitte mit bundesweit höchster Inzidenz

In Berlin ist die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag wieder leicht gestiegen. Der Wert lag nach Angaben der Robert Koch-Instituts (RKI) bei 962,2. Er gibt an, wie viele Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gemeldet wurden. Die entsprechende Berliner Corona-Ampel steht damit weiterhin auf Rot. 

Sechs Berliner Bezirke wiesen am Dienstag sogar eine Inzidenz von über 1.000 auf. Neukölln (1.540,3) und Mitte (1.378,9) meldeten nach RKI-Angaben die höchsten Inzidenzen aller Stadt- und Landkreise in Deutschland. Auf Platz vier lag am Dienstag Friedrichshain-Kreuzberg (1.362,4). Platz sieben im Stadt- und Landkreisevergleich belegte Reinickendorf (1.106,6), gefolgt von Charlottenburg-Wilmersdorf (1.040,1) und Lichtenberg (1.003,7). 

Neben der Berliner Inzidenz-Ampel steht derzeit auch die Ampel für die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzdenz auf Rot. Hier ging der Wert am Dienstag jedoch leicht auf 12,9 (Vortag 13,1) zurück. Er gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen wegen einer Corona-Infektion ins Krankenhaus mussten. Der Anteil der für Covid-19-Patienten benötigten Intensivbetten lag am Dienstag bei 18,4 Prozent. Hier steht die Ampel weiter auf Gelb. 

17. Januar: Inzidenz in Friedrichshain-Kreuzberg bei knapp 1.600 – Spitzenreiter in Deutschland

Die Corona-Zahlen in Berlin sind erstmals seit längerem wieder etwas gesunken. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Montag meldete, lag die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 947,7 nach 965,3 am Sonntag. Berlin weist damit bundesweit weiterhin den zweithöchsten Wert nach Bremen und vor Hamburg auf.

Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg weist mit einem Wert von 1.596,3 die höchste Inzidenz aller Stadt- und Landkreise in Deutschland auf. Bundesweit gab das RKI die Sieben-Tage-Inzidenz am Montag mit 528,2 an.

Laut RKI wurden in Berlin zwischen Sonntag und Montag 220 Neuinfektionen registriert. Die Gesamtzahl aller nachgewiesenen Infektionen seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 397.139. Weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 wurden nicht registriert. Seit Pandemiebeginn starben in Berlin nachweislich 4.067 Menschen an oder mit dem Virus.

Neben der Berliner Inzidenz-Ampel steht derzeit auch die Ampel für die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzdenz auf Rot. Hier lag der Wert am Montag bei 13,1. Er gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen wegen einer Corona-Infektion ins Krankenhaus mussten. Der Anteil der für Covid-19-Patienten benötigten Intensivbetten lag am Montag bei 17,8 Prozent. Hier steht die Ampel weiter auf Gelb. 

14. Januar: Abwasseruntersuchung zeigt rasante Omikron-Zunahme in Berlin

Abwasseruntersuchungen zufolge ist die Omikron-Variante des Coronavirus in Berlin innerhalb sehr kurzer Zeit vorherrschend geworden. Nachdem der Omikron-Anteil Anfang Dezember noch bei fünf Prozent gelegen habe, seien rund einen Monat später 90 Prozent erreicht gewesen, teilte das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin mit und berief sich auf Analysen im eigenen Haus und bei den Berliner Wasserbetrieben. Die zuvor dominierende Delta-Variante sei praktisch verdrängt.

Die Ergebnisse könnten der Frühwarnung dienen, hieß es. Sie seien unabhängig von der Zahl der Corona-Tests und der Verläufe mit Symptomen. Denn bei den täglichen Meldezahlen muss man bedenken: Zwischen den Ansteckungen, dem Beginn von Symptomen, dem Testen und der Meldung von Fällen ans Robert Koch-Institut vergeht in der Regel einige Zeit.

Aus dem Lagebericht des Senats geht ebenfalls hervor, dass es immer mehr Omikron-Fälle in der Stadt gibt. Nach den aktuellsten Zahlen für die erste Woche des Jahres betrug der Anteil laut Laboranalysen gut 66 Prozent. Auch die Zahl der Neuinfektionen steigt derzeit rasch an. Omikron ist im Vergleich zur Delta-Variante stark mutiert und verbreitet sich schneller.

