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Pfeiffersches Drüsenfieber: Symptome, Ansteckung, Dauer

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Ansteckende Viruserkrankung  

Pfeiffersches Drüsenfieber: Ursachen, Ansteckung, Symptome

14.05.2018, 16:42 Uhr | nk (CF)

Pfeiffersches Drüsenfieber: Symptome, Ansteckung, Dauer. Pfeiffersches Drüsenfieber wird am häufigsten durch Küssen übertragen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Pfeiffersches Drüsenfieber wird am häufigsten durch Küssen übertragen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das Pfeiffersche Drüsenfieber ist eine häufige und harmlose Erkrankung. Was die Ursache der Krankheit ist und warum man während der Erkrankung auf das Küssen verzichten sollte, erfahren Sie hier.

Was ist Pfeiffersches Drüsenfieber?

Pfeiffersches Drüsenfieber (Mononukleose), benannt nach seinem Entdecker Emil Pfeiffer (1846-1921), ist eine Viruserkrankung, die durch das Epstein-Barr-Virus (EBV) hervorgerufen wird. In den meisten Fällen gestaltet sich der Verlauf der Krankheit harmlos und das Fieber nach mehreren Wochen wieder verschwunden.

Da das Virus hauptsächlich beim Küssen von Mund zu Mund übertragen wird, bezeichnet man Pfeiffersches Drüsenfieber auch als “Kusskrankheit” oder als “Studentenfieber”.

Ansteckung und Übertragung des Pfeifferschen Drüsenfiebers

Das Epstein-Barr-Virus (EDV), das Pfeiffersches Drüsenfieber verursacht, ist ein DNA-Virus und gehört zu den Herpesviren. Es siedelt sich in bestimmten weißen Blutkörperchen, den sogenannten Gedächtnis-B-Lymphozyten, an und befällt somit Abwehrgewebe wie Milz, Mandeln oder Lymphknoten, weshalb diese während einer fortgeschrittenen Krankheitsphase besonders anfällig sind.

Nach der Infektion verbleibt der Virus lebenslang im Körper. Das EDV wird im Laufe des Lebens immer mal wieder mit dem Speichel ausgeschieden. So befindet sich das Virus auch im Speichel von längst wieder gesunden Menschen und kann noch lange Zeit nach der Erkrankung auf andere übertragen werden. Bis zum 30. Lebensjahr tragen rund 95 Prozent der Weltbevölkerung den Erreger in sich. 

Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit, beträgt vier bis sechs Wochen. Übertragen wird das Virus über Körperflüssigkeiten, hauptsächlich über Speichel. Am häufigsten geschieht dies beim Küssen oder schon durch das Teilen einer Flasche oder eines Glases. Aber auch durch Bluttransfusion oder Geschlechtsverkehr ist die Ansteckung möglich.

Symptome sind altersabhängig

Die Symptome der Mononukleose sind vielfältig: Zu Beginn fühlen sich Betroffene müde und abgeschlagen, leiden an Appetitlosigkeit und Übelkeit. Später äußert sich das Krankheitsbild durch Fieber, Hals- und Kopfschmerzen sowie schmerzhafte Lymphknotenschwellungen, dies manchmal sogar in den Achselhöhlen. Die Milz kann sich vergrößern und für einen Druckschmerz im Oberbauchbereich sorgen. Per Bluttest können eine erhöhte Anzahl von Lymphozyten sowie bestimmte Antikörper gegen das Epstein-Barr-Virus nachgewiesen werden.

In etwa der Hälfte der Fälle tritt eine Mandelentzündung auf, wobei die Mandeln mit einem grauen Belag bedeckt sind. Teilweise kommt es zu einem juckendem Hautausschlag mit Rötungen und Quaddelbildung.

