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Herzinfarktrisiko Transfette: Blätterteig ist schlecht fürs Herz

Transfette  

Zu viel Blätterteig ist schlecht fürs Herz

17.01.2013, 09:46 Uhr | ag

Herzinfarktrisiko Transfette: Blätterteig ist schlecht fürs Herz. Blätterteig enthält einen hohen Anteil an schädlichen Transfetten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Blätterteig enthält einen hohen Anteil an schädlichen Transfetten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Transfette sind besonders gesundheitsschädlich. Sie fördern die Arterienverkalkung und steigern das Herzinfarktrisiko. Die gefährlichen Fette finden sich vor allem in Backwaren wie Plunderteilchen und Croissants aus Blätterteig. Doch auch beim Verzehr von Kartoffelchips, Fertiggerichten und Fast-Food-Produkten sollte man vorsichtig sein.

Was genau sind Transfette?

Transfette sind künstlich gehärtete Fette, die der Körper nicht verarbeiten kann. Sie entstehen unter anderem bei der industriellen Härtung von Ölen zur Herstellung von Margarine, Back- und Streichfetten - aber auch beim Erhitzen und Braten von Ölen mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren. Sie gelten als noch schädlicher als gesättigte Fettsäuren. Hersteller und Restaurants nutzen gehärtete Fette, da sie preiswerter sind als andere Fettarten, sich länger halten und häufiger wieder verwendet werden können.

Hohe Transfettsäuren-Werte in Backwaren

Wie hoch der Anteil an Transfetten in Backwaren ist, legt eine Studie an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena dar. "Bei jedem zweiten geprüften Produkt wurde der dänische Grenzwert deutlich überschritten", sagt Dr. Katrin Kuhnt vom Forscherteam. Da es in Deutschland keinen offiziellen Grenzwert gibt, hatten die Wissenschaftler die Parameter aus Dänemark zugrunde gelegt. Für die Verbraucher seien die erhöhten Messwerte jedoch noch kein Grund zur Besorgnis. Gefährlich sind die genannten Lebensmittel erst bei täglichem Verzehr. Das gelte für die Pommes ebenso wie für die Blätterteigtaschen vom Bäcker. Haushaltsmargarine hingegen ist praktisch transfettsäurefrei. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass auch die Summe unterschiedlicher Produkte mit hohem Transfett-Anteil das Gesundheitsrisiko erhöht.

Diese Lebensmittel in Maßen genießen

Damit der Anteil an Transfetten im Körper nicht das kritische Maß überschreitet, sollten daher einige Ernährungsregeln beachtet werden. Dabei sollte man bestimmte Lebensmittel nur in Maßen verzehren und nicht zum regelmäßigen Bestandteil des täglichen Speiseplans werden zu lassen. Hierzu gehören besonders Backwaren aus Blätterteig, Spritzringe, Schweinsohren und Pfannkuchen. Auch in Chips, Croissants, industriellen Backfetten, Fast-Food-Produkten oder fetten Brotaufstrichen ist der Gehalt an Transfetten überdurchschnittlich hoch. Zur Herstellung von Pommes Frites, Pizza, Trockensuppen und Fertiggerichten kommen sie ebenfalls zum Einsatz. Sie sollten daher nur ein Maßen verzehrt werden und nicht regelmäßiger Bestandteil des täglichen Speiseplans sein.

Erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen

Transfettsäuren gelten als herz- und kreislaufschädigend, da sie den LDL-Wert im Blut erhöhen und somit auch den Cholesterinspiegel. Ein dauerhafter Konsum der Fettsäuren kann zum Verschluss von Herzkranz- und Hirngefäßen führen und steigert damit das Risiko für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall. In Dänemark ist deshalb ein Grenzwert in Lebensmitteln vorgegeben, in Deutschland nicht. Jenaer Ernährungswissenschaftler fanden in einer Studie heraus, dass inzwischen viele Hersteller freiwillig den Gehalt von Transfettsäuren in ihren Produkten verringert haben. "Die Produkte ohne beziehungsweise mit sehr wenig Transfettsäuren sehen genauso aus und schmecken genauso gut wie jene, die Transfettsäuren enthalten", betont Katrin Kuhnt von der Universität Jena, die an der Studie mitgearbeitet hat.

Fehlende Kennzeichnungspflicht

Aufgrund des fehlenden Grenzwertes und somit einer fehlenden Kennzeichnungspflicht ist es für den Verbraucher nur schwer möglich, die schädlichen Fette am Etikett zu erkennen. Generell jedoch weisen in den Zutatenlisten der Produkte Begriffe wie "hydrogeniert", "gehärtete Fette" oder "Pflanzenfett gehärtet" darauf hin, dass industrielle Transfettsäuren enthalten sind. Allerdings entstehen sie nur bei teilgehärteten Fetten. Werden sie komplett durchgehärtet, passiert dies nicht. Potenziell gefährlich sind solche Produkte aber erst bei übermäßigem Verzehr. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, die Transfettsäuren-Aufnahme so gering wie möglich zu halten. Besonders Kinder, Jugendliche und Herz-Kreislauf-Patienten sollten darauf achten.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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