13. Januar: Vier Bezirke überschreiten 1.000er-Inzidenz

Berlin verzeichnet weiter einen deutlichen Anstieg der Corona-Inzidenz. Der Wert lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag bei 918,6 nach 856,4 am Vortag. Die Zahl gibt an, wie viele Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen registriert wurden.

Am Donnerstag verzeichneten gleich vier Berliner Bezirke Inzidenzen von über 1.000: Laut Corona-Lagebericht der Gesundheitsverwaltung waren das Friedrichshain-Kreuzberg mit 1.398,2, Neukölln mit 1.247,7, Mitte mit 1.149,8 und Reinickendorf mit 1.090,0. 

Bundesweit beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz 427,7. Berlin hat im Ländervergleich einen sehr hohen Inzidenzwert. Nur in Bremen ist er nach den RKI-Daten mit 1.349,2 noch höher.

Die Zahl der in Berlin gemeldeten Neuinfektionen liegt bei 7.799. Seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 ist die Zahl der nachgewiesenen Infektionen damit auf 381.366 gestiegen. Das RKI registrierte 13 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Seit Pandemiebeginn sind in Berlin nachweislich 4.058 Menschen an oder mit dem Virus gestorben.

Neben der Berliner Inzidenz-Ampel steht auch die Ampel der Hospitalisierungsinzidenz derzeit auf Rot. Hier lag der Wert am Donnerstag bei 11,1. Er gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen wegen einer Corona-Infektion ins Krankenhaus mussten. Der Anteil der für Covid-19-Patienten benötigten Intensivbetten lag am Donnerstag bei 17,9 Prozent. Hier steht die Ampel weiter auf Gelb.  

12. Januar: Inzidenz übersteigt auch in Friedrichshain-Kreuzberg 1.000er-Marke

Die Corona-Inzidenz in Berlin ist erneut deutlich gestiegen. Sie lag nach den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Mittwochmorgen bei 856,4. Am Dienstag betrug der Wert 737,2. Die Zahl gibt an, wie viele Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen registriert wurden. Bundesweit beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz 407,5. Berlin hat im Ländervergleich einen sehr hohen Inzidenzwert. Nur in Bremen ist er nach den RKI-Daten mit 1.296,8 noch höher.

Nach Neukölln (1.160,7) knackte nun auch Friedrichshain-Kreuzberg die 1.000er-Marke. Hier lag die Inzidenz am Mittwoch bei 1.164,7. Im Neuköllner Gesundheitsamt geht man jedoch davon aus, dass es ähnlich hohe Zahlen bereits in den kommenden Tagen in allen Berliner Bezirken geben dürfte.

Die Zahl der in Berlin gemeldeten Neuinfektionen liegt derzeit bei 8.862. Seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 ist die Zahl der nachgewiesenen Infektionen damit auf 373.566 gestiegen. Das RKI registrierte zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Seit Pandemiebeginn sind in Berlin nachweislich 4.045 Menschen an oder mit dem Virus gestorben.

11. Januar: Inzidenz knackt 700er-Marke – zweite Ampel zeigt Rot

Die Corona-Inzidenz in Berlin ist weiter gestiegen und lag am Dienstag bei 737,2. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Morgen mit. Die Zahl gibt an, wie viele Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen registriert wurden. Die Inzidenz-Ampel steht weiter auf Rot. 

Berlin hat damit im Vergleich der Bundesländer sehr hohe Infektionsraten. Nur in Bremen wurde am Dienstag eine höhere Zahl errechnet. Alle anderen Bundesländer lagen darunter. Der Durchschnitt in Deutschland betrug knapp 388. Laut RKI wurden in Berlin 5.285 Neuinfektionen registriert. Die Gesamtzahl aller nachgewiesenen Infektionen seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 364.704. Zudem wurden fünf weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Damit sind seit Beginn der Pandemie in Berlin nachweislich 4.043 Menschen an oder mit dem Virus gestorben.

Auch die Hospitalisierungsinzidenz hat sich in der Hauptstadt deutlich erhöht. Der Wert stieg von 4,0 am Montag auf nun 10,6 und hat sich damit mehr als verdoppelt. Die entsprechende Ampel sprang am Dienstag von Grün direkt auf Rot um.

Wie der rbb berichtet, steckt hinter dem deutlichen Anstieg der Hospitalisierungsinzidenz eine Veränderung der Berechnungsart. Demnach nutzt das Landesamt für Gesundheit (Lageso) künftig nicht mehr die oft ungenaueren Zahlen der teils überlasteten Gesundheitsämter, sondern Daten des Krankenhausregisters IVENA.

