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FĂŒr diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfĂ€ltig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

So helfen Sie Ihrer Potenz auf die SprĂŒnge

t-online, ag

Aktualisiert am 24.06.2018Lesedauer: 4 Min.
Impotenz ist der Albtraum vieler MĂ€nner.
Impotenz ist der Albtraum vieler MĂ€nner. (Quelle: /imago-images-bilder)
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Impotenz ist der Albtraum vieler MÀnner. Was viele nicht wissen: Liegen keine organischen Ursachen zugrunde, können die Betroffenen selbst Einfluss auf ihre Manneskraft nehmen. Wir nennen vier Tipps, um Potenzstörungen entgegenzuwirken.

Wann spricht man von Impotenz?

GrundsĂ€tzlich ist es erst einmal kein Grund zur Panik, wenn es beim Sex mal nicht klappt. Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr Urologie spricht erst dann von einer Erektionsstörung, wenn in den vergangenen sechs Monaten mehr als 70 Prozent der versuchten Geschlechtsakte nicht stattfinden konnten, weil sich der Penis nicht ausreichend oder nicht lang genug versteifte. Vereinzelte Schwierigkeiten beim Sex sind also unbedenklich.

Das Problem sei außerdem sehr verbreitet: "Jeder fĂŒnfte Mann hat manchmal Erektionsprobleme", sagt Sabine Kliesch vom Centrum fĂŒr Reproduktionsmedizin und Andrologie in MĂŒnster.


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Was tun bei Erektionsstörungen?

Dass im Alter die Potenz nachlĂ€sst, ist ebenfalls normal. Um ernsthafte Krankheiten auszuschließen, sollten MĂ€nner aber bei lang anhaltenden Erektionsstörungen einen Arzt aufsuchen. Denn auch Diabetes, Bluthochdruck oder Arteriosklerose können hinter den Potenzproblemen stecken. Nur Viagra zu schlucken, bringt dagegen nichts: Die Pillen ermöglichen zwar eine Erektion, bekĂ€mpfen aber nicht die Ursachen.

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Stattdessen können MĂ€nner mit nachlassender Potenz mit folgenden Maßnahmen gegensteuern:

1. Entspannung und Stressabbau

Bei jĂŒngeren MĂ€nner spielen eher psychische Faktoren eine Rolle: So können Stress, Depressionen oder VersagensĂ€ngste Impotenz auslösen. Hier entsteht leicht ein Teufelskreis: Hat es im Bett einmal nicht geklappt, steigt der Leistungsdruck beim Mann – und das kann beim nĂ€chsten Mal wieder Erektionsprobleme auslösen.

Außerdem mĂŒssen fĂŒr eine Erektion bestimmte Muskeln am Penis erschlaffen, damit genug Blut in den Schwellkörper fließen kann, erlĂ€utert Prof. Uwe Hartmann von der Medizinischen Hochschule Hannover. Steht ein Mann unter Stress, funktioniere das nicht: "Den nötigen Entspannungszustand fĂŒr eine sexuelle Reaktion wird er schwer erreichen", sagt der Psychologe der Fachzeitung "Ärztliche Praxis". Oft kann es schon helfen, das Thema beim Partner offen anzusprechen und gezielten Stressabbau mit Hilfe von Sport und EntspannungsĂŒbungen zu betreiben. Unter UmstĂ€nden kann auch eine Psychotherapie sinnvoll sein.

2. Joggen und Skippen

LÀsst die Potenz im Alter nach, wirkt ein gezieltes Fitnesstraining manchmal Wunder. Zu dieser Erkenntnis kommt der Kölner Urologe und Sportmediziner Dr. Frank Sommer. Mit "Vigor Robic" entwickelte er ein spezielles Trainingsprogramm. Da zwischen Schwellkörpern und Beinen ein stÀndiger Blutaustausch stattfindet, kommt dem Training der Oberschenkelmuskulatur besondere Bedeutung zu. Dabei gilt: Je stÀrker das Blut mit Sauerstoff angereichert ist, desto weniger Probleme gibt es mit der Potenz.