Symptome im Überblick:

  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • Appetitlosigkeit, Übelkeit
  • Fieber
  • Halsschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • geschwollene Lymphknoten
  • entzündete Mandeln
  • Druckschmerz im Oberbauch
  • juckender Hautausschlag

Hinweis: Um Pfeiffersches Drüsenfieber eindeutig diagnostizieren zu können, müssen Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Denn häufig wird Pfeiffersches Drüsenfieber gar nicht bemerkt. Vor allem bei Kleinkindern treten oft keine oder nur kaum wahrnehmbare Symptome auf, weil ihr Immunsystem auf das Epstein-Barr-Virus nicht so stark reagiert. Erst bei Jugendlichen sind die Symptome in ausgeprägter Form festzustellen. 

Dauer und Verlauf der Erkrankung

Im Regelfall ist das Drüsenfieber nach bis zu drei Wochen abgeklungen. Bis vollständige Leistungsfähigkeit wiederhergestellt ist, kann es jedoch weitere Wochen oder gar Monate dauern. Die gute Nachricht: Ist die Infektion in der Kindheit überstanden, besteht meist eine lebenslange Immunität gegen das Virus und das Fieber tritt normalerweise kein weiteres Mal auf, da genügend Antikörper gebildet wurden.

Durch eine kurzfristige Immunschwäche, zum Beispiel hervorgerufen durch starken Stress, kann das Virus in seltenen Fällen jedoch auch im Erwachsenenalter reaktiviert werden. Dabei äußert sich das Krankheitsbild aber nur selten in vollem Umfang und wird daher meist nicht als Pfeiffersches Drüsenfieber diagnostiziert.

Risikogruppen und Komplikationen des Pfeifferschen Drüsenfiebers

Obwohl das Pfeiffersche Drüsenfieber eine harmlose Krankheit ist, kann es bei Personen mit einem geschwächten Immunsystem – zum Beispiel bei Patienten mit einer Immunkrankheit – mitunter zu Komplikationen kommen. In diesem Fall besteht die Gefahr, dass sich verschiedene Organe, wie Herz, Gehirn oder Lunge entzünden. Außerdem können zusätzliche Infektionen mit Bakterien oder Viren auftreten.

Wenn bei einer bakteriellen Infektion der Einsatz von Antibiotika notwendig wird, ist Vorsicht geboten, da bestimmte Breitbandantibiotika Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag auslösen können. Es besteht zudem die Möglichkeit, dass das Pfeiffersche Drüsenfieber chronisch wird, wobei der Patient monatelang unter einem starken Krankheitsgefühl leidet.

Behandlung und Therapie des Drüsenfiebers

Bislang existieren weder Impfstoffe gegen das Virus noch eine spezielle Behandlung oder Therapie gegen das Drüsenfieber. Doch da ein intaktes Immunsystem gewöhnlicherweise die Viren effektiv bekämpft, heilt die Viruserkrankung in den meisten Fällen von selbst wieder ab.

Man kann lediglich die Symptome der Krankheit lindern, zum Beispiel durch Medikamente gegen Fieber und Schmerzen. Wichtig ist wie bei jeder Krankheit, sich viel Schlaf und Ruhe zu gönnen. Um die Ansteckungsgefahr nicht zu erhöhen, sollte außerdem während und unmittelbar nach der Krankheitsphase auf das Küssen und sonstiger Austausch von Körperflüssigkeiten verzichtet werden.  

Da die Krankheit sehr unterschiedlich verlaufen kann, lassen Sie sich in jedem Fall von Ihrem Arzt beraten.

Auf Alkohol und Sport während der Krankheit verzichten

Wenn Sie Pfeiffersches Drüsenfieber haben, wird Ihre Leber besonders belastet. Daher sollten Sie Alkohol meiden. Auch bestimmte Medikamente belasten die Leber, diese sollten durch weniger Leber schädliche Substanzen ersetzt werden.

Außerdem sollten Sie in der akuten Phase der Krankheit, also mindestens einen Monat, auch auf Sport verzichten, um die oft geschwollene Milz nicht zu belasten. Diese ist durch die Krankheit oftmals vorübergehend vergrößert, weshalb es bei Stürzen beim Sport oder Zusammenstößen leichter zu einem lebensgefährlichen Milzriss kommen.

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