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"Ich wache jeden Morgen mit akutem Herzpochen auf"

Von Maria Bode, Patrick Diekmann

Aktualisiert am 24.03.2020Lesedauer: 8 Min.
(Quelle: Corinna Radakovits / Dennis Krischker)
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Die Corona-Krise in Deutschland trifft freiberufliche K├╝nstler hart. Einige stehen vor dem Nichts, wachen jeden Morgen mit Existenz├Ąngsten auf. t-online.de sprach mit vier Betroffenen ├╝ber die Pandemie und ihre Folgen.

Kameraleute, DJs, Musicaldarsteller, Fotografinnen ÔÇô sie alle sorgen vorder- oder hintergr├╝ndig f├╝r unsere Unterhaltung. Meist arbeiten sie als Freiberufler, hangeln sich von Auftrag zu Auftrag. Durch das Coronavirus fallen Veranstaltungen aus, Klubs sind geschlossen, die Menschen ziehen sich zur├╝ck. Auch Dreharbeiten finden nicht statt. Selbstst├Ąndigen K├╝nstlerinnen und K├╝nstlern wurde durch die Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 v├Âllig unerwartet der Boden unter den F├╝├čen weggerissen.


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Wir haben mit vier Freischaffenden gesprochen. Sie arbeiten in unterschiedlichen Branchen, erz├Ąhlen unterschiedliche Geschichten. Aber in der Corona-Krise haben sie eines gemeinsam: Ihre Existenzen sind bedroht, viele stehen vor dem Nichts:

Iain Duncan (Musiker, 31)

Iain: Der 30-j├Ąhrige Berliner verdient sein Geld als freiberuflicher Musicaldarsteller.
Iain: Der 30-j├Ąhrige Berliner verdient sein Geld als freiberuflicher Musicaldarsteller. (Quelle: Corinna Radakovits)
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F├╝r dieses Jahr hatte der freiberufliche Musicaldarsteller Iain Duncan aus Berlin 126 Konzerte einer Musicalproduktion im Kalender stehen. Als Tournee und als Gastspiele, unter anderem in Berlin, Hamburg, aber auch in Belgien, den Niederlanden und Norwegen. Momentan wird keine der Shows zum angesetzten Datum stattfinden. "Ich stehe vor dem wirtschaftlichen Ruin", erkl├Ąrt Iain im Gespr├Ąch mit t-online.de.

"Es ist psychisch sehr belastend, weil die Existenznot allgegenw├Ąrtig ist. Man denkt dar├╝ber nach, was man verkaufen k├Ânnte, was man mit der Wohnung, dem Finanzamt, gespartem Geld machen k├Ânnte. Da ich auf relativ schmalem Fu├č lebe, kann ich kaum mehr Einschnitte machen. Ich k├Ânnte ein Zimmer untervermieten. Das w├Ąre so die einzige Option, die ich h├Ątte", erkl├Ąrt Iain.

Ein wenig Geld hat sich Iain in den vergangenen Monaten zur Seite gelegt. Hinzu kommt eine kleine Nebeneinkommensquelle. "Ich kann mich gl├╝cklich sch├Ątzen, weil ich von der GEMA etwas Geld f├╝r meine Songwriting-Aktivit├Ąten bekomme. Das wird mir auf jeden Fall helfen." Ein wenig Geld bekomme er zus├Ątzlich durch gestreamte Songs seiner fr├╝heren Band. Zudem arbeite er aktuell an einem Musikprojekt, das rein f├╝rs Streaming gedacht ist. Auch damit kann er Geld verdienen. Um die aktuellen monatlichen Fixkosten zu tragen, wird das aber kaum reichen. Im Gro├čen und Ganzen ist Iain auf sich allein gestellt. "Wenn ich zum Amt ginge, m├╝sste ich auf Hartz IV gehen, daf├╝r ist meine Wohnung zu gro├č, obwohl sie zu billig ist aufgrund des alten Mietvertrages. Um meine Existenz zu sichern, m├╝sste ich wieder meine WG gr├╝nden."

