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"Nur noch Regionalmesse": IAA in schwerer Krise?

  • Markus Abrahamczyk
Von Markus Abrahamczyk

25.04.2019Lesedauer: 3 Min.
IAA-Messestand: Die Besucherzahlen gingen von einer Million im Jahr 2007 auf 810.000 (2017) zurück.
IAA-Messestand: Die Besucherzahlen gingen von einer Million im Jahr 2007 auf 810.000 (2017) zurück. (Quelle: Jan Huebner)
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Lange Absageliste statt langer Warteschlangen: Die IAA war mal eine der weltweit wichtigsten Automessen. Nun drohe ihr ein Nischenplatz, sagt ein Experte. Vielleicht auch Schlimmeres?

Weltneuheiten und Besucherrekorde: Das war einmal. Der Frankfurter IAA bleiben nicht nur die Gäste weg, sondern auch die Aussteller. Der IAA drohe ein Nischenplatz unter den Automessen, sagt Prof. Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut der Universität Duisburg-Essen. Und das habe gute Gründe.


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Bereits 20 Hersteller schwänzen die IAA in diesem Jahr. Und es dürften noch mehr werden. Die großen Hersteller aus Frankreich und Japan fehlen komplett. Dass die deutschen Marken der Messe die Treue halten, hat einen einfachen Grund: Ausrichter der IAA ist der Verband der Automobilindustrie (VDA). In dem einflussreichen Lobby-Verein geben die deutschen Autobauer den Ton an.

Shanghai ist wichtiger

Ein anderes Bild entstehe, wenn man zum Beispiel über die Automesse von Shanghai gehe, so Dudenhöffer: "Neue Autobauer, von denen man vor der Messe noch nie etwas gehört hatte, stellen auf beeindruckenden Messeständen ihre Elektroautos in Shanghai vor."

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Von Audi bis Zotye – die chinesische Messe zog 2019 so viele Austeller an wie nie. Selbst Tesla zeigte sich. Das ist ein interessantes Signal. Denn die junge US-Firma ist sonst nie auf Automessen zu finden, meidet das Umfeld der übrigen Autobauer und zeigt sich lieber auf Events der Tech-Branche.

Prof. Ferdinand Dudenhöffer: Die IAA brauche ein neues Konzept – und einen neuen Standort.
Prof. Ferdinand Dudenhöffer: Die IAA brauche ein neues Konzept – und einen neuen Standort. (Quelle: Müller-Stauffenberg)

"China ist einfach zu wichtig, um nicht dort zu sein", erklärt der Auto-Professor: "Shanghai ist derzeit der Mittelpunkt der Autowelt – die großen Messehallen quellen über." Für Deutschland, für Frankfurt gilt das nicht.

Sechs Gründe der IAA-Krise

Dudenhöffers knallhartes Fazit: "Frankfurt spiegelt im Jahr 2019 nicht mehr das Bild der Autoindustrie." Dafür nennt er sechs Gründe:

  1. Ein Messestand auf der IAA kostet horrende Summen bis in Millionenhöhe – der Effekt aber sei gering.
  2. Nicht nur die IAA leide darunter, dass sich traditionelle Messen überlebt hätten. Beim Genfer Salon wurden freie Flächen durch Cafés kaschiert, die Autoshow von Detroit habe an eine Beerdigung erinnert. Der IAA fehle ein neues Konzept – ein Problem, das auch die AMI in Leipzig hatte. Sie verschwand 2014 von der Bildfläche.
  3. Statt Spoilern und Felgen interessieren zunehmend die digitalen Neuheiten – das gilt auch für Auto-Fans. Dafür reisen Messebesucher inzwischen aber lieber zur CES (Las Vegas) oder GamesCom (Köln), anstatt in Frankfurt durch leere Messehallen zu wandeln. Auch den IAA-Standort stellt Dudenhöffer damit in Frage.
  4. Die etlichen Hersteller-Absagen machen die Frankfurter Messe immer unwichtiger. Dudenhöffer: "Die IAA ist nach den vielen Absagen nur noch Regionalmesse."
  5. Der IAA fehlen die Highlights: Alle Neuheiten sind bereits bekannt, bevor die Messe überhaupt beginnt. Das spricht dafür, dass sie auch für die meisten Hersteller keine große Bedeutung mehr hat.
  6. Das Autogeschäft in Europa werde schwieriger, der Umstieg aufs Elektroauto verschlinge immense Summen. Da müssen selbst die Autokonzerne aufs Geld schauen. Und ein eingesparter IAA-Messeauftritt macht sich in den Bilanzen durchaus bemerkbar.

Diese Marken fehlen auf der IAA 2019

Bislang haben 20 Marken ihre Teilnahme an der Messe abgesagt:

  • Alpine
  • Aston Martin
  • Cadillac
  • Chevrolet
  • Citroen
  • Dacia
  • DS
  • Infiniti
  • Lexus
  • Link & Co
  • Mazda
  • Mitsubishi
  • Nissan
  • Peugeot
  • Renault
  • Rolls-Royce
  • Suzuki
  • Tesla
  • Toyota
  • Volvo

Diese Marken könnten noch absagen

Einige Hersteller haben sich noch nicht festgelegt. Prof. Dudenhöffer rechnet deshalb mit weiteren Absagen. Offen ist bislang noch die Teilnahme der folgenden Autobauer:

  • Ford
  • Fiat-Alfa-Jeep
  • Jaguar-Landrover
  • Hyundai
  • Kia

IAA-Krise treffe deutsche Autoindustrie

Die Krise der IAA: Sie sei nicht nur die Krise einer Automesse, sondern das Anzeichen eines weitaus größeren Problems. Der Niedergang der IAA treffe nämlich die gesamte deutsche Autoindustrie und sei ein Anzeichen dafür, dass deren internationale Bedeutung sinke. Dudenhöffer: "Die Zukunft steht in Shanghai und nicht mehr in Frankfurt." Womöglich meint er damit nicht nur die Messehallen.

Das sagen die Macher der IAA

Von einer Krise der IAA will der Veranstalter nicht sprechen. Aber er bestätigt, dass die Messe sich wandeln muss. VDA-Sprecher Eckehart Rotter sagt: "Die IAA wird künftig nicht mehr allein eine klassische Automesse sein."


Genau wie die Automobilhersteller selbst, würden sich auch die Messen und deren Themenschwerpunkte ändern. Digitalisierung, Elektromobilität, urbane Mobilität und konsequente CO2-Reduktion würden deshalb stärker in den Mittelpunkt rücken. Außerdem werde der VDA als Veranstalter den Konferenz- und Erlebnischarakter der IAA noch mehr betonen.

Rotter sieht weiterhin gute Zukunftschancen für die IAA. Er sagt aber auch: "Wir befinden uns in einem enormen Transformationsprozess. Das gilt für die Automobilindustrie – und damit auch für die IAA. Wir nehmen diese Herausforderung offensiv an.“

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