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Deutschland gegen Niederlande: Diese Holland-Stars bräuchte die DFB-Elf

Vor Duell mit DFB-Team  

Diese Holland-Stars könnte Löw gut gebrauchen

Von David Digili, Noah Platschko

24.03.2019, 10:42 Uhr
Deutschland gegen Niederlande: Diese Holland-Stars bräuchte die DFB-Elf. Last-Minute-Treffer: Virgil van Dijk traf für die Niederlande gegen das DFB-Team. (Quelle: imago images/Kolvenbach)

Last-Minute-Treffer: Virgil van Dijk traf für die Niederlande gegen das DFB-Team. (Quelle: Kolvenbach/imago images)

Im vergangenen Jahr verlor die Nationalmannschaft mit 0:3 in Amsterdam. Am Sonntag steht im Rahmen der EM-Qualifikation das Wiedersehen mit Oranje an. Die Elftal hat Spieler, die auch der Nationalelf gut tun würden. 

Gleich zu Beginn die Frage aller Fragen: Können wir von Oranje lernen? Die Niederländer haben eine Mannschaft, die so stark ist wie seit Jahren nicht mehr: Jung, technisch beschlagen, zweikampfstark, mit Spaß am Kombinationsspiel, kämpferisch. Bester Beweis: Das 3:0 gegen die DFB-Elf letzten Oktober.

Koeman brachte die Elftal auf Kurs

Dabei sah es seit der WM 2014 düster aus für die Elftal – nach Platz drei beim Turnier in Brasilien wurden zwei Großereignisse in Folge verpasst, bei der EM in Frankreich und der WM in Russland mussten die Niederlande zuschauen, verschlissen in dem Zeitraum mit Guus Hiddink, Danny Blind, Fred Grim und Dick Advocaat vier Trainer.


Doch Spielerlegende Ronald Koeman brachte nach Amtsantritt im März 2018 die Mannschaft wieder auf Kurs, formte binnen kurzer Zeit einen Kader, der begeisternden und erfolgreichen Fußball spielen kann. Von bisher elf Spielen gingen nur zwei verloren, die letzte Pleite (1:2 bei Weltmeister Frankreich) gab es im letzten September.
Und: Die Niederlande haben einige Spielertypen, die auch die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw für die Zukunft brauchen könnte.

Der Überblick:

Abwehrzentrum: Mathijs DeLigt / Virgil van Dijk

Seit der Ausbootung von Mats Hummels und Jerome Boateng scheinen Niklas Süle und Antonio Rüdiger in der Innenverteidigung gesetzt – doch absolute Spitze verkörpern beide (noch) nicht. Koeman kann in der Innenverteidigung dagegen auf gleich zwei Weltklassespieler setzen:

De Ligt spielt mit erst 19 Jahren sowohl im Verein bei Ajax Amsterdam als auch in der Nationalelf wie ein alter Hase, ist unglaublich abgeklärt, zweikampfstark, sowohl schnell als auch technisch beschlagen für einen Verteidiger. "Er wird der beste Verteidiger der Welt", prophezeite ihm Koeman. Bei Ajax ist er schon jetzt Kapitän, Top-Klubs wie der FC Barcelona oder auch der FC Bayern wollen ihn unbedingt verpflichten – er wird teuer!

Machten gegen Deutschland nicht nur Timo Werner (li.) das Leben schwer: Van Dijk (M.) und de Ligt. (Quelle: imago images/Bernd Müller)Machten gegen Deutschland nicht nur Timo Werner (li.) das Leben schwer: Van Dijk (M.) und de Ligt. (Quelle: Bernd Müller/imago images)

Van Dijk ist dagegen schon der teuerste Abwehrspieler der Fußballgeschichte. 84,5 Millionen Euro legte der FC Liverpool für Jürgen Klopps Wunschspieler auf den Tisch – und van Dijk ist jeden Cent wert. Der 27-Jährige ist der Anker, die unüberwindbare Abwehr-Wand sowohl bei den "Reds" als auch bei "Oranje". Der 1,93-Meter-Hüne ist auch offensiv stark, traf im November gegen Deutschland in der Nachspielzeit per Kopf zum 2:2. Und hatte auf der Gegenseite immer wieder mal ein Bein dazwischen oder war für die DFB-Angreifer Timo Werner und Leroy Sané Endstation.