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In Berlin bekommen K├╝nstlerinnen und K├╝nstler nun zwar 5.000 Euro, die ihnen in dieser Zeit helfen sollen. Doch das wohl auch nur kurzfristig. Eine Sicherheit hat der 31-J├Ąhrige damit nicht. Die Krise k├Ânnte auch l├Ąnger dauern. Deshalb m├Âchte Iain etwas los werden. "Ich w├╝nsche mir, dass sich der Staat dem Ausma├č der Problematik bewusst wird. Der Staat muss verstehen, dass unser Wirtschaftszweig vom finanziellen Umfang so gro├č ist, dass so viele Existenzen und eine ganze nationale Identit├Ąt daran h├Ąngen. Eine Musikszene ist ja ein landeseigenes Kulturgut."

Auch an B├╝rgerinnen und B├╝rger m├Âchte er sich wenden: "Wenn mich Leute fragen, wie sie mir helfen k├Ânnen, w├╝rde ich sagen: Schmei├č' dein iPad an und streame irgendeine Musik, die du magst, von irgendeinem K├╝nstler, der es braucht. H├Âr den Song 20.000 Mal ÔÇô oder auch nur Nanosekunden. Das summiert sich." Au├čerdem k├Ânnen Leute die Kosten f├╝r Tickets von Liveveranstaltungen spenden, statt das Geld zur├╝ckzufordern.

Yasmina Aust (Fotografin, 31)

Yasmina Aust ist selbstst├Ąndige Fotografin. Seit Beginn der Corona-Krise kommen nur noch vereinzelt neue Auftr├Ąge herein. Es sei ein Totalausfall, sagt die 31-J├Ąhrige.
Yasmina Aust ist selbstst├Ąndige Fotografin. Seit Beginn der Corona-Krise kommen nur noch vereinzelt neue Auftr├Ąge herein. Es sei ein Totalausfall, sagt die 31-J├Ąhrige. (Quelle: Yasmina Aust)

Der Fr├╝hling kommt und mit dem Beginn der w├Ąrmeren Monate beginnt auch langsam die Hochzeitssaison. Seit Beginn der Corona-Krise ist unklar, ob viele der Hochzeiten in diesem Jahr ├╝berhaupt stattfinden k├Ânnen. Von den Auswirkungen sind zahlreiche Berufsgruppen betroffen: Veranstalter, Restaurants, Caterer, Musiker und auch Fotografen.

Yasmina Aust ist selbstst├Ąndige Fotografin. "In Berlin, Potsdam und auf der Welt", wie sie sagt. Yasmina arbeitet haupts├Ąchlich mit Menschen, macht Bilder von Paaren, Familien, Babys ÔÇô aber ihr zentrales Standbein sind vor allem Hochzeiten. Deshalb hat die Krise fatale Auswirkungen auf ihr Gesch├Ąft. "Ich wache jeden Morgen mit akutem Herzpochen auf, greife nach meinem Handy und checke meine E-Mails", beschreibt Yasmina ihren aktuellen Alltag. "Ich habe Angst, dass jetzt s├Ąmtliche Brautpaare ihre Anzahlung zur├╝ckhaben wollen. Dann w├Ąre ich in einer Existenznot und davor habe ich unfassbare Angst."

Vor der Krise lief ihr Gesch├Ąft gut, Yasmina bekam viele Auftr├Ąge, hatte die letzten Jahre kaum Urlaub oder Freizeit. Doch wie in anderen Berufen ist es als selbstst├Ąndige Fotografin schwer, R├╝cklagen zu bilden ÔÇô die technische Ausr├╝stung ist teuer und die laufenden Fixkosten lassen sich von einem Virus nicht beeindrucken. Beruflich, wie privat.