10. Januar: Neukölln ist Corona-Hotspot

Die Omikron-Welle traf erst den Norden Deutschlands, doch nun entwickelt sich die Hauptstadt zum Hotspot. Wie der RBB berichtet, gibt es abgesehen von Bremen derzeit nirgendwo sonst im Land so viele Infektionen wie in Berlin-Neukölln. 

Laut Robert Koch-Institut wurden in den vergangenen sieben Tagen allein in Neukölln 3.317 Corona-Infektionen gemeldet. Auf 100.000 Einwohner gerechnet steigt damit die Inzidenz auf 1.041,4. Zum Vergleich: Friedrichshain-Kreuzberg weist eine Inzidenz von 855,6 auf, Mitte einen Wert von 801,2 und in Tempelhof-Schöneberg liegen die Zahlen aktuell bei 791,7.

Auch für ganz Berlin gilt derzeit die bundesweit zweithöchste Inzidenz von 694,1, wie das RKI meldete.

7. Januar: Amtsarzt rechnet kommende Woche mit Inzidenz über 1.000 

Der Leiter des Gesundheitsamts in Berlin-Neukölln, Nicolai Savaskan, rechnet damit, dass bereits in der kommenden Woche die Inzidenz in der Hauptstadt die 1.000 überschreiten wird. Dem "Tagesspiegel" begründete der Amtsarzt seine Einschätzung damit, dass allein in der vergangenen Nacht 1.400 Labormeldungen eingegangen seien. Das Überschreiten der 1.000er-Marke sei eine "konservative" Schätzung, so Savaskan weiter. Im schlimmsten Fall könne der Wert auch weit über der 1.000 liegen. 

In den kommenden Wochen rechnet der Amtsarzt nicht mit einer Entspannung: Demnach werde sich seiner Prognose zufolge der Inzidenzwert in Berlin um die 1.000er-Marke einpendeln, "plus minus 150".

Mit einer Inzidenz von 511,5 ist Berlin derzeit nach Bremen das Bundesland mit der zweithöchsten Zahl an Neuinfektionen im Verhältnis zur Einwohnerzahl. 

Inzidenz springt auf 511,5 – fast 6.000 Neuinfektionen

Die Infektionszahlen mit dem Coronavirus haben sich in Berlin weiter verschärft. Innerhalb eines Tages wurden 5.961 Neuinfektionen gemeldet, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitagmorgen hervorgeht. Innerhalb von sieben Tagen steckten sich damit rechnerisch 511,5 Menschen pro 100.000 Einwohner nachweislich mit dem Virus an. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz ist damit erneut sprunghaft angestiegen.

Am Donnerstag hatte der Wert noch bei 416,9 gelegen. Nach den Feiertagen lagen die Werte noch unter 300. Das Institut hatte darauf verwiesen, dass für die Feiertage von einer geringeren Test- und Meldeaktivität auszugehen sei. Die Daten ergäben damit vorübergehend "nur ein unvollständiges Bild der epidemiologischen Lage". Gemeldet wurden auch drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19.

6. Januar: Berliner Inzidenz schnellt in die Höhe 

Die Corona-Inzidenz in Berlin nimmt weiter rasch zu. Nach den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) lag der Wert am Donnerstag bei 416,9. Am Vortag waren es noch 336,3 gewesen. Nach den Feiertagen mit unvollständigen Messungen lagen die Werte noch unter 300. Die Zahl gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen nachweislich neu mit dem Coronavirus infiziert haben.

Das Institut hatte darauf verwiesen, dass für die Feiertage von einer geringeren Test- und Meldeaktivität auszugehen sei. Die Daten ergäben damit "nur ein unvollständiges Bild der epidemiologischen Lage".

Laut RKI wurden 5.430 neue Infektionen registriert. Die Gesamtzahl aller nachgewiesenen Fälle seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 344.637. Es gab vier neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Seit Beginn der Pandemie sind damit 4.029 Menschen in Berlin im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben.

