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Herzinfarktrisiko Transfette: Blätterteig ist schlecht fürs Herz


Diese Gebäcksorten sind schlecht für die Herzgefäße


Aktualisiert am 30.11.2023Lesedauer: 3 Min.
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Vor allem Gebäck aus Blätterteig enthält hohe Anteile an schädlichen Transfetten.Vergrößern des Bildes
Vor allem Gebäck aus Blätterteig enthält hohe Anteile an schädlichen Transfetten. (Quelle: Getty Images)

Transfette fördern die Verkalkung der Gefäße und spielen bei der Entstehung von Herzerkrankungen eine wichtige Rolle. Auch in Gebäck und Plätzchen sind sie reichlich enthalten.

Croissants, Donuts, Krapfen: Alles lecker, doch leider auch ungesund. Was viele Verbraucher nicht wissen: In vielen Backwaren stecken Industriefette, die bei der Härtung oder dem starken Erhitzen von Pflanzenölen entstehen und Gefäßerkrankungen begünstigen können. Darunter leidet besonders das Herz.

Was genau sind Transfette?

Transfette sind künstlich gehärtete Fette, die der Körper nicht verarbeiten kann. Sie entstehen unter anderem bei der industriellen Härtung von Ölen zur Herstellung von Margarine, Back- und Streichfetten - aber auch beim Erhitzen und Braten von Ölen mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren.

Sie gelten als noch schädlicher als gesättigte Fettsäuren. Hersteller und Restaurants nutzen gehärtete Fette, da sie preiswerter sind als andere Fettarten, sich länger halten und häufiger wieder verwendet werden können.

Hohe Transfettsäuren-Werte in Backwaren

Wie hoch der Anteil an Transfetten in Backwaren ist, wurde in einer Studie an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena festgestellt. "Bei jedem zweiten geprüften Produkt wurde der dänische Grenzwert deutlich überschritten", sagt Dr. Katrin Kuhnt vom Forscherteam.

Da es in Deutschland keinen offiziellen Grenzwert gibt, hatten die Wissenschaftler die Parameter aus Dänemark zugrunde gelegt. Für die Verbraucher seien die erhöhten Messwerte jedoch noch kein Grund zur Besorgnis. Gefährlich sind die genannten Lebensmittel erst bei täglichem Verzehr. Das gelte für die Pommes ebenso wie für die Blätterteigtaschen vom Bäcker. Haushaltsmargarine hingegen ist praktisch transfettsäurefrei. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass auch die Summe unterschiedlicher Produkte mit hohem Transfett-Anteil das Gesundheitsrisiko erhöht.

Vorsicht bei diesen Produkten

Damit der Anteil an Transfetten im Körper nicht das kritische Maß überschreitet, sollten daher einige Ernährungsregeln beachtet werden. Dabei sollte man bestimmte Lebensmittel nur in Maßen verzehren und nicht zum regelmäßigen Bestandteil des täglichen Speiseplans werden zu lassen.

Hierzu gehören besonders Backwaren aus Blätterteig, Spritzringe, Schweinsohren und Pfannkuchen. Auch in Chips, Croissants, industriellen Backfetten, Fast-Food-Produkten oder fetten Brotaufstrichen ist der Gehalt an Transfetten überdurchschnittlich hoch.

Zur Herstellung von Pommes Frites, Pizza, Trockensuppen und Fertiggerichten kommen sie ebenfalls zum Einsatz. Sie sollten daher nur ein Maßen verzehrt werden und nicht regelmäßiger Bestandteil des täglichen Speiseplans sein.

Gut zu wissen

Im Durchschnitt sollte ein Mensch nicht mehr als 2,6 Gramm Transfette pro Tag zu sich nehmen. Ein einzelnes Croissant enthält aber schon bis zu 1 Gramm Transfette, ein Berliner sogar bis zu 2 Gramm und eine kleine Portion Pommes auch schon circa 1 Gramm.

Erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen

Transfettsäuren gelten als herz- und kreislaufschädigend, da sie den LDL-Wert im Blut erhöhen und somit auch den Cholesterinspiegel. Ein dauerhafter Konsum der Fettsäuren kann zum Verschluss von Herzkranz- und Hirngefäßen führen und steigert damit das Risiko für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.

Jenaer Ernährungswissenschaftler fanden in einer Studie heraus, dass viele Hersteller freiwillig den Gehalt von Transfettsäuren in ihren Produkten verringert haben. "Die Produkte ohne beziehungsweise mit sehr wenig Transfettsäuren sehen genauso aus und schmecken genauso gut wie jene, die Transfettsäuren enthalten", betont Katrin Kuhnt von der Universität Jena, die an der Studie mitgearbeitet hat.

Fehlende Kennzeichnungspflicht

Für den Verbraucher ist es jedoch nur schwer möglich, die schädlichen Fette am Etikett zu erkennen. Generell jedoch weisen in den Zutatenlisten der Produkte Begriffe wie "hydrogeniert", "gehärtete Fette" oder "Pflanzenfett gehärtet" darauf hin, dass industrielle Transfettsäuren enthalten sind. Wer jedoch lose Backwaren beim Bäcker kauft, hat keine Chance zu erkennen, wie hoch der jeweilige Transfettanteil ist.

Gut zu wissen

In der Europäischen Union ist seit 2021 ein Grenzwert in Lebensmitteln vorgegeben. Demnach dürfen in den Produkten höchstens zwei Gramm industriell hergestellte Transfette pro 100 Gramm Fett enthalten sein.

Transfette entstehen grundsätzlich nur bei teilgehärteten Fetten. Werden sie komplett durchgehärtet, passiert dies nicht. Potenziell gefährlich sind solche Produkte aber erst bei übermäßigem Verzehr. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, die Transfettsäuren-Aufnahme so gering wie möglich zu halten. Besonders Kinder, Jugendliche und Herz-Kreislauf-Patienten sollten darauf achten.

Transparenzhinweis
  • Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.
Verwendete Quellen
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