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Erfolg über Kvitova: Japanerin Osaka zum ersten Mal Australian-Open-Siegerin

Erfolg über Kvitova  

Japanerin Osaka zum ersten Mal Australian-Open-Siegerin

26.01.2019, 14:23 Uhr | dpa

Erfolg über Kvitova: Japanerin Osaka zum ersten Mal Australian-Open-Siegerin. Naomi Osaka küsst die Trophäe nach ihrem Finalsieg über Kvitova.

Naomi Osaka küsst die Trophäe nach ihrem Finalsieg über Kvitova. Foto: Lukas Coch/AAP. (Quelle: dpa)

Melbourne (dpa) - Bei der Siegerehrung hatte Naomi Osaka den ersten Australian-Open-Titel und den Sprung auf Platz eins der Damen-Tennis-
Welt noch nicht verdaut.

Nur wenige Worte brachte die Japanerin nach dem hochklassigen und spannenden Finale gegen die Tschechin Petra Kvitova heraus, bei dem sie nach drei vergebenen Matchbällen erst im dritten Satz am Samstag dann die Nerven behielt.

"Ich dachte, das Match geht noch weiter. Ich stand noch unter Schock, als die Siegerehrung lief", sagte die 21-Jährige nach dem 7:6 (7:2), 5:7, 6:4 in Melbourne und ihrem zweiten Grand-Slam-Titel in Serie nach dem Gewinn der US Open. Da konnte sie dann schon wieder lächeln.

Bescheiden und fast unsicher nahm Osaka den Daphne Akhurst Memorial Cup von Ex-Siegerin Li Na aus China entgegen und entschuldigte sich: "Reden sind nicht meine Stärke. Ich hatte vorher Notizen gemacht, aber ich habe den Rest, den ich sagen wollte, vergessen." An die zuvor den Tränen nahe Kvitova gerichtet, meinte sie: "Ganz ehrlich, ich wollte nicht, dass das unser erstes Match wird."

Kvitova verpasste nach den Wimbledonsiegen 2011 und 2014 ihren dritten Grand-Slam-Titel. Die 28-Jährige wäre bei einem Sieg ihrerseits die neue Nummer eins geworden. Sie hatte erstmals wieder ein Grand-Slam-Endspiel erreicht, seit ein Einbrecher sie vor gut zwei Jahren schwer an der linken Schlaghand verletzt hatte.

Die knappe Niederlage, gegen die sie sich 2:27 Stunden lang gestemmt hatte, sei schmerzhaft, gestand Kvitova und erinnerte an ihre fünf vergebenen Breakchancen aus dem ersten Satz. "Heute tut es sehr weh. Aber ich glaube, ich habe schon vor zwei Jahren gewonnen", meinte sie mit etwas Abstand.

Bei der Siegerehrung erinnerte sie daran, dass nicht sicher gewesen sei, ob sie jemals wieder einen Tennisschläger würde halten können. "Ich kann nicht glauben, dass ich gerade wieder ein Grand-Slam-Finale gespielt habe. Es war ein großes Finale. Gut gemacht, Naomi, Glückwunsch zur Nummer eins", sagte Kvitova. Sie wäre die erste tschechische Siegerin in Melbourne seit 32 Jahren gewesen.

Für Osaka gebe es keine Limits nach oben, urteilte die deutsche Damen-Tennis-Chefin Barbara Rittner bei Eurosport: "Mit ihrem perfekten, druckvollen Spiel - wer soll sie schlagen?" So sah es auch ihr Herren-Amtskollege Boris Becker: "Sie kann die dominierende Spielerin der nächsten Jahre werden."

Die in den USA lebende Tochter eines Haitianers und einer Japanerin wird am Montag erstmals die Weltrangliste anführen - noch nie zuvor war ein Spieler oder eine Spielerin aus Asien in der Tennis-Historie die Nummer eins. Für ihren Triumph erhält Osaka umgerechnet knapp 2,6 Millionen Euro, bis er feststand, musste sie ordentlich zittern.

Bei idealen äußeren Bedingungen am Abend sahen die 15.000 Fans in der Rod-Laver-Arena im ersten Duell der beiden von Beginn an eine enge und intensive Partie, in der Osaka beim Stand von 5:3 im zweiten Satz und drei Matchbällen vor dem Sieg stand.

Die in Florida ansässige Japanerin, die auch die amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, war nach einem 0:2-Rückstand wieder 4:2 in Führung gegangen. Kurz nachdem zum australischen Nationalfeiertag im Stadtzentrum ein Feuerwerk abgebrannt worden war, wehrte Kvitova aber bravourös alle Chancen ab. Das zeigte Wirkung bei Osaka, die mit bis dahin ungewohnt vielen Fehlern den zweiten Durchgang abgab, sich aber wieder fing und schließlich die fünfte Chance zum Sieg nutzte.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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