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Ein riskantes Spiel

Von Patrick Mayer

Aktualisiert am 02.08.2022Lesedauer: 4 Min.
Der erhoffte Mega-Transfer: Sadio Mané (M.) bei seiner Vorstellung in München.
Der erhoffte Mega-Transfer: Sadio Mané (M.) bei seiner Vorstellung in München. (Quelle: IMAGO/Philippe Ruiz)
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Der FC Bayern agiert in diesem Sommer aggressiv auf dem Transfermarkt. Den Münchnern geht es dabei um mehr als nur um Tore.

Spätestens diese Personalie zeigt, wie ernst es der FC Bayern meint: Die Münchner verpflichten den Chefscout von Borussia Dortmund, Markus Pilawa. Der BVB, der größte nationale Herausforderer, war derart überfordert, dass der Klub Pilawa kurzerhand freistellte.

Der Analyst, der seit 2012 bei der Borussia wirkte, sollte eigentlich Sebastian Kehl zuarbeiten. Der neue Sportdirektor war am Donnerstag selbst in München, auf dem Sommerfest einer Sportmarketingagentur. Ob er seinen Unmut an der Säbener Straße kundtat, wo die Bayern beheimatet sind, ist nicht überliefert.

"Wir haben höchste Ansprüche"

Fakt ist: Nachdem der BVB mit den Verpflichtungen von Niklas Süle (vom FC Bayern), Karim Adeyemi (RB Salzburg), Nico Schlotterbeck (SC Freiburg) und schließlich dem inzwischen wegen eines Hodentumors operierten Sébastien Haller (Ajax Amsterdam) eindrucksvoll vorgelegt hatte, schlug der deutsche Rekordmeister noch beeindruckender zurück. Matthijs de Ligt (von Juventus Turin) soll Abwehrchef werden, Sadio Mané (FC Liverpool) einen Teil der Tore von Robert Lewandowski (zum FC Barcelona) kompensieren.

Bayern-Vorstandschef Kahn: "Ausrufezeichen setzen."
Bayern-Vorstandschef Kahn: "Ausrufezeichen setzen." (Quelle: IMAGO/Philippe Ruiz)
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Hinzu kommen Supertalent Mathys Tel (Stade Rennes) sowie das Ajax-Duo Noussair Mazraoui und Ryan Gravenberch. Für all diese Spieler gab der FC Bayern insgesamt 137,5 Millionen Euro aus – mögliche Boni noch nicht mit eingerechnet. "Wir haben weiter höchste Ansprüche und diesen stellen wir uns auch in Zukunft. Jetzt war es an der Zeit, auf dem Transfermarkt Ausrufezeichen zu setzen", erklärte Vorstandsboss Oliver Kahn selbstbewusst: "Wir als FC Bayern wollen weiter zu den Top-vier-Mannschaften in Europa gehören."

Kahn ließ weitere Einkäufe offen. So mutmaßte Dortmund-Chef Hans-Joachim Watzke im Gespräch mit Sky, dass es das noch nicht gewesen ist mit Münchner Transfers, "wenn ich so auf Twitter den Optimismus von Salihamidzic Junior und Ähnliches lese". Nachdem der Serienmeister einzig für den 17-jährigen Tel rund 28,5 Millionen Euro Ablöse ausgab, wurde zudem eifrig spekuliert, ob die Bayern jetzt die 200-Millionen-Euro-Schallmauer in Angriff nehmen.

94,5 Millionen Euro wären möglich

Es ist – bei all dem Jubel um die Neuen – ein riskantes Spiel. Im November betrug das liquide Umlaufvermögen 209 Millionen Euro, während dem Klub in der Corona-Pandemie eigenen Angaben zufolge mehr als 150 Millionen Euro Umsatz entgingen. Jetzt muss die Rechnung aufgehen und Erfolg her – vor allem Prämien in der Champions League. Laut Recherchen des WDR gibt es für den Einzug ins Achtelfinale 9,6 Millionen Euro, für das Viertelfinale 10,6 Millionen Euro, für das Halbfinale 12,5 Millionen Euro und für den Einzug ins Finale 15,5 Millionen Euro. Die Münchner "tz" rechnet vor, dass bei einem Sieg in der Königsklasse dank des Zehn-Jahres-Koeffizienten insgesamt 94,5 Millionen Euro Einnahmen möglich wären. Jedes Heimspiel spült zudem mindestens 2,5 Millionen Euro durch Ticketing und Verpflegung der Fans in die Kassen.

