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Schalke 04: Hälfte der Deutschen fordert Rücktritt von Clemens Tönnies

Rassistische Äußerungen  

Hälfte der Deutschen fordert Tönnies-Rücktritt bei Schalke

06.08.2019, 11:02 Uhr | t-online.de

 (Quelle: Revierfoto/imago images)

Clemens Tönnies: Der Schalke-Boss steht nach einer schlimmen rassistischen Entgleisung in der Kritik und muss um sein Amt bangen. (Quelle: Sport1)

Clemens Tönnies: Schalke-Boss steht nach Rassismus-Eklat in der Kritik

Der Aufsichtsratschef des FC Schalke hat mit seiner rassistischen Aussage für einen Aufschrei gesorgt. Muss der überzeugte Königsblaue bald gehen? (Quelle: Sport1)

Clemens Tönnies: Der Schalke-Boss steht nach einer schlimmen rassistischen Entgleisung in der Kritik und muss um sein Amt bangen. (Quelle: Sport1)


Am heutigen Dienstag tagt der Ehrenrat und entscheidet über die Zukunft von Clemens Tönnies bei Schalke 04. Wie eine exklusive Umfrage ergab, fordern viele Deutsche, dass der 63-Jährige selbst zurücktritt.

Rund die Hälfte der Deutschen ist der Meinung, dass Clemens Tönnies von seinem Amt als Aufsichtsratschef zurücktreten sollte. Das ergab eine repräsentative Befragung des Umfrageinstituts "Civey" im Auftrag von t-online.de (Zahl der Befragten: 5.004). 34,8 Prozent beantworteten die Frage "Sollte Clemens Tönnies Ihrer Meinung nach wegen umstrittenen Aussagen über Afrikaner als Aufsichtsratsvorsitzender des FC Schalke 04 zurücktreten?" mit "Ja, auf jeden Fall". Weitere 13,3 Prozent antworteten mit "Eher ja".

Anders sehen es insgesamt 36,7 Prozent. Sie sagen entweder "Nein, Tönnies sollte auf keinen Fall zurücktreten" (23,5 %) oder "Eher nein" (13,2 %). 15,2 Prozent der Befragten sind in der Sache unentschieden. 


Was war passiert?

In der vergangenen Woche hatte Tönnies beim "Tag des Handwerks" in Paderborn Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel kritisiert. Stattdessen solle man jährlich 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren. "Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn's dunkel ist, Kinder zu produzieren", sagte der 63-Jährige.

Anschließend hatte sich der Schalker Aufsichtsratschef für seine Aussagen entschuldigt. "Ich bin über mich selbst bestürzt, dass mir so etwas passieren konnte. Da hilft kein drum herum reden, da hilft auch keine Verschlimmbesserung, es war schlicht töricht", sagte er der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung".

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks, bei dessen "Tag des Handwerks" in Paderborn Tönnies sprach, distanzierte sich von den Äußerungen: "Jede Form von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus wird nachdrücklich abgelehnt. Im Handwerk arbeiten seit jeher Menschen aller Nationalitäten gut und produktiv zusammen", teilte eine Sprecherin auf Anfrage von t-online.de mit.


Am heutigen Dienstag tagt der Ehrenrat von Schalke 04 und entscheidet über die Amtsenthebung von Clemens Tönnies als Vorsitzender des Aufsichtsrats. Ob Tönnies einer möglichen Enthebung zuvorkommt und zurücktritt, ist offen. Da er aber "Wiedergutmachung" versprach, ist damit eher nicht zu rechnen.

Verwendete Quellen:

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