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Nordkorea gegen Südkorea: So lief die historische Partie

Von sid, t-online
15.10.2019Lesedauer: 2 Min.
Heung Min Son: Der südkoreanische Nationalspieler nahm einen Punkt aus Nordkorea mit.
Heung Min Son: Der südkoreanische Nationalspieler nahm einen Punkt aus Nordkorea mit. (Quelle: VCG/imago-images-bilder)
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Das erste Aufeinandertreffen der beiden koreanischen Staaten in Pjöngjang seit 29 Jahren endet mit einem torlosen Remis. Zuschauer sind nicht zugelassen – einen prominenten Gast hat die Partie dennoch.

Die südkoreanische Fußball-Nationalmannschaft hat im politisch höchst brisanten WM-Qualifikationsspiel in Nordkorea die Tabellenspitze in ihrer Gruppe behauptet. Die "Taeguk Warriors" um den ehemaligen Bundesliga-Profi Heung-Min Son trennten sich in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang im leeren Kim-Il-Sung-Stadion 0:0 von ihrem Bruderstaat. Damit steht Südkorea nach dem dritten Spieltag in Gruppe H mit sieben Punkten weiter vor den punktgleich zweitplatzierten Nordkoreanern.

Die Partie, zu der keine Zuschauer zugelassen waren und die nicht im Fernsehen übertragen wurde, war das erste Pflichtspiel beider Länder auf nordkoreanischem Boden. FIFA-Präsident Gianni Infantino verfolgte die Begegnung einem Bericht der französischen Nachrichtenagentur AFP zufolge auf der Tribüne. Der Funktionär war früher am Tag in Nordkorea eingetroffen, wie Videobilder zeigten.

Südkoreanischen Fans wurde das Visum verweigert

Beide Nationen ringen nach wie vor um eine politische Annäherung und befinden sich völkerrechtlich seit dem Koreakrieg (1950 bis 1953) im Kriegszustand. Nordkoreanische Waffentests belasten immer wieder das Verhältnis auf der koreanischen Halbinsel, auch die Bemühungen von US-Präsident Donald Trump, der Nordkoreas Machthaber Kim Jong-Un schon mehrmals persönlich getroffen hatte, brachten bislang nicht den erhofften Erfolg.

Im Vorfeld der Begegnung weigerte sich Nordkorea, Gespräche über die logistische Vorbereitung der Partie zu führen. Südkoreanische Fans und Journalisten erhielten kein Visum für die Begegnung. Die 55 Personen umfassende Delegation des südkoreanischen Teams war gezwungen, ihre Mobiltelefone vor der Abreise aus Peking in der südkoreanischen Botschaft vor Ort zu lassen.


Die weiteren Gegner beider Teams in Gruppe H sind Turkmenistan, der Libanon sowie Sri Lanka. Der Gruppensieger sowie die vier besten -zweiten aller acht Gruppen ziehen in die dritte Runde der asiatischen WM-Qualifikation ein.

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