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Real Madrid hat keine Angst vorm brennenden Baum

Von t-online
28.04.2014Lesedauer: 3 Min.
Real Madrids Superstar Cristiano Ronaldo behauptet den Ball gegen Bayern Münchens Rafinha (li.) und Jerome Boateng.
Real Madrids Superstar Cristiano Ronaldo behauptet den Ball gegen Bayern Münchens Rafinha (li.) und Jerome Boateng. (Quelle: Sportimage/imago-images-bilder)
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Von Florian Haupt

Schöpfer der Kreation war diesmal der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern, Karl-Heinz-Rummenigge. Im Prinzip bediente er sich dabei aber nur einer Redewendung, die spätestens seit Jürgen Klinsmann im deutschen Fußball-Vokabular fest verankert ist (womit, ganz nebenbei, mal wieder die Behauptung widerlegt wäre, dieser hätte beim FC Bayern keine Spuren hinterlassen). Rummenigge also prophezeite beim Post-Partie-Bankett den Madrilenen für das Rückspiel ein Inferno und wählte zur Illustration auch die Formulierung, mit der einst Klinsmann seine "Jungs" während des "Sommermärchens" auf Betriebstemperatur brachte: "Da brennt der Baum".


Foto-Show: Alle Duelle zwischen dem FC Bayern und Real Madrid

Erst am 31. März 1976 kreuzen sich im Europapokal der Landesmeister erstmals die Wege der beiden Groß-Klubs. Im Halbfinal-Hinspiel in Madrid trennen sich beide Teams mit 1:1. Es war auch ein Duell zwischen dem Kaiser Franz Beckenbauer und dem Königlichen Günther Netzer.
"Alles, was wir geworden sind, alle Erfolge, haben wir nur dem Gerd zu verdanken", sagt Franz Beckenbauer immer wieder. Nicht übertrieben: Gerd Müller erzielt den einzigen Treffer im Hinspiel und ballert 14 Tage später beim 2:0-Sieg in München die Bayern im Alleingang ins Finale. Links im Bild: Uli Hoeneß.
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Der Satz kam auch in Spanien an, wo man eine vergleichbare Phrase nicht kennt, sondern höchstens brennende Wälder, die immer wieder Menschenleben kosten. Weshalb mit ein bisschen Google-Translator und ein bisschen Dramatisierung ein Satz fertig war, der martialisch genug klang, um am Freitag die Titelseiten der Madrider Sportpresse zu füllen: "In München werden sogar die Bäume brennen" oder "In München werden alle Bäume abgefackelt", hatte Rummenigge demnach gesagt.

"Hoffentlich brennen die Bäume, wenn wir wieder weg sind"

Für die brennenden Bäume war es der Beginn einer erstaunlichen Karriere. Seitdem vergeht rund um Real nämlich kaum noch ein Interview, eine Radiodebatte oder Zeitungsartikel, in dem es nicht zu einem gewichtigen Teil um sie geht.

Trainer Carlo Ancelotti, Erfinder der "Weihnachtsbaum"-Taktik, Autor des gleichnamigen Buches und also mit gewissen Kompetenzen in der Materie ausgestattet, äußerte sich respektvoll über die Naturgewalt: "Hoffentlich brennen die Bäume am Mittwoch, wenn wir wieder weg sind", sagte er. Sein Verteidiger Marcelo blieb pragmatisch: "Wenn in München die Bäume brennen, sollten sie die Feuerwehr rufen."

Real sieht das Momentum auf seiner Seite

Unausgesprochene Einigkeit herrscht darüber, sich von dem Schauspiel keine Angst einjagen lassen zu wollen. Oder keine zusätzliche Angst: Real hat von bisher zehn Gastspielen bei den Bayern neun verloren und eines remis bestritten, das ist unbehaglich genug. Allerdings waren die letzten sechs Ergebnisse in München (fünfmal 2:1, einmal 1:1) so knapp, dass sie Madrid diesmal zum Weiterkommen reichen würden. Die Geschichte erzählt vor dem Rückspiel also durchaus zwei Geschichten.

Hinzu kommt bei Real ein Gefühl, das Momentum auf der eigenen Seite zu haben. "Man merkt, dass es uns gerade gut geht", beschreibt Ancelotti die Stimmung im Team. Während die Bayern gerade jetzt in ihrer schwächsten Saisonphase zu stecken scheinen, glaubt man in Madrid, seine diversen Tiefpunkte schon überwunden zu haben. Die unangenehme 3:4-Heimniderlage gegen Barcelona vor gut einem Monat wurde durch den Pokalfinalsieg gegen den gleichen Gegner geheilt (2:1), der grauenhafte Auftritt beim 0:2 in Dortmund im Viertelfinalrückspiel der Champions League durch den Hinspielerfolg gegen die Bayern aus dem Gedächtnis gestrichen.

Ancelotti setzt auf psychologischen Aspekt

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Wenn sie an Deutschland denken, dann lieber nicht an den BVB – auch wenn die Partie dort mangels brennender Bäume "im Vergleich angenehm gewesen sein wird", wie Rummenigge prophezeit – sondern an Schalke. Beim eleganten 6:1-Auswärtssieg trafen die Stürmer Cristiano Ronaldo, Gareth Bale und Karim Benzema je zwei Mal. "Unser bestes Champions-League-Spiel der Saison", findet Ancelotti.

Damals zeigte Real perfekten Konterfußball, so wie in jener 19. Minute des Bayern-Hinspiels, als Benzema beim ersten Angriff der Madrilenen gleich die Führung erzielte. Es war der Moment, als sie ihren immensen Respekt abwarfen, der Moment, in dem sie zu glauben begannen, dass nach drei Halbfinalniederlagen in Folge diesmal der nächste Schritt gelingen könnte. "Im aktuellen Stadium des Wettbewerbs ist der psychologische Aspekt wichtiger als der taktische", sagt Ancelotti.

In diesem Punkt ist Rummenigge wohl ganz bei ihm, daher seine Baumbrand-Rede, die ja vor allem dem Zweck diente, die eigenen Spieler wieder aufzubauen. Ihre weiteren Effekte wird man am Dienstagabend sehen. Nicht auszuschließen, dass ein paar spanische Reporter vorher noch die Umgebung der Arena daraufhin absuchen, was es mit diesen brennenden Bäumen denn nun auf sich hat.

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