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Eiskopfschmerzen: Was ist das?

Zu schnell, zu viel  

Eiskopfschmerz: Was ist das?

27.07.2018, 13:13 Uhr | Larissa Koch, t-online.de, lk

Eiskopfschmerzen: Was ist das?. Ein Junge isst Eis und hält sich schmerzverzerrt den Kopf. (Quelle: Getty Images/vitapix)

Eiskopfschmerz: Kaltes zu schnell auf einmal kann ganz schön weh tun. (Quelle: vitapix/Getty Images)

Wer kennt das nicht: Man isst begierig ein schönes kühles Eis und plötzlich schmerzt es tierisch im Kopf. Wer zu schnell zu und zu viel Kaltes auf einmal im Mund hat, den erwischt schon mal ein sogenannter Eiskopfschmerz. Laut Experten erlebt jeder Dritte einen solchen Kältekopfschmerz beim Verzehr von eisigen Speisen oder Getränken. Ist das schädlich für unser Gehirn?

Für den plötzlichen Kältekopfschmerz in der Stirnregion hat sich auch auch der Begriff "Hirnfrost" eingebürgert. Sogar das renommierte "British Medical Journal" hat sich dem Thema gewidmet und im Jahr 2002 eine Studie zum Kältereiz-Kopfschmerz veröffentlicht. Zunächst nahmen Wissenschaftler lange an, dass das Phänomen nur an heißen Tagen auftritt. Das britische Fachblatt sprach daher von einer "wichtigen Wissenslücke", die gefüllt werden müsse. So wurde die Erhebung im Winter mit Schülern in Kanada durchgeführt. Und siehe da: Auch an kalten Tagen bekamen die Teilnehmer Eiskopfschmerzen. 

So entsteht "Hirnfrost"

Ob Eis pur oder Eiswürfel in einem Getränk: Der Temperaturunterschied zwischen unserem Körper und dem kalten Essen oder Trinken ist sehr groß. Unsere Körperthemperatur liegt durchschnittlich bei 37 Grad Celsius, ein Eiswürfel ist etwa minus 15 Grad kalt. Diese Differenz von über 50 Grad muss unser Organismus erstmal ausgleichen – im Winter wie im Sommer. Nur kommt es gemeinhin im Sommer nun mal häufiger vor, dass unser Körper diese Kompensationsleistung vollbringen muss. Schmerzempfindliche Personen kennen den Effekt besonders gut.

Gehirn im Eiswürfel - Animation. (Quelle: Getty Images/fergregory)Gehirn im Eiswürfel: Hirnfrost, zu englisch "brain freeze" nennt sich der unangenehme Effekt, der beim Eisessen entsteht. (Quelle: fergregory/Getty Images)

Definition Kältekopfschmerz

Beim Kältekopfschmerz verkrampfen die Kopfmuskeln und die Blutgefäße ziehen sich durch den plötzlichen Kältereiz rasant zusammen. Man empfindet stechende Schmerzen hinter der Stirn. Dieser ist umso heftiger, je kälter es ist. Der spezielle Kopfschmerz kann nicht nur durch kalte Getränke oder Speisen ausgelöst werden, sondern auch durch kalte Außentemperaturen. Der Schmerz hält in der Regel nur sehr kurz an und ist ein normaler Schutzmechanismus des Körpers, um dafür zu sorgen, dass er nicht zu viel Wärme verliert. Schädlich für das Gehirn ist der Eiskopfschmerz aber nicht.

Migränepatienten sollten jedoch vorsichtig sein, denn der Kältereiz kann eine Migräneattacke auslösen. Als ein Auslöser für die Kopfschmerzerkrankung gilt die plötzliche Verengung von Blutgefäßen im Kopf, durch die es vorübergehend zu einer verringerten Durchblutung kommt. 

Kältekopfschmerz vermeiden

Der Kältekopfschmerz lässt sich dadurch vermeiden, dass man keine zu kalten Speisen und Getränke aufnimmt und sich im Winter immer mit einer warmen Kopfbedeckung kleidet. Eiskalte Getränke sind im Sommer zwar erfrischend, können aber für empfindliche Personen und Migränepatienten durchaus unangenehm werden. Eis sollten Sie nicht zu schnell essen, wie die Stiftung Kopfschmerz rät, sondern zunächst langsam im Mund erwärmen, bevor sie es ganz herunterschlucken. So wird der Temperaturunterschied zwischen Eis und Gaumen etwas reduziert und der Reiz vermieden, der den Kältekopfschmerz auslöst.

Verwendete Quellen:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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