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Diese Hersteller sind in den Skandal verwickelt

dpa, t-online, Nico Esch

Aktualisiert am 16.10.2018Lesedauer: 5 Min.
Dieselskandal: Audi zahlt ein Bußgeld von 800 Millionen. (Quelle: reuters-video)
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Audi zahlt ein sattes Bußgeld und will den Dieselskandal abschließen. Auch VW wurde schon zu einer Zahlung verdonnert. Beteiligt sind aber noch andere Hersteller. Die Rollen der Autobauer in der DieselaffĂ€re im Überblick.

Das Wichtigste im Überblick


  • Audi
  • VW
  • Porsche
  • Daimler
  • BMW
  • Opel

Audi zahlt in der DieselaffĂ€re ein Bußgeld in Höhe von 800 Millionen Euro. Das Verfahren der Staatsanwaltschaft MĂŒnchen gegen die VW-Tochter wird damit eingestellt. Bei Audi-Autos waren laut Staatsanwaltschaft von 2004 bis 2008 illegale Abschalteinrichtungen eingesetzt worden.


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Die Ermittler betonen: Trotz des Bußgeldbescheids gehen die Ermittlungen gegen die Strippenzieher in der DieselaffĂ€re weiter. Seit Juni sitzt etwa der ehemalige Audi-Chef Rupert Stadler in Untersuchungshaft. Er soll versucht haben, Zeugen oder Beschuldigte zu beeinflussen.

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Auch fĂŒr Volkswagen hatte der Skandal bereits ein teures Nachspiel: Neben Milliardenzahlungen in den USA muss der Konzern auch in Deutschland ein Bußgeld in Höhe von einer Milliarde Euro bezahlen. Welche Autobauer sind noch beteiligt? Was ist der aktuelle Stand im Dieselskandal? Das erfahren Sie hier im Überblick.

Audi

Dieselskandal: Audi zahlt ein Bußgeld von 800 Millionen Euro.
Dieselskandal: Audi zahlt ein Bußgeld von 800 Millionen Euro. (Quelle: AP Photo/Markus Schreiber/ap-bilder)

Audis Verstrickung in den Dieselskandal: Das 800-Millionen-Bußgeld ist nur der jĂŒngste Meilenstein. Im Juni leitete die MĂŒnchner Staatsanwaltschaft ein Verfahren gegen den damaligen Audi-Chef Rupert Stadler ein und durchsuchte seine Wohnung. Sie legt ihm und einem namentlich nicht genannten Audi-Vorstand "Betrug sowie mittelbare Falschbeurkundung" zur Last. Die beiden hĂ€tten Dieselautos mit manipulierter Abgasreinigung in Europa in den Verkehr gebracht.

Seit dem 18. Juni ist Stadler wegen Verdunkelungsgefahr in Untersuchungshaft. Am 2. Oktober verlor er seinen Posten als Audi-Chef. Insgesamt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen 20 Audi-Mitarbeiter.

Bei Audi hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) bisher fĂŒr 216.000 Dieselautos quer durch die Modellpalette einen RĂŒckruf angeordnet, zuletzt ging es Anfang Juni um rund 60.000 Exemplare der Oberklasse-Typen A6 und A7.

VW

Die VW-Zentrale in Wolfsburg: Wegen des Dieselskandals muss der Konzern ein Rekordbußgeld bezahlen.
Die VW-Zentrale in Wolfsburg: Wegen des Dieselskandals muss der Konzern ein Rekordbußgeld bezahlen. (Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa-bilder)

Im Juni 2018 verhĂ€ngte die Staatsanwaltschaft Braunschweig ein Bußgeld gegen Volkswagen ĂŒber eine Milliarde Euro – das ist etwa der Konzerngewinn eines Monats. FĂŒr den millionenfachen Einsatz illegaler Software. Aber auch fĂŒr millionenfache TĂ€uschung von Kunden, Verstoß gegen Gesetze und Luftverschmutzung in unerlaubtem Ausmaß.

Mit der Zahlung bekennt sich VW zu seiner "Verantwortung" – und ausdrĂŒcklich nicht zu einer Schuld – fĂŒr die Dieselkrise, teilte der Konzern mit. Überstanden ist die Krise fĂŒr Volkswagen in Wolfsburg – wo sie auch ausgelöst wurde – damit noch lange nicht.