Eine effektive Art des Penis-Trainings stellt daher das Joggen dar. Nach einer AufwĂ€rmphase von etwa einer Viertelstunde sollte ein Wechsel zwischen dem so genanntem "Skippen" von etwa einer halben Minute und ruhigem Laufen von etwa dreieinhalb Minuten erfolgen. Beim "Skippen" treten die FĂŒĂŸe auf einer Stelle. Dabei werden die Knie mit voller Kraft hochgezogen. Dieses Intervalltraining findet idealerweise fĂŒnfmal statt. Danach folgt eine zehnminĂŒtige Ruhepause, wĂ€hrend der das sauerstoffhaltige Blut in den Penis strömt.

3. Abnehmen fĂŒr mehr Standfestigkeit

Gerade bei Ă€lteren MĂ€nnern ist Impotenz oft körperlich bedingt. Studien haben ergeben, dass Übergewicht das Risiko fĂŒr Erektionsstörungen erhöht. Gerade Fett in der Bauchgegend sorgt dafĂŒr, dass der Testosteronspiegel sinkt – und damit auch die Manneskraft nachlĂ€sst.

So fanden amerikanische Wissenschaftler in einer 14-jÀhrigen Studie an der Harvard UniversitÀt in Boston heraus, dass MÀnner, die zu Beginn der Studie fettleibig waren, mit einer um 90 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit eine erektile Dysfunktion entwickelten als Normalgewichtige. Italienische Forscher an der Uniklinik Neapel haben umgekehrt gezeigt, dass Gewichtsverlust durch mehr Sport und gesunde ErnÀhrung die Potenz wiederstellen kann.

4. Stents: Hoffnung in schweren FĂ€llen

Stents (GefĂ€ĂŸstĂŒtzen) können nicht nur verstopfte Herzarterien wieder durchlĂ€ssig machen, sondern auch Erektionsstörungen beseitigen. US-Forscher aus Sacramento haben in einer Studie erstmals den Nutzen des medizinischen Implantats bei MĂ€nnern mit Potenzproblemen untersucht. An der Studie nahmen 30 MĂ€nner teil, die unter Potenzstörungen litten und bei denen gefĂ€ĂŸerweiternde Medikamente keine Wirkung gezeigt hatten. Ihnen wurde jeweils ein Stent in der Beckenarterie eingesetzt.

Das Ergebnis: Bei rund 60 Prozent der Probanden verschwand die Impotenz oder besserte sich merklich. Auch drei Monate nach der Behandlung traten keinerlei Komplikationen auf.

Nach Prostata-OP wieder potent

Probleme mit der Potenz treten hĂ€ufig in Folge einer radikalen Prostata-OP auf. Dabei wird die VorsteherdrĂŒse komplett entfernt – und hĂ€ufig werden Nerven beschĂ€digt. Das Risiko, nach dem Eingriff unter Impotenz zu leiden, liegt bei 80 Prozent. Wird der Krebs frĂŒhzeitig entdeckt, kann er schonend therapiert werden.

Eine Nerven erhaltende Operation bietet zum Beispiel das Da Vinci Verfahren. Über eine Bauchspiegelung oder einen Roboterassistenten wird das Karzinom entfernt. Der Erhalt der Erektion wird in 90 Prozent der FĂ€lle ermöglicht. Werden die Nervenbahnen jedoch wĂ€hrend der OP beschĂ€digt, bleibt noch die Möglichkeit einer Injektion in den Penis. Sie nennt sich "Schwellkörper-Auto-Injektionstherapie" und wird vom Patienten selber durchgefĂŒhrt. Der Einstich soll kaum spĂŒrbar sein. Vor dem Sex wird das Mittel in das Glied gespritzt, ein Reflex wird ausgelöst und der Penis schwillt an. FĂŒr viele Betroffene ist diese Prozedur die einzige Möglichkeit, noch eine Erektion zu bekommen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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