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Zahl der Ukraine-Flüchtlinge steigt rasch

Von dpa
17.03.2022Lesedauer: 3 Min.
Regina Kraushaar
Präsidentin der Landesdirektion Sachsen Regina Kraushaar. (Quelle: Oliver Killig/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
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Sachsen muss auf eine stark wachsende Zahl von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine reagieren und dabei auch mit den Sorgen Betroffener umgehen. So gebe es bei manchen Vorbehalte gegen ihre Verteilung aus Großstädten auf die Landkreise, berichtete Regina Kraushaar, Präsidentin der Landesdirektion Sachsen am Donnerstag in Dresden. Dahinter stehe wohl die Befürchtung, später einmal nicht schnell genug in die Heimat zurückkehren zu können. Zudem würden viele Vertriebene in Familienverbünden mit 10 bis 15 Leuten kommen und auch zusammenbleiben wollen. Es gebe große Dankbarkeit und den Wunsch, auch etwas zurückzugeben und hier zu arbeiten.

Kraushaar ging auch auf Kritik ein, wonach sich Bund, Länder und Kommunen bei der Aufnahme Geflüchteter die Verantwortung zuschieben. Sie habe momentan nicht das Empfinden, dass etwas versäumt oder vernachlässigt werde, sagte die Präsidentin. Sie sprach sich für klare Zuständigkeiten aus: "Wenn alle alles machen, wird es Mist." Man habe aber im Moment "nicht das Problem, dass jemand kein Dach über dem Kopf hat".

Gleichwohl gelte es, Dinge vernünftig zu regeln. Als Beispiel nannte sie unter anderem den Umstand, dass Sonderzüge mit Flüchtlingen derzeit um 2 Uhr in der Nacht in Görlitz eintreffen: "Das ist Frauen und Kindern eigentlich nicht zuzumuten." Sie hätten Weinkrämpfe. Die Ankommenden müssten dann bis zum nächsten Morgen betreut werden.

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Nach Angaben der Landesdirektion sind bisher rund 3530 Flüchtlinge aus der Ukraine in sächsischen Aufnahmeeinrichtungen untergekommen, darunter 1235 Frauen und knapp 1100 Kinder. Wie viele insgesamt nach Sachsen kamen, sei unklar. Sie hätten keine Wohnortauflage, könnten sich in der EU frei bewegen. Viele Vertriebene seien privat untergekommen.

Kraushaar zufolge würden manche auch nur ein oder zwei Nächte in Sachsen bleiben und dann weiterreisen. Sie habe eine Familie kennengelernt, die nach Spanien wollte. Zunächst soll bis 27. März täglich ein Sonderzug von Görlitz bis zur Leipziger Messe fahren - mit Halt an den Hauptbahnhöfen Dresden und Leipzig.

Nach dem Königsteiner Schlüssel, der die Verteilung von Dingen unter den 16 Bundesländern regelt, hat Sachsen knapp fünf Prozent der nach Deutschland kommenden Ukrainer aufzunehmen. Ihre Verteilung auf die Landkreise scheint bisher eher schleppend zu laufen.

Laut Statistik sollten diese Woche 200 Flüchtlinge auf die Landkreise Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Meißen, Bautzen und Mittelsachsen aufgeteilt werden. 162 seien bereit gewesen, sich verlegen zu lassen, hieß es. In der vergangenen Woche wurden gut 300 Menschen umverteilt. Derzeit gibt es noch 3000 freie Plätze in Einrichtungen, die ausschließlich Ukraine-Flüchtlingen dienen. Bei 71 Flüchtlinge wurde eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt.

Nach Darstellung von Kraushaar läuft die Registrierung Geflüchteter an 14 Stellen in Sachsen, darunter in der Leipziger Messe. Der Bund habe dafür ein vereinfachtes Verfahren erlaubt. Es müssten nur noch vier Fingerabdrücke einer Hand genommen werden, unter 14-Jährige würden gar nicht registriert, bei ihnen reiche ein biometrisches Lichtbild. Man könnte davon ausgehen, dass es damit deutlich schneller gehe, in der Praxis sei das aber nicht so, sagte Kraushaar. Es gebe sehr viele Fragen und Sprachprobleme. In den seltensten Fälle würden Betroffene die englische Sprache beherrschen. Ihre Fragen würden oft weit über die Registrierung hinausgehen.

Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU) kündigte Hilfe für jene Flüchtlinge an, die wegen des Krieges ihr Studium in der Ukraine unterbrechen mussten. Für sie soll das Agricola-Stipendium geöffnet werden, das ursprünglich nur für Studierende aus Polen, Tschechien, der Slowakei und Ungarn gedacht war. Darüber könnten sie pro Monat bis zu 480 Euro im Vollzeitstudium und bis zu 450 Euro im Kurzzeitstudium erhalten.

Die Studentenwerke seien in die Unterbringung Geflüchteter und ihre Versorgung mit Essen eingebunden, sagte Gemkow. Man wolle Studierende aus der Ukraine in einem frühen Stadium ansprechen und ihnen Angebote unterbreiten. Dafür gebe es an den einzelnen Hochschulen zentrale Ansprechpartner. Zudem werde man einen Fragen-und Antworten-Katalog erarbeiten und demnächst freischalten.

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