Im September 2015 hatte VW eingerĂ€umt, bei Millionen Dieselautos Abgastests manipuliert zu haben, und stĂŒrzte daraufhin in eine schwere Krise. Etwa 1,5 Millionen Autos der Marke VW mit Manipulationssoftware musste der Konzern in Deutschland zurĂŒckrufen. Die anderen Konzernmarken hinzugerechnet, waren es ursprĂŒnglich fast 2,5 Millionen Fahrzeuge in Deutschland und weltweit knapp elf Millionen.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt gegen fast 50 mutmaßlich Beteiligte. Anklagen gibt es bisher nicht. Gegen Ex-Vorstandschef Martin Winterkorn laufen – wie auch gegen den neuen VW-Chef Herbert Diess und Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch – Untersuchungen wegen möglicher Marktmanipulation. Sie sollen Anleger zu spĂ€t ĂŒber die drohenden Konsequenzen des Dieselskandals informiert haben.

Gegen Winterkorn wird zusĂ€tzlich wegen Betrugs ermittelt. Zudem will ihn die US-Justiz wegen Betrugs in der AbgasaffĂ€re zur Rechenschaft ziehen und hat bereits einen Haftbefehl gegen ihn erwirkt. Ferner werfen ihm die AnklĂ€ger Verschwörung zum Verstoß gegen Umweltgesetze und zur TĂ€uschung der Behörden vor.

Auch Volkswagen hat die US-Justiz bereits in die Mangel genommen. Und sie behĂ€lt sich vor, noch einmal zuzuschlagen. Dann aber mit einer HĂ€rte, die den Konzern ernsthaft ins Taumeln bringen könnte. Ob es dazu kommt, hĂ€ngt vom Urteil eines Aufsehers ab, der den Neuanfang bei VW beobachtet und bewertet. In seinem Bericht von August ĂŒbt er Kritik an den Entwicklungen in Wolfsburg.

Porsche

Reaktion auf den Skandal: Von Porsche gibt es kĂŒnftig keinen Diesel mehr.
Reaktion auf den Skandal: Von Porsche gibt es kĂŒnftig keinen Diesel mehr. (Quelle: HMB Media/Heiko Becker/imago-images-bilder)

Seit mehr als einem Jahr ermittelt die Stuttgarter Staatsanwaltschaft auch bei der VW-Tochter Porsche. Es geht um den Verdacht des Betrugs und der strafbaren Werbung im Zusammenhang mit einer mutmaßlichen Manipulation der Abgasnachbehandlung.

ZunĂ€chst richteten sich die Ermittlungen gegen unbekannte Mitarbeiter. SpĂ€ter gerieten Entwicklungsvorstand Michael Steiner, ein leitender Mitarbeiter und ein frĂŒherer Porsche-BeschĂ€ftigter ins Visier. Ermittler durchsuchten die Konzernzentrale im Stuttgarter Stadtteil Zuffenhausen sowie weitere Standorte und nahmen den unbekannten leitenden Mitarbeiter wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr in Untersuchungshaft.

Bislang entdeckte das KBA etwa 60.000 Porsche-Autos der Modelle Cayenne und Macan mit verdĂ€chtiger Software und ordnete RĂŒckrufe an. Ein weiterer RĂŒckruf steht bevor. Er betrifft 13.000 verdĂ€chtige Porsche Cayenne. Die VW-Tochter hat vor Kurzem angekĂŒndigt, kĂŒnftig keine Autos mehr mit Dieselmotoren anzubieten.

Daimler

Motor eines Mercedes Vito: Daimler hat im September 2018 begonnen, erste Modelle fĂŒr Software-Updates in die Werkstatt zu rufen.
Motor eines Mercedes Vito: Daimler hat im September 2018 begonnen, erste Modelle fĂŒr Software-Updates in die Werkstatt zu rufen. (Quelle: Wolfgang Kumm/dpa-bilder)

Schon seit LĂ€ngerem hatten Justiz und Behörden Daimler im Visier. Von nur 5.000 Exemplaren des Kleintransporters Vito war zunĂ€chst die Rede – dann kam fĂŒr Daimler das dicke Ende. Seit dem August 2018 steht fest: Rund 690.000 Diesel-Mercedes muss Daimler europaweit zurĂŒckrufen. Der Konzern kĂŒndigte Widerspruch an. Er hĂ€lt die betreffenden Funktionen nicht fĂŒr unzulĂ€ssig und will diese Frage notfalls vor Gericht klĂ€ren lassen.

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Schon im Jahr 2017 begann die Staatsanwaltschaft Stuttgart, wegen Betrugsverdachts und Verdachts der strafbaren Werbung gegen Daimler-Mitarbeiter zu ermitteln. Im Mai 2017 durchsuchten Ermittler diverse Standorte des Autobauers und stellten Unterlagen sicher.

Im September 2018 kĂŒndigte Daimler einen Wechsel an der Konzernspitze an: Nach mehr als 13 Jahren tritt Dieter Zetsche ab. Sein designierter Nachfolger ist der Schwede Ola KĂ€llenius (49). Zur nĂ€chsten Hauptversammlung im Mai 2019 soll KĂ€llenius aufrĂŒcken.

BMW

Angeblich ein Irrtum: 11.700 BMW erhielten die falsche Software. Mit einer gezielten Manipulation soll das nichts zu tun haben.
Angeblich ein Irrtum: 11.700 BMW erhielten die falsche Software. Mit einer gezielten Manipulation soll das nichts zu tun haben. (Quelle: Lino Mirgeler/dpa-bilder)

BMW wird von der MĂŒnchner Staatsanwaltschaft seit dem MĂ€rz 2018 verdĂ€chtigt, in rund 11.000 Dieselautos eine falsche Abgassoftware eingebaut zu haben. Der Anfangsverdacht lautet Betrug mit einer "prĂŒfstandsbezogenen Abschalteinrichtung." Vorstandschef Harald KrĂŒger hatte auf der Hauptversammlung erklĂ€rt, bei 11.700 Autos der 5er- und 7er-Baureihen sei irrtĂŒmlich die Software einer anderen Baureihe aufgespielt worden.

Mit gezielter Manipulation von Motorsteuerung und Abgasreinigung habe das nichts zu tun – die Abgaswerte auf dem PrĂŒfstand und auf der Straße seien gleich gewesen. Die betroffenen Autos mĂŒssen zurĂŒckgerufen werden. Auch die BMW-Zentrale wurde durchsucht und Ermittlungen wegen Betrugsverdachts bei der Abgasreinigung eingeleitet.

Opel

Drohender Opel-RĂŒckruf: Weil der Hersteller eine angeordnete Servicemaßnahme mit Software-Updates verschleppt hat, will das KBA die RĂŒsselsheimer nun zum RĂŒckruf von 100.000 Diesel-Fahrzeugen verpflichten.
Drohender Opel-RĂŒckruf: Weil der Hersteller eine angeordnete Servicemaßnahme mit Software-Updates verschleppt hat, will das KBA die RĂŒsselsheimer nun zum RĂŒckruf von 100.000 Diesel-Fahrzeugen verpflichten. (Quelle: Caroline Seidel/dpa)

Mit Opel steht ein weiterer deutsche Autobauer unter konkretem Verdacht, die Abgase von Dieselfahrzeugen mit umstrittenen Software-Funktionen manipuliert zu haben. Mitte Oktober 2018 durchsuchten Ermittler mehrere Stunden lang wegen möglichen Betrugs GeschĂ€ftsrĂ€ume in RĂŒsselsheim und Kaiserslautern.

Das KBA will einen RĂŒckruf von rund 100.000 Diesel-Autos anordnen. Nach Auffinden einer Abschalteinrichtung der Abgasreinigung, die das KBA als unzulĂ€ssig eingestuft hat, stehe der amtliche RĂŒckruf kurz bevor. Die DurchfĂŒhrung dieser Servicemaßnahme wurde von Opel lange verschleppt, heißt es beim Bundesverkehrsministerium. Wie die anderen Hersteller lehnt Opel Hardware-NachrĂŒstungen mit der BegrĂŒndung ab, dass sie nicht praktikabel seien.

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Und in den USA?

Dort steckt die deutsche Autoindustrie schon lÀnger im Abgassumpf. Es begann mit dem GestÀndnis des Volkswagen-Konzerns im September 2015. Inzwischen wurden zahlreiche Klagen in Nordamerika mit teuren Vergleichen abgeschlossen: Rund 27 Milliarden Euro an Rechtskosten wegen der Manipulationen hat VW verbucht.

Weiter bangen mĂŒssen der Zulieferer Bosch, dem US-AnwĂ€lte eine SchlĂŒsselrolle im "Dieselgate"-Skandal zuschreiben, sowie Daimler und BMW, gegen die ebenfalls Sammelklagen wegen angeblicher Abgasmanipulationen laufen. Beschuldigt werden aber nicht nur deutsche Unternehmen: Die US-BranchengrĂ¶ĂŸen General Motors, Ford und Fiat Chrysler mĂŒssen sich vor US-Gerichten mit Ă€hnlichen VorwĂŒrfen auseinandersetzen.

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