In dieser Gemengelage spielen die Münchner munter die ganz großen Namen. So bestätigten die Bayern Gedankenspiele zum englischen Torjäger Harry Kane (Tottenham Hotspur). Und kürzlich versicherte Kahn zu Cristiano Ronaldo: "Wir haben das Thema diskutiert – sonst würden wir unseren Job nicht gut machen. Ich persönlich finde, dass Cristiano Ronaldo einer der größten Fußballer ist, die es jemals auf diesem Planeten gab. Aber wir kamen zu dem Schluss, dass er bei aller Wertschätzung von uns allen in der aktuellen Situation nicht zu unserer Philosophie gepasst hätte."

Superstar Cristiano Ronaldo: Die Bayern "haben das Thema diskutiert."
Superstar Cristiano Ronaldo: Die Bayern "haben das Thema diskutiert." (Quelle: IMAGO/John Bradley)

Er, Weltstar CR7, will angeblich seine einstige Liebe Manchester United unbedingt verlassen. Wie die britische "Times" schreibt, bietet sein Berater den Bayern den Europameister von 2016 beharrlich an. In die Argumentationskette passt, dass der Angreifer angeblich in allen großen Ligen Titel gewinnen will. Nachdem ihm das mit ManUnited in der Premier League (2007, 2008, 2009), mit Juventus Turin in der italienischen Serie A (2019 und 2020) und mit Real Madrid in Spanien (2012 und 2017) gelungen war.

Hoeneß' Aussagen lassen tief blicken

Hinter dem prominenten Namenskarussell steht dem Vernehmen nach das Bestreben der Bayern, für die besten Spieler der Welt attraktiv zu bleiben. Es heißt, sowohl Vereinsmitarbeiter als auch Ehrenpräsident Uli Hoeneß hätten verwundert zur Kenntnis genommen, dass Kahn den FC Villarreal (0:1, 1:1) nach dem unerwarteten Champions-League-Aus so stark geredet hatte. Einen Klub, der normalerweise nicht im Regal eines FC Bayern zu verorten ist. Auch Aussagen von Hoeneß lassen tief blicken. Der Vereinspatron hat seine anfängliche Zurückhaltung nach dem Rückzug aus dem operativen Geschäft abgelegt. Er gibt stattdessen als Aufsichtsrat Ratschläge am Fließband.

"Wenn die Bundesliga – das gilt nicht für Bayern München – nicht darüber nachdenkt, die 50+1-Regel aufzulösen, werden wir große Probleme haben, auf Dauer international mithalten zu können", erklärte der Schwabe der Redaktionskooperation G14plus. Hoeneß bemängelte eine "Diskrepanz zwischen dem deutschen Fußball, dem französischen – mit Ausnahme von Paris Saint-Germain – und teilweise dem italienischen gegenüber Ländern, die vor allem arabisches Geld, aber auch amerikanisches in Milliardenhöhe haben". Geld, mit dem Klubs wie Manchester City oder Inter Mailand Ablösen sowie Gehälter ungehemmt in die Höhe treiben. Wegen besagter 50+1-Regelung, die den Einfluss externer Investoren im deutschen Fußball begrenzt, hat Bayern Mühe, Schritt zu halten.

Gerade aus diesem Grund heißt es an der Säbener nun Klotzen statt Kleckern. Denn: Zu den Argumenten für einen Topspieler zählt neben monetären Einkünften die Aussicht auf Erfolg. Und so befeuern die Münchner selbst eifrig die Transfergerüchte. Gerne auch mit den ganz großen Namen.

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Von Julian Buhl
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