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Rauchen kann blind machen

Rauchen kann blind machen

16.10.2012, 14:33 Uhr | t-online.de

Rauchen kann blind machen. Wer raucht, riskiert sein Augenlicht. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wer raucht, riskiert sein Augenlicht. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Raucher verkürzen ihre Lebenserwartung und haben ein höheres Risiko an Krebs zu erkranken. Laut einer neuen Studie laufen sie sogar Gefahr, aufgrund ihres Tabakkonsums zu erblinden. Forscher der chinesischen Zhejiang University haben herausgefunden, dass Raucher vermehrt am Grauen Star erkranken. Die Augenerkrankung ist eine Hauptursache für den Verlust des Sehvermögens. Durch regelmäßige Untersuchungen kann die Krankheit rechtzeitig erkannt werden.

Alterungsprozess wird beschleunigt

"Das Rauchen führt zu biochemischen Veränderungen im Körper und auch auf der Augenlinse", erklärt der Wiener Augenchirurg Oliver Findl im Interview mit pressetext. Mit der Zeit führen diese zu Trübungen im Auge. Laut Experten kann man das mit einer "Beschleunigung des Alterungsprozesses" vereinfacht erklären. Mehrere Studien haben den Zusammenhang zwischen Rauchen und grauem Star bereits belegt, aber: "Rauchen gilt als eine der vermeidbaren Ursachen für grauen Star", so der Spezialist.

Risikofaktoren für Augenkrankheit

Menschen mit Diabetes seien hingegen früher von der Trübung betroffen. "Die Bildung eines grauen Stars kann auch mit familiären Faktoren oder der Ernährung zusammenhängen", so der Experte. Auch Menschen, die in nördlichen Ländern wohnen, seien aufgrund der stärkeren Belastung durch das Licht einem höheren Risiko ausgesetzt. Bei vielen dieser Risikofaktoren sei der Grund für die Bildung des Grauen Stars jedoch noch unbekannt.

Einfluss auf Katarakt begrenzt

Das Hauptrisiko für eine Katarakt, wie die Trübung der Augenlinse auch genannt wird, sei demnach das Altern. "Man hat deswegen nur wenig Einfluss auf die Bildung des Grauen Stars", sagt Findl. Es sei zwar kein Fehler, bei hellem Licht und im Winter bei Schneemassen vorsorglich eine Sonnenbrille zu tragen und sich gesund zu ernähren, dennoch könne man auf seinen Verlauf selbst nur wenig einwirken.

Operation hat hohe Erfolgsaussichten

"Die einzige Therapie für Grauen Star ist die Chirurgie", sagt der Augenarzt. Wenngleich jeder chirurgische Eingriff ein gewisses Risiko mit sich bringt, hätte dieser eine hohe Erfolgsaussicht und die Patienten können bereits eine Stunde nach der Operation wieder nach Hause gehen. Laut Experten sind sie außerdem bald nach dem Eingriff in ihren üblichen Handlungen uneingeschränkt.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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