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Arthrose in den Fingern: Diese Therapien helfen

Schmerzhafter Gelenkverschleiß  

Das hilft bei Arthrose in der Hand

13.05.2019, 16:49 Uhr | kne, t-online.de

Arthrose in den Fingern: Diese Therapien helfen. Welche Therapien helfen gegen Arthrose in der Hand? (Quelle: Getty Images/Tharakorn)

Welche Therapien helfen gegen Arthrose in der Hand? (Quelle: Tharakorn/Getty Images)

Arthrose ist eine der großen Volkskrankheiten in Deutschland. 60 Prozent aller Menschen über 65 Jahren leiden an dem Gelenkverschleiß. Sind die Hände betroffen, kommt es zu starken Beeinträchtigungen im Alltag. Wir erklären, welche Therapien gegen Arthrose in Händen und Fingern helfen. 

So entsteht Arthrose in den Fingern: Ursachen der Gelenkentzündung 

Weder bestimmte Berufe, die eine besondere Fingerfertigkeit verlangen, noch Hobbys wie Stricken oder Basteln lösen Arthrose in den Händen aus. Allgemein entsteht Arthrose häufig bei einer familiären Veranlagung oder durch die Abnutzung der Gelenke im Alter. Klagen Frauen in den Wechseljahren über Arthrose im Handgelenk, in den Fingern oder im Daumen, sind diese meist auf hormonell bedingt. Bei jüngeren Menschen können unter anderem eine Erbkrankheit oder Übergewicht die Beschwerden auslösen.

Oft wird die Arthrose in der Hand mit einer rheumatischen oder bakteriell bedingten Arthritis verwechselt. Bei einer Arthritis handelt es sich aber um eine entzündliche Erkrankung, die den Knorpel angreift oder sogar zerstört. Bei Arthrose wird der Knorpel durch Knorpelverletzungen, Fehlstellungen, starke Belastung der Gelenke oder Verletzungen der Gelenkflächen kontinuierlich abgebaut  Dabei geht die Gelenkflüssigkeit zurück und kann den Knorpel nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgen.

Arthrose in der Hand: Arten und Symptome 

Bei Gelenkentzündungen in den Händen können unterschiedliche Gelenke und Knochen betroffen sein. Häufig sind es die Fingerendgelenke. Sind diese von Arthrose betroffen, nennt man diese Art auch Heberdenarthrose. Doch Arthrose in den Fingern kann auch in den Fingermittelgelenken oder im Sattelgelenk des Daumens auftreten. In den Fingermittelgelenken spricht man von Bouchard-Arthrose und im Daumengelenk von Rhizarthrose.

Arthrose am Handgelenk tritt zwischen Speiche und Handwurzelknochen oder im Handgelenk zwischen Speiche und Elle auf. Sind mehrere Gelenke in Daumen, Hand und Fingern betroffen, spricht man von einer Fingerpolyarthrose. Typische Symptome sind Versteifungen der Fingergelenke und Schmerzen beim Bewegen. Die Beweglichkeit der Finger ist dadurch stark eingeschränkt. Außerdem kann es zu geschwollenen und geröteten Gelenken und Fingerknacken kommen.

Durch die Entzündung fällt es schwer, die Hand zu einer Faust zu ballen. Bei einer Arthrose am Daumensattelgelenk, der Rhizarthrose oder Daumensattelgelenksarthrose, verliert das Gelenk an Beweglichkeit. Beim Öffnen von Drehverschlüssen wie beispielsweise Flaschendeckeln kommt es zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Bei Arthrose im Handgelenk treten ebenfalls Versteifungen, Schwellungen und Schmerzen auf. 

Was gegen Arthrose in den Fingern hilft

Die Suche nach einer geeigneten Therapie richtet sich nach der Stärke des Schmerzes. Eine Bewegungstherapie und Kräftigung der Hand- und Fingergelenke helfen den Gelenken bei der Entlastung und sind in Phasen der Schmerzfreiheit dringend zu empfehlen. Geeignet sind zum Beispiel Kräftigungsübungen durch Drücken eines Softballs oder Bewegungsübungen im Wasser. Diese sollen helfen Entzündungen und Versteifungen der Gelenke zu lösen, den Verschleiß der Knochen und Gelenke zu reduzieren und die Beweglichkeit der Finger und Hand zu optimieren

Als Sofortmaßnahme ein Gel benutzen

Ob Backen, Putzen oder das Tragen von Einkaufstüten: Für die kleinste Tätigkeit im Alltag braucht man seine Hände. Fällt das Bewegen der Finger jedoch schwer und treten dabei Schmerzen auf, steckt meist eine Handgelenksarthrose dahinter. Patienten klagen häufig über Schmerzen beim Greifen nach schweren Gegenständen oder bei Drehbewegungen. Bei plötzlich auftretenden Beschwerden kann schon ein Schmerzgel helfen. Es lindert den Schmerz und die Finger und Handgelenke bleiben durch den Massageeffekt beim Einreiben beweglich.

Natürliche Arthrose-Hilfe: Die Teufelskrallenwurzel 

Ist die Arthrose in den Fingern noch nicht fortgeschritten, kann es schon helfen, wenn belastende Tätigkeiten im Beruf oder Haushalt umgestellt werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Einnahme von entzündungshemmenden Schmerzmitteln wie zum Beispiel Diclofenac oder Ibuprofen. Schmerzmittel sollten nur nach Absprache mit einem Arzt eingenommen werden, da sie gesundheitliche Risiken bergen.

Magenerkrankungen, aber auch Leber- und Nierenschäden können mögliche Folgen einer regelmäßigen Einnahme sein. Entzündungshemmende Medikamente auf pflanzlicher Basis wie zum Beispiel Teufelskrallenwurzel sind ebenfalls einen Versuch wert. Diese beeinflussen positiv den Auf- und Abbau von Knorpelgewebe. Laut dem Ratgeber-Magazin Apotheken-Umschau wirkt der Extrakt der Pflanze aber erst nach mehrwöchiger Einnahme. Auch hier sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Wärme ist wohltuend bei Arthrose in den Fingern

Neben medikamentösen und operativen Behandlungen empfiehlt die Barmer GEK Krankenkasse auch eine Wärmetherapie gegen Arthrose an der Hand. Dabei kommen warme Fangopackungen, Handbäder mit verschiedenen Zusätzen, Wickel oder Infrarot-Bestrahlung sowie Elektrotherapie zur Anwendung. Doch auch wenn die Wärme wohltuend ist, bilden sich die Verdickung und Verkrümmung des betroffenen Handgelenks nicht mehr zurück.

Spritzen und Operationen können schaden

Eine Therapiemöglichkeit bei fortgeschrittener Handarthrose sind Spritzen mit Kortison, Hyaloronsäure oder Orthokin in die Fingermittelgelenke, Fingerendgelenke oder das Daumensattelgelenk. Das Ziel solcher Injektionen ist es, die Reibung und den Verschleiß im Fingergelenk herabzusetzen und die Entzündung zu hemmen. Hyaluronsäurepräparate kosten zwischen 20 und 270 Euro pro Ampulle, drei bis fünf Injektionen sind meist nötig. Zwar wird durch die Injektionen eine kurzfristige Linderung der Symptome erzielt, jedoch können der angrenzende Knorpel wie auch die Gelenkhaut zusätzlich geschädigt werden. Außerdem greift beispielsweise Kortison auch in den Hormonhaushalt ein, was zu unangenehmen Nebenwirkungen führen kann. Daher dienen Spritzen nicht der Vorbeugung der Erkrankung. 

Fingerarthrose: Die passende Therapie finden

Neben den herkömmlichen gibt es diverse alternative Behandlungsmethoden wie Akupunktur, Magnetfeldtherapie, Kälteanwendungen oder Biostimulation mit dem Softlaser. Diese Therapieverfahren sind laut der Barmer GEK Krankenkasse zum Teil nicht wissenschaftlich anerkannt, werden aber von Einzelpersonen durchaus als hilfreich empfunden. Jeder Patient sollte daher für sich selbst entscheiden, welche Therapie er austesten will und ob er bereit ist, die Kosten dafür zu tragen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen weder die Kosten für die Injektionen noch für die alternativen Behandlungen. Wer sich für  Akupunktur entscheidet, muss damit rechnen, dass die gesetzliche Krankenkasse nur bis zu vier Indikationen bezahlt.

Schlägt keine Behandlungsmethode an, kann eine Operation ein Ausweg sein. Bei den Fingerendgelenken bietet sich die Versteifung mit Drähten oder Schrauben an. Prothesen aus Silikon oder Pyrocarbon hingegen eignen sich bei einer Arthrose der Fingermittelgelenke.


Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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