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Spektakel im Topspiel – FC Bayern ringt Wolfsburg nieder

Von sid, dd

Aktualisiert am 17.04.2021Lesedauer: 3 Min.
Eric Maxim Choupo-Moting (M.) beim Abschluss gegen die Wolfsburger Abwehr.
Eric Maxim Choupo-Moting (M.) beim Abschluss gegen die Wolfsburger Abwehr. (Quelle: /dpa-bilder)
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In einem kuriosen Bundesliga-Spitzenspiel setzt sich der FC Bayern beim VfL Wolfsburg durch. Von Beginn an entwickelt sich eine wilde Partie – mit dramatischen Fehlern und einem starken Youngster.

War das die Vorentscheidung um die deutsche Meisterschaft? Der FC Bayern München hat das Bundesliga-Spitzenspiel beim Tabellendritten VfL Wolfsburg mit 3:2 (3:1) gewonnen. Damit liegt die Mannschaft von Trainer Hansi Flick mit nunmehr 68 Punkten fünf Spieltage vor Saisonende sieben Zähler vor Verfolger RB Leipzig.


In Wolfsburg entwickelte sich eine kuriose Partie. Der erst 18-jährige Jamal Musiala wurde mit seinen zwei Toren (15., 37.) zum Matchwinner für die Gäste, dazu traf Eric Maxim Choupo-Moting (24.). Wout Weghorst (35.) und Maximilian Philipp (54.) brachten die Gastgeber zeitweise wieder heran, dazu hatten die Wolfsburger durchaus Chancen zum erneuten Ausgleich. Bitter dazu, dass der sonst so sichere VfL-Keeper Koen Casteels bei den ersten beiden Bayern-Toren patzte.

Niemand passte auf Musiala auf

Anders als in Leipzig erhofft, waren die in dieser Saison so lange konstanten und physisch starken Wolfsburger am Samstag aber keine Hilfe im Titelrennen. Denn nur eine Woche nach dem 3:4 bei Eintracht Frankfurt zeigte die statistisch noch vor den Bayern zweitbeste Defensive der Liga erneut ungewohnt große Schwächen.

Vor dem 0:1 tanzten Alphonso Davies und Musiala im Strafraum gleich vier Wolfsburger aus, ohne entscheidend gestört zu werden. Vor allem das 0:2 "kann man besser lösen, das weiß Koen selbst", sagte Sportdirektor Marcel Schäfer im Sky-Halbzeit-Interview. Und auch vor dem dritten Bayern-Tor passte im Strafraum niemand auf Musiala auf, was auch dem Flankengeber Thomas Müller die Gelegenheit gab, seinen nur zwei Minuten alten Abspielfehler vor dem 1:2 wieder gutzumachen.

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"Wenn du gegen eine Mannschaft wie Bayern München bestehen willst, musst du in jedem Moment hellwach sein", sagte Schäfer. Das war sein Team aber erst im zweiten Durchgang und damit zu spät. Da vergaben Weghorst (66.) und Jerome Roussillon (84.) sogar Chancen zum 3:3. Der vor zwei Wochen noch elf Punkte entfernte Champions-League-Rivale Borussia Dortmund droht am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) gegen Werder Bremen bis auf fünf Punkte an den VfL heranzukommen und ist dann am nächsten Samstag selbst zu Gast in der Volkswagen Arena.

Sané vergab Top-Chancen

Den Bayern wird es egal sein, wer ihnen in der nächsten Saison in die Champions League folgt. Dafür haben sie im Moment zu viele eigene Probleme. Die Frage, ob Flick in München bleibt oder vielleicht Bundestrainer wird, stand auch in Wolfsburg permanent im Raum. "Da muss ich nicht drauf antworten", sagte der 56-Jährige bei Sky auf die Frage, ob er nach dem Gewinn der Meisterschaft eine Entscheidung bekanntgeben werde.

"Wir haben eine wahnsinnig wichtige Woche mit drei Spielen vor uns." Zwei Siege gegen Bayer Leverkusen (Dienstag) und Mainz 05 (Samstag) vorausgesetzt, könnte der Titelgewinn bereits am nächsten Wochenende perfekt sein, falls die Leipziger in dieser Englischen Woche noch ein zweites Mal patzen sollten.

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Dass der Bayern-Sieg in Wolfsburg noch einmal in Gefahr geriet, lag neben der Leistungssteigerung des VfL vor allem an dem Chancenwucher des FCB. Ein drittes Musiala-Tor wurde in der 51. Minute erst von Maxence Lacroix auf der Torlinie verhindert. Und allein Leroy Sané vergab in dieser Partie vier gute Möglichkeiten (26./31./33./56.).

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  • Jannik Meyer
Von Jannik Meyer, Berlin
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