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Arteriosklerose: Symptome, Ursachen und Behandlung


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So senken Sie Ihr Arteriosklerose-Risiko

t-online, rk

Aktualisiert am 27.09.2022Lesedauer: 3 Min.
Gesund Lebensmittel: Mit einer hauptsächlich pflanzlichen Ernährung kann die Arterienverkalkung vorgebeugt und behandelt werden.
Gesund Lebensmittel: Mit einer hauptsächlich pflanzlichen Ernährung kann die Arterienverkalkung vorgebeugt und behandelt werden. (Quelle: marilyna/getty-images-bilder)
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Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen: Eine Arteriosklerose kann ernste gesundheitliche Folgen haben. Doch verkalkte Arterien lassen sich behandeln – vor allem mit gesunder Ernährung.

Das Wichtigste im Überblick


  • Mögliche Ursachen der Arterienverkalkung
  • Typische Symptome: Arteriosklerose verläuft in vier Stadien
  • Verbesserter Lebensstil: Arterienverkalkung natürlich behandeln
  • Arteriosklerose mit gesunder Ernährung vorbeugen
  • Arteriosklerose-Behandlung mit Medikamenten

Als Arteriosklerose wird eine Erkrankung der Schlagadern (Arterien) bezeichnet, bei der Ablagerungen aus Fett und Kalk in den Arterien entstehen. Dadurch verändern sich die Arterienwände – sie werden immer dicker und starrer. Das Blut kann die Region weniger gut durchströmen. Die Entstehung von Durchblutungsstörungen ist die Folge. Im schlimmsten Fall kann es bis zu einem vollständigen Verschluss der Gefäße kommen.

Das Herz und die Hirnschlagadern sind besonders oft betroffen. Die gesundheitlichen Folgen können ernst sein: Häufig zählen die Verkalkungen zu den Ursachen für einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt.

Mögliche Ursachen der Arterienverkalkung

Es gibt unterschiedliche Risikofaktoren für die Verkalkung der Arterien: Diabetes mellitus gehört ebenso dazu wie schlechte Blutfettwerte, Bluthochdruck und eine Schilddrüsenüberfunktion. Ältere Menschen leiden häufiger unter einer Arteriosklerose als jüngere. Zusätzlich besteht eine gewisse genetische Veranlagung.

Auch der persönliche Lebenswandel kann eine Arteriosklerose begünstigen: Übergewicht stellt dabei ebenso einen Risikofaktor dar wie hohe Cholesterinwerte und Tabakkonsum. Auch ein Bewegungsmangel erhöht die Gefahr einer Gefäßverkalkung.

Typische Symptome: Arteriosklerose verläuft in vier Stadien

Das Tückische an der Verkalkung der Arterien ist: Sie kann theoretisch schon viele Jahre vorhanden sein, bis sich Symptome zeigen. Ein früher Hinweis für Arteriosklerose bei Männern sind Erektionsstörungen, welche daher immer von einem Arzt untersucht werden sollten.

Arteriosklerose verläuft üblicherweise in vier Stadien, in denen unterschiedliche Beschwerden möglich sind:

Stadium Symptome
I Oftmals keine Symptome oder kalte Gliedmaßen.
II Schmerzen in den Waden oder Oberschenkeln sind möglich, oftmals nach Aktivität.
III Schmerzen treten auch im Ruhezustand auf.
IV Bildung von abgestorbenem Gewebe, Wunden und Geschwüren. Es kommt mitunter zum sogenannten "Raucherbein".

Je nachdem, welche Körperregion betroffen ist, können die Arteriosklerose-Symptome variieren: Sind beispielsweise die Gefäße in den Nieren betroffen, kann eine eingeschränkte Nierenfunktion die Folge sein. Sind dagegen die Herzkranzgefäße verkalkt und verengt, leiden Betroffene oft unter linksseitigen Brustschmerzen und einem Engegefühl im Bereich des Brustkorbs.

Verbesserter Lebensstil: Arterienverkalkung natürlich behandeln

Die meisten Risikofaktoren für Arteriosklerose können Sie selbst über eine Veränderung Ihres Lebensstils beeinflussen. Patienten sollten deshalb eventuelles Übergewicht reduzieren und den Tabakkonsum vollständig einstellen. Dadurch können sie das Risiko einer Erkrankung erheblich senken. Darüber hinaus empfiehlt es sich, dass Betroffene einen aktiven Lebensstil mit körperlicher Betätigung und gesunder Ernährung pflegen. Der Abbau von Stress ist bei der Behandlung der Arterienverkalkungen ebenfalls sehr hilfreich.

Arteriosklerose mit gesunder Ernährung vorbeugen

Eine gesunde Ernährung spielt bei der Behandlung und Vorbeugung von Arteriosklerose eine entscheidende Rolle. Viel Obst und Gemüse sowie mehrfach ungesättigte Fettsäuren aus pflanzlichen Quellen sollten tierische Fette zu einem großen Teil ersetzen. Nahrungsfette beeinflussen die Blutfettwerte stärker als das Cholesterin in der Nahrung selbst, wie das Bundeszentrum für Ernährung erklärt.

Dabei kommt es vor allem auf die Gesamtfettmenge und die Fettsäurezusammensetzung an. Fette aus tierischen Lebensmitteln wie Wurst, Fleisch, Käse oder Sahne fördern die Entstehung von Ablagerungen in den Arterien besonders. Setzen Sie daher vor allem auf pflanzliche Lebensmittel. An diesen können Sie sich immer satt essen. Wenn es doch mal tierische Lebensmittel sein sollen, wählen Sie fettarme Varianten, wie gekochten Schinken, Geflügel und fettarme Milchprodukte.

Gesund Lebensmittel: Mit einer hauptsächlich pflanzlichen Ernährung kann die Arterienverkalkung vorgebeugt und behandelt werden.
Gesund Lebensmittel: Mit einer hauptsächlich pflanzlichen Ernährung kann die Arterienverkalkung vorgebeugt und behandelt werden. (Quelle: marilyna/getty-images-bilder)

Achten Sie zudem auf eine ballaststoffreiche Ernährung aus Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Obst und Gemüse. Ballaststoffe senken den Blutfettspiegel, indem sie die sogenannte Gallensäure binden, welche zum Großteil aus Cholesterin besteht. Vor allem aber sind ballaststoffreiche Lebensmittel fettarm und gut sättigend.

Auch das richtige Maß zwischen den einzelnen Nährstoffen ist wichtig: 50 Prozent der Energiezufuhr sollte laut dem Ernährungsportal aus Kohlenhydraten bestehen, 30 Prozent aus gesunden Fetten und 20 Prozent der aufgenommenen Lebensmittel sollten Proteine darstellen. Zusätzlich ist es wichtig, ausreichend Vitamine aufzunehmen sowie viel zu trinken. Betroffene sollten außerdem regelmäßig ihre Blutfettwerte, ihren Blutzucker und ihren Blutdruck überprüfen lassen.

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Arteriosklerose-Behandlung mit Medikamenten

Parallel zur Ernährung gibt es Medikamente, mit denen sich die Verkalkung unter Umständen aufhalten oder sogar rückgängig machen lässt. Dafür sind laut der Deutschen Gefäßliga die Wirkstoffe Clopidogrel oder Acetylsalicylsäure (ASS) das Mittel der Wahl. Beide können die Bildung eines Blutgerinnsels verhindern.

Gelegentlich kann auch ein operativer Eingriff notwendig sein: Die behandelnden Ärzte dehnen hier die Engstellen in den Gefäßen aus. Anschließend verwenden sie ein spezielles Gittergeflecht, einen sogenannten Stent, um die Gefäße zu stützen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Deutsche Gefäßliga e.V.
  • Bundeszentrum für Ernährung
  • Eigene Recherche
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