5. Januar: Gesundheitssenatorin Gote erwägt Booster-Pflicht für Restaurantbesuche

Berlins Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) hat angesichts der stark steigenden Zahl der Neuinfektionen eine Verschärfung der Corona-Auflagen etwa für Restaurants ins Spiel gebracht. "Dann müssen wir darüber reden, wie es generell in der Gastronomie weitergeht und ob wir eine Zulassung nur noch für Geboosterte erlauben oder mit Test. Das wird die Überlegung sein", sagte die Grünen-Politikerin im RTL/ntv Frühstart. Man müsse inzwischen wissen, dass man bei der Omikron-Variante nur noch mit Auffrischungsimpfung vollständig geimpft sei, so Gote.

Über einen vollständigen Lockdown denke man in Berlin derzeit zwar nicht nach, die 56-Jährige fordert aber eine verschärfte Maskenpflicht. "Ganz wichtig ist, dass wir beim Tragen der Masken nochmal deutlich konsequenter werden", sagte Gote. "Ich kann mir vorstellen, dass es zu einer Vorschrift im ÖPNV und auch im Einzelhandel kommt, wirklich die besseren FFP2-Masken zu tragen." 

4. Januar: Omikron in Berlin nun vorherrschende Variante

Die Omikron-Variante des Coronavirus ist nun auch vollständig in der Hauptstadt angekommen. Der Anteil liege in Berlin derzeit bei 43,5 Prozent, sagte Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) am Dienstag bei einer Pressekonferenz des Berliner Senats. 

Der Anteil sei etwas höher als der der Delta-Variante, was bedeute, dass die Omikron-Variante nun auch in Berlin vorherrschend sei, so Gote. Wegen der Feiertage seien jedoch auch diese Zahlen unter Vorbehalt und müssten gegebenenfalls noch einmal nachgeschärft werden. 

Weil die Omikron-Variante eine deutlich höhere Übertragbarkeit aufweist als Delta, erwartet Berlins Gesundheitssenatorin in den kommenden Tagen und Wochen einen deutlichen Anstieg der Corona-Neuinfektionen. 

3. Januar: Schulbetrieb startet mit täglichen Corona-Tests

Nach dem Ende der Weihnachtsferien beginnt in den Berliner Schulen heute der Unterricht wieder. Dabei gilt Präsenzpflicht, die Schülerinnen und Schüler müssen in der Schule erscheinen. Ein regelmäßiger Wechsel mit digitalem Lernen zu Hause ist nach Angaben der Senatsverwaltung für Bildung zunächst nicht geplant. Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse hatte am Donnerstag gesagt, sie setze auf Präsenzpflicht so lange wie möglich. Nach ihrer Überzeugung hat der Präsenzunterricht klare Vorteile im Vergleich zum Wechselunterricht.

In der ersten Unterrichtswoche sind allerdings Corona-Tests an jedem Tag Pflicht, nicht zuletzt wegen der Omikron-Variante, die sich auch in Berlin weiter ausgebreitet hat. Die dafür nötigen Selbsttests werden nach Angaben der Bildungsverwaltung zur Verfügung gestellt. Bildungssenatorin Busse kündigte an, es bleibe allerdings dabei, dass es ab der zweiten Woche nach den Ferien wie zuvor nur drei Corona-Schnelltests geben solle.

Der Landeselternausschuss sieht den Schulbeginn nach den Weihnachtsferien mit Skepsis. Er hatte sich dafür ausgesprochen, die Präsenzpflicht auszusetzen und das tägliche Testen nicht auf eine Woche zu beschränken. Für tägliches Testen ist auch die Bildungsgewerkschaft GEW in Berlin, die allerdings gegen die Aufhebung der Präsenzpflicht ist.

30. Dezember: Berliner Clubs starten im Januar Impfaktion

Mehrere Berliner Clubs wollen vom 3. bis 9. Januar eine Möglichkeit zum Impfen gegen Corona anbieten. Dabei machen Clubs wie der Klunkerkranich, ://about blank, Mensch Meier und der Sage Beach mit. Etwa 4.500 Menschen können dann dort ihre erste, zweite oder die Booster-Impfung bekommen, wie die Clubcommission als Dachorganisation am Donnerstag mitteilte. Termine können online gebucht werden – als Impfstoff gibt es Biontech und Moderna.

"Gerade jetzt, wo Omikron bevorsteht, zählt: Jede rechtzeitig verabreichte Impfung entlastet die Intensivstationen und rettet Menschenleben", erklärte Sascha Disselkamp, Betreiber des Sage Beach. "Wenn unsere Clubs einen Beitrag dazu leisten können, die nächste Welle ein wenig abzuflachen, sind wir sofort dabei."