Zentrales Mittelfeld: Frenkie de Jong

Aktuell ist Joshua Kimmich im DFB-Mittelfeld neben Toni Kroos gesetzt – obwohl er sich beim FC Bayern zu einem der besten Rechtsverteidiger der Welt entwickelt hat. Gegen Serbien spielte zuletzt Leipzigs Lukas Klostermann auf Rechts, Kimmich erneut zentral.

Schaltzentrale: Frenkie de Jong. (Quelle: imago images/VI Images)Schaltzentrale: Frenkie de Jong. (Quelle: VI Images/imago images)

De Jong ist das Juwel im Mittelfeld der Niederlande. Der 21-Jährige spielt schon jetzt mit dem Selbstvertrauen eines Weltstars, sicher am Ball, mit der nötigen Physis, um sich auch körperlich durchzusetzen – und sah trotzdem in bisher 39 Pflichtspielen 2018/19 nur zwei Gelbe Karten.

Löw fehlen Persönlichkeiten, die mitreißen

Im defensiven Mittelfeld bei Ajax Amsterdam ist er die Schaltzentrale und Führungsfigur, treibt mit seinen Dribblings und Vorstößen die Offensive voran. Im Sommer wechselt de Jong für 75 Millionen Euro zum FC Barcelona – nicht ohne Grund. "Er ist einfach etwas Besonderes", schwärmte Koeman kürzlich.

Bundestrainer Löw hat im zentralen Mittelfeld aktuell die Wahl zwischen Kroos, Ilkay Gündogan, Leon Goretzka und dem jungen Maximilian Eggestein – bei aller spielerischen Klasse: Persönlichkeiten, die durch ihr Auftreten ihre Teamkollegen mitreißen, sind sie nicht. Auch deswegen spielt Kimmich auf der Sechs – mit einem de Jong im Kader aber könnte er Deutschland wieder auf Rechts mit seiner Weltklasse unterstützen. 

Sturm: Memphis Depay

Mit Timo Werner ist derzeit Leipzigs Toptorjäger im Sturmzentrum des Nationalteams gesetzt. Der pfeilschnelle 23-Jährige kann brandgefährlich hinter der Abwehrkette agieren und tempo aufnehmen, allerdings ist er als physisch schwacher Zielspieler eher ungeeignet.

Insbesondere gegen tief stehende Gegner sind Werners Qualitäten damit weniger gefragt. Schon bei der WM in Russland wich der Ex-Stuttgarter immer wieder auf die Außen aus. Hinsichtlich der defensiv orientierten Gegner in der EM-Qualifikation könnte Werner damit auf verlorenem Posten stehen.

Offensivstark: Memphis Depay. (Quelle: imago images/Pro Shots)Offensivstark: Memphis Depay. (Quelle: Pro Shots/imago images)

Depay glänzt als Top-Scorer

Einer, der für solche Spiele perfekt geeignet wäre ist Memphis Depay. Der 25-Jährige von Olympique Lyon besticht durch eine sehr gute Technik – und bringt die Physis mit, die Werner abgeht. In der Liga glänzt Depay derzeit nicht nur als Knipser (6 Treffer), sondern auch als Assistgeber (8 Vorlagen). 

Der einzige Deutsche, der die Depay-Rolle übernehmen könnte, wäre derzeit wohl Bremens Max Kruse. Der Ex-Wolfsburger und Gladbacher spielt in den Planungen des Bundestrainers derzeit allerdings keine Rolle. 

Verwendete Quellen:

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