Die Pandemie kam pl├Âtzlich und die Aussicht auf den eventuellen Ausfall einer kompletten Saison bringt sie in Existenznot. "Man kann ja nicht davon ausgehen, dass ein Virus die Welt lahmlegt. Von jetzt auf gleich war es ein Totalausfall, es kommen keine Anfragen mehr rein", sagt die 31-J├Ąhrige. "Wenn uns die Krise noch ├╝ber den Sommer hinaus begleitet, w├Ąre das fatal f├╝r mich. Ich wei├č nicht, wie ich in zwei, drei Monaten ├╝berleben soll, wenn der Staat nicht eingreift, um zu helfen."

Yasmina versucht in der Corona-Krise positiv zu bleiben und die erzwungene Auszeit f├╝r sich zu nutzen.
Yasmina versucht in der Corona-Krise positiv zu bleiben und die erzwungene Auszeit f├╝r sich zu nutzen. (Quelle: Dennis Krischker)

Wie vielen Freiberuflern bleibt Yasmina aktuell nur die Hoffnung, dass die Krise vielleicht fr├╝her beendet ist, als von vielen Experten bef├╝rchtet. "Die Hochzeiten sind noch ein paar Wochen oder Monate hin. Deswegen habe ich die Hoffnung, dass alles bis dahin wieder gut wird." Sie versucht, optimistisch zu bleiben und die erzwungene Auszeit positiv zu sehen, weil sie in den letzten drei Jahren wenig Zeit zum Verschnaufen hatte. Doch durch die gegenw├Ąrtige Unsicherheit ist es schwer f├╝r die Fotografin, diese Pause zu genie├čen. "Diese Zeit ist f├╝r mich wie eine Achterbahn", meint Yasmina. "Es gibt Momente, in den ich lethargisch auf dem Sofa sitze, einen Gegenstand anstarre und denke, dass ich in einem falschen Film sein muss." Aber es muss weitergehen, die Not macht auch kreativ. Und so t├╝ftelt auch Yasmina an alternativen Einnahmem├Âglichkeiten: "Ich will meinen Posterverkauf erweitern und denke ├╝ber einen Online-Fotografieworkshop nach. Ich hoffe, dass mich diese und weitere Ma├čnahmen irgendwie ├╝ber die Corona-Zeit bringen werden."

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Ein weiterer kleiner Lichtblick sind dagegen Hilfen vom Staat, von 2.500 Euro f├╝r eine einzelne Person ist aktuell in Berlin die Rede. Doch die Ausf├Ąlle sind f├╝r viele Freiberufler immens hoch. Dazu meint Yasmina: "2.500 Euro w├Ąren eine Erleichterung, aber das ist leider nur ein Tropfen auf dem hei├čen Stein. Besonders mittelfristig ist es schwierig, damit die laufenden Unkosten zu decken, die ja trotzdem weiter anfallen." Und auch Kredit m├╝sse man zur├╝ckzahlen und das sei bei dem Verlust eines kompletten Auftragsjahres schwierig.

W├Ąhrend der Corona-Krise geht es auch f├╝r Yasmina darum, durchzuhalten und die Hoffnung nicht zu verlieren. In Zeiten der Ungewissheit versucht sie der Krise trotzdem etwas Gutes abzugewinnen. "Durch die aktuelle Lage ist mir auch wieder bewusst geworden, dass ich gro├čartige Freunde habe, die sich alle erkundigen, wie es mir geht und die sinnlos bei mir Gutscheine kaufen, weil sie mir helfen wollen", sagt die Fotografin. "Die zwischenmenschlichen Werte r├╝cken in dieser Zeit wieder mehr in den Fokus."

Und am Ende ist sie sich trotz allem sicher: "Irgendwie wird es weitergehen."