In Berlin gilt ein Tanzverbot. An Normalbetrieb sei vorerst nicht zu denken, die Clubs seien fast ausnahmslos geschlossen, heißt es in der Mitteilung. In der Pandemie waren Szene-Orte auch schon Testcenter. Es gab bereits "Berliner Impfnächte" und ein Modellprojekt mit PCR-Tests, das zeigen sollte, wie sicheres Feiern funktionieren könnte.

30. Dezember: Schule in Berlin mit Präsenzpflicht und täglichen Tests

Wenn in Berlin am Montag der Unterricht wieder beginnt, gilt in den Schulen weiterhin Präsenzpflicht. Eltern können nicht wie in früheren Phasen der Corona-Pandemie selbst entscheiden, ob sie ihr Kind zur Schule schicken oder nicht. "Es geht in voller Präsenz los", sagte Berlins neue Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse (SPD) am Donnerstag. "Und darüber bin ich auch sehr froh." Am Vormittag hatte sich die Senatorin mit den Mitgliedern des Hygienebeirats zu dem Thema ausgetauscht.

Busse kündigte an, es bleibe wie geplant dabei, in der ersten Woche nach den Ferien fünf Corona-Schnelltests anzubieten. "Wir gehen in der zweiten Woche dann auf drei Mal." Der Landeselternausschuss und die Gewerkschaft GEW hatten sich dafür ausgesprochen, die fünf wöchentlichen Tests nicht auf eine Woche zu beschränken. Die Elternvertreter hatten auch dafür geworben, nicht an der Präsenzpflicht festzuhalten.

29. Dezember: Neues Kinderimpfzentrum im IKEA Lichtenberg

Für Kinder zwischen fünf und elf Jahren gibt es ab dem heutigen Mittwoch ein weiteres Impfangebot in Berlin: Ab 11 Uhr eröffnet im Einrichtungshaus IKEA in Lichtenberg ein Kinderimpfzentrum. Das teilte das zuständige Bezirksamt am Dienstag mit. Man brauche mehr dezentrale Angebote und müsse die Impfungen zu den Menschen bringen, sagte Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Linke) der "Berliner Zeitung".

Die Impfeinrichtung befindet sich im Erdgeschoss des Möbelhauses und wird im Auftrag der Senatsverwaltung für Gesundheit von der Johaniter-Unfallhilfe-Berlin betrieben. Verimpft wird das Vakzin von Biontech; geöffnet ist Montag bis Samstag in der Zeit von 11:00 bis 18:30 Uhr.

28. Dezember: Berliner Senat warnt vor Aussagekraft der Corona-Zahlen

Der Berliner Senat hat auf seiner Internetseite darauf hingewiesen, dass die vermeldeten Corona-Zahlen nur eine begrenzte Aussagekraft haben. Am Montag hatten nur drei der Berliner Bezirke die Infektionszahlen gemeldet. Wie viele der zwölf Berliner Bezirke überhaupt Daten übermittelt haben, war am frühen Dienstagmorgen noch unklar. 

Auch das RKI wies am Dienstag erneut darauf hin, dass während der Feiertage und zum Jahreswechsel mit einer geringeren Test- und Meldeaktivität zu rechnen sei. Die ausgewiesenen Daten könnten deswegen nur "ein unvollständiges Bild der epidemiologischen Lage" ergeben.

27. Dezember: Kontaktbeschränkungen ab Dienstag in Berlin

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus werden Kontakte im privaten und öffentlichen Leben weiter eingeschränkt. Ab dem 28. Dezember gilt bei privaten Treffen generell eine Obergrenze von zehn Personen – auch für Geimpfte und Genesene. Ausgenommen sind Kinder unter 14 Jahren.

23. Dezember: Berliner Senat beschließt Ansammlungsverbot zu Silvester 

Wegen der Corona-Pandemie gilt in Berlin zum Jahreswechsel an bestimmten Orten ein Ansammlungsverbot und ein Feuerwerksverbot. Das beschloss der Senat am Donnerstag. Nach den Worten der Regierenden Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) wurden 53 Areale festgelegt, wo die neue Regelung greifen soll.

Darunter sind zahlreiche bekannte Feier- und Party-Hotspots in Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln, aber auch Straßen und Plätze in etlichen anderen Bezirken. Giffey zufolge sollen für professionelle Feuerwerke nach behördlicher Genehmigung Ausnahmen möglich sein.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deKlingel

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: