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Diese Folgen kann eine Vitamin-D-Überdosierung haben – Ärzte warnen

Ärzte warnen  

Vitamin D: Diese Folgen kann eine Überdosierung haben

06.03.2018, 09:25 Uhr | rk, Silke Ahrens, t-online.de

Diese Folgen kann eine Vitamin-D-Überdosierung haben – Ärzte warnen. Höhere Dosierungen von Vitamin D sollten immer mit einem Arzt oder einem Apotheker abgesprochen werden und nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/kavunchik)

Höhere Dosierungen von Vitamin D sollten immer mit einem Arzt oder einem Apotheker abgesprochen werden und nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. (Quelle: kavunchik/Thinkstock by Getty-Images)

Vitamin D ist wichtig für die Knochen. Doch eine Überdosierung des sogenannten Sonnenhormons kann schwerwiegende Folgen haben. Was Sie selbst bei der Einnahme von vermeintlich harmlosen Vitamin-D-Präparaten beachten sollten.

Da Vitamin D unter anderem die Knochen stärkt, kann ein Mangel zu Osteoporose führen. Damit es nicht so weit kommt, greifen viele Menschen zu Nahrungsergänzungsmitteln mit Vitamin D. Doch wird zu viel des Vitamins aufgenommen, kann das gesundheitsschädlich sein. Darauf weist die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) anhand von zwei Fallbeispielen hin.

Eine 78-jährige Patientin und ein 60-jähriger Patient hatten eigenständig Vitamin-D-Präparate eingenommen – in viel zu hohen Dosen. Das hatte zu akutem Nierenversagen bei ausgeprägter Hyperkalzämie (zu viel Kalzium im Blut) geführt, wie die AkdÄ schreibt. Der Zusammenhang zwischen Kalzium und Vitamin D ist folgender: Vitamin D steigert die Aufnahme von Kalzium im Darm. Dadurch steigt auch die Menge des Kalziums im Blut. Diese darf jedoch weder zu niedrig, noch zu hoch sein. Ist sie zu niedrig, kann nicht genug Kalzium in unsere Knochen eingebaut werden. 

Symptome bei Vitamin-D-Überdosierung

Symptome einer kurzfristigen Vitamin-D-Überdosierung können sein:

  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Durchfall oder Verstopfung
  • starker Durst
  • Herzrhythmusstörungen

Die Symptome einer langfristigen Vitamin-D-Überdosierung sind schwerwiegender. Überschüssiges Kalzium kann sich in Blutgefäßen und Nieren ablagern und zu ernsthaften Nierenerkrankungen führen. Die Symptome reichen in schweren Fällen von Nierensteinen bis hin zu Nierenversagen.

Laut Angabe der AkdÄ hat sich der Zustand der 78-Jährigen nach ärztlicher Behandlung und nach der Gabe von Cortison gebessert, der 60-jährige Patient entwickelte allerdings schwere Komplikationen und ist nun auf eine Dialyse angewiesen.

Vitamin-D-Überdosierung vermeiden

Beide Patienten hatten die Präparate im Internet bestellt. Die Frau hatte täglich 10.000 Internationale Einheiten (IE) Vitamin D3 eingenommen, der Mann 50.000 IE Vitamin D pro Tag. In der Regel genügt jedoch die Einnahme von 800 IE pro Tag, wenn der Körper selbst nicht genug Vitamin D produziert. Als sichere Obergrenze gelten 4000 IE pro Tag für Heranwachsende und Erwachsene, informiert die AkdÄ.

Höhere Dosierungen von Vitamin D sollten immer mit einem Arzt oder einem Apotheker abgesprochen werden und nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, betont die Arzneimittelkommission. Ab einer Tagesdosis von mehr als 1000 IE sind Präparate mit Vitamin D zudem in Deutschland verschreibungspflichtig. "Wegen der genannten Risiken raten wir davon ab, eigenständig hochdosierte Vitamin-D-Präparate einzunehmen", warnt die AkdÄ.

Keine Vitamin-D-Überdosierung durch Lebensmittel

Der menschliche Körper produziert in der Haut den Großteil seines Vitamin D-Bedarfs selbst. Dies geschieht vor allem in den Sommermonaten, da hierfür UV-B-Strahlung, also Sonnenlicht, erforderlich ist. Eine Vitamin-D-Überdosierung durch zu langen Aufenthalt in der Sonne ist allerdings nicht möglich, da der Körper die Produktion des Vitamins selbst reguliert.

Auch durch die Nahrungsaufnahme ist eine Vitamin-D-Überdosierung nicht möglich. Die Konzentration des Vitamins ist selbst in Vitamin-D-reichen Lebensmitteln wie fettreichem Fisch zu gering.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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