Sebastian Wolter (DJ, Booker, 35)

Sebastian Wolter aka. "Dachgeschoss: Der DJ und Booker muss wegen der Corona-Krise ausfallende Auftritte und Veranstaltungen kompensieren.
Sebastian Wolter aka. "Dachgeschoss: Der DJ und Booker muss wegen der Corona-Krise ausfallende Auftritte und Veranstaltungen kompensieren. (Quelle: Sebastian Wolter)

Eigentlich macht Sebastian oft die Nacht zum Tag, zumindest am Wochenende. Er ist DJ, legt als "Dachgeschoss" in Klubs und auf Festivals im ganzen Land und ├╝ber die Landesgrenzen hinaus auf. Au├čerdem arbeitet er als Booker und Partyveranstalter ÔÇô alles freiberuflich. Die Feierindustrie war mit die erste Branche, die von der Corona-Krise lahmgelegt wurde. Veranstaltungen sind verboten, damit das Virus sich nicht noch schneller verbreitet.

Das trifft Sebastian gleich in mehreren gesch├Ąftlichen Bereichen. "Alle Einnahmen sind futsch. Ich habe mir das schon ausgerechnet und die Verluste sind gro├č. Eigentlich sind M├Ąrz und April relativ starke Monate f├╝r uns", sagt er im Gespr├Ąch mit t-online.de. Bis mindestens Ende April wurden alle Termine und Auftritte abgesagt. "Wir wissen nicht, wie es danach weitergeht. Ich pers├Ânlich gehe davon aus, dass die gegenw├Ąrtige Krise nicht Ende April vorbei ist. Deshalb gibt es da auf jeden Fall eine gro├če Unsicherheit."

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Die Feierindustrie arbeitet nur selten mit festen Vertr├Ągen. Musiker und DJs werden f├╝r Events gebucht, Sicherheit gibt es kaum. F├╝r Veranstaltungen gehen Organisatoren wie Sebastian sogar in Vorkasse. "Unsere Gagen sind fix weg. Wir hatten auch Veranstaltungen geplant, die zum Teil vorfinanziert waren. Das macht das Minus noch etwas gr├Â├čer", erkl├Ąrt Sebastian. "Wenn du nicht arbeiten kannst, verdienst du kein Geld, aber du musst nat├╝rlich weiterhin alles bezahlen."

Aber trotz seiner pers├Ânlichen wirtschaftlichen Ausf├Ąlle h├Ąlt der DJ die aktuellen Ma├čnahmen gegen die Pandemie f├╝r richtig: "Ich gehe eigentlich gerne jeden Tag einkaufen, aber ich versuche aktuell wirklich zu Hause zu bleiben. Das ist schon ein komisches Gef├╝hl, aber ich halte das f├╝r wichtig.ÔÇť

Das Ende der Krise ist nicht abzusch├Ątzen, der Staat oder die L├Ąnder unterst├╝tzen zwar Freiberufler, aber eine Garantie f├╝r den Fortbestand ihrer Gesch├Ąfte gibt es nicht. Deshalb schaut auch Sebastian eher pessimistisch in die Zukunft. "Ich gehe davon aus, dass wir nicht unbedingt viele Festivals haben werden", sagt der 35-J├Ąhrige. "Es gibt zwar viele Kampagnen gerade und finanzielle Unterst├╝tzung, die wir bekommen k├Ânnen. Aber das ist darauf angelegt, vielleicht zwei Monate ├╝berbr├╝cken zu k├Ânnen. Danach wird es schwierig."

Aktuell gibt es in vielen deutschen St├Ądten private Spendeninitiativen, die Klubs und Bars vor der Insolvenz sch├╝tzen sollen. Viele DJs zeigen Live-Video-Streams, die man sich vom Wohnzimmer aus angucken und anh├Âren kann. Das macht auch Sebastian, aus seinem Wohnzimmer heraus. Aber wenn man bedenkt, dass allein in Berlin in einer Partynacht Hunderte DJs in den zahlreichen Klubs auflegen, k├Ânnen diese Gagen f├╝r die K├╝nstler kaum kompensiert werden.

Vergleichsweise Gl├╝ck im Ungl├╝ck haben letztlich die Musiker, die den Job nebenberuflich aus├╝ben und die ein anderes Standbein haben. Das trifft aber nicht auf Sebastian zu: "Bei uns ist es auf jeden Fall kritisch", meint der 35-J├Ąhrige.

Moritz Bauer (Kameramann, 33)

Moritz Bauer: Der 33-J├Ąhrige hat R├╝cklagen und sagt, er k├Ânne die Corona-Krise gut ├╝berstehen ÔÇô wenn sie sp├Ątestens im Juni vor├╝ber ist.
Moritz Bauer: Der 33-J├Ąhrige hat R├╝cklagen und sagt, er k├Ânne die Corona-Krise gut ├╝berstehen ÔÇô wenn sie sp├Ątestens im Juni vor├╝ber ist. (Quelle: privat)

Moritz Bauer ist selbstst├Ąndiger Kameramann, verheiratet und Vater zweier Kinder im Alter von zwei und drei Jahren ÔÇô und aktuell durchaus optimistisch. Seine Frau hat nach der Geburt des j├╝ngsten Kindes noch nicht wieder angefangen zu arbeiten. Die Familie lebt in einer Mietwohnung im S├╝den Berlins. "Wir waren k├╝rzlich auch auf Haussuche, aber es ist wohl ganz gut, dass das vor Corona nicht geklappt hat", erz├Ąhlt Moritz im Gespr├Ąch mit t-online.de.

Da es mit dem Hauskauf nichts wurde, aber auch durch regelm├Ą├čige R├╝cklagen komme die Familie noch eine Zeit lang gut ├╝ber die Runden. "Insgesamt kann ich von meinem Job gut leben", so Moritz, dessen Tagessatz bei 400 Euro beginnt. Verleiht er zus├Ątzlich Equipment, kann er aber auch auf bis zu 1.000 Euro am Tag kommen. "Ich verdiene gutes Geld", sagt er.

Die Corona-Krise ist trotzdem ein herber Einschnitt. "Alles, was f├╝r M├Ąrz, April, Mai angek├╝ndigt war an Jobs, wurde nach und nach abgesagt oder verschoben", erkl├Ąrt Moritz. Haupts├Ąchlich h├Ątten Image-Filme f├╝r Firmen auf seiner Agenda gestanden. "Werbliches oder Image-Filme werden jetzt nat├╝rlich auch als Erstes zur├╝ckgeschraubt. Das ist alles gestrichen, ich hoffe aber nicht ersatzlos." Selbst wenn Projekte nur verschoben sind: "Was jetzt alles ausf├Ąllt, kann ich im Juni, Juli dann nicht alles annehmen." 1:1 wird Moritz seine Ausf├Ąlle nicht ausgleichen k├Ânnen.

F├╝r die aktuelle Situation haben ihm seine Eltern bereits finanzielle Unterst├╝tzung angeboten. "Aber ich habe mit Mitte 30 kein gro├čes Interesse daran, von meiner Familie Geld zu nehmen." Ein Lichtblick sind da die 5.000 Euro, die Soloselbstst├Ąndige in Berlin einmalig erhalten k├Ânnen, wenn es finanziell eng wird. Bis zum Sommer w├╝rde Moritz auch mit seinen R├╝cklagen kommen, "trotz Familie und hoher Fixkosten". Die 5.000 Euro wird er aber auf jeden Fall in Anspruch nehmen, "damit kommt man dann noch mal zwei Monate weiter. Und wenn die Krise dann immer noch nicht ├╝berwunden ist, hat die KfW gesagt, dass sie Kredite zu sehr g├╝nstigen Zinsen vergibt ." Ein m├Âglicher n├Ąchster Schritt. Doch Moritz sagt: "Ich bin optimistisch, dass es nicht so lange dauert. Wenn die Auftragslage im Sommer dann wieder so ist wie letztes Jahr, werde ich mich auch schnell wieder erholen k├Ânnen."

Sollte sich die Corona-Krise l├Ąnger als bis Juni oder Juli ziehen, wird es allerdings auch f├╝r ihn problematisch: "Wenn das l├Ąnger als Sommer dauert, ist meine Existenz aber auf jeden Fall gef├Ąhrdet, dann habe ich auch kein Geld mehr."

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