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Woher das lÀstige Piepen im Ohr kommen kann

t-online, ag

Aktualisiert am 09.05.2022Lesedauer: 4 Min.
Tinnitus: Ohrensausen in Form von Piepen, Pfeifen, Brummen oder Rauschen sind die Haupt-Symptome bei Tinnitus.
Tinnitus: Ohrensausen in Form von Piepen, Pfeifen, Brummen oder Rauschen sind die Haupt-Symptome bei Tinnitus. (Quelle: Motortion/getty-images-bilder)
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Das quĂ€lende DauergerĂ€usch im Ohr, das sich in Symptomen wie Piepen, Pfeifen oder Summen Ă€ußert, kann durch ZĂ€hneknirschen, Ohrenschmalz oder Tabletten verursacht werden. Wir haben die wichtigsten Tinnitus-Auslöser zusammengestellt.

Das Wichtigste im Überblick


Mediziner unterscheiden zwischen objektivem und subjektivem Tinnitus. Bei Betroffenen des objektiven Tinnitus ist das GerĂ€usch tatsĂ€chlich im Kopf existent und ist oft auf eine GefĂ€ĂŸverengung oder einen Tumor zurĂŒckzufĂŒhren. Diese Form der Erkrankung ist allerdings Ă€ußerst selten.


Tinnitus: Sechs Tipps gegen die lÀstigen OhrgerÀusche

Tipp Nr. 1: Schnell zum Arzt gehen. Je frĂŒher eine Behandlung bei Tinnitus einsetzt, umso besser. Sofern das GerĂ€usch nicht weggeht, sollte man innerhalb der ersten acht Tage zu einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt gehen.
Tipp Nr. 2: nicht an Wundertherapien glauben. Immer wieder tauchen Nachrichten von sensationellen Heilungserfolgen bei Tinnitus auf. Auch die Zahl der Therapien ist kaum ĂŒberschaubar. Orientierung bietet die Krankenkasse. Therapien, die von der Krankenkasse bezahlt werden, gelten als geprĂŒft.
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Bei den meisten Betroffenen liegt die subjektive Form vor, bei welcher das Ohrensausen Ausdruck einer verÀnderten Hörverarbeitung ist. Die lÀstigen Symptome wie Ohrensausen, Rauschen, Pfeifen oder Piepen sind bei beiden Tinnitus-Arten gleich.

Je nachdem, welche Auslöser fĂŒr den Tinnitus verantwortlich sind, gibt es unterschiedliche Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten.

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Ursache 1: LÀrmschÀden und Knalltrauma

Laute Musik und extremer LĂ€rm können die Sinneszellen im Innenohr schĂ€digen oder sogar das Trommelfell zum Platzen bringen. Das kann zu Schwerhörigkeit fĂŒhren und einen Tinnitus auslösen. Auch der Knall von Feuerwerkskörpern oder eine SchĂ€delverletzung, etwa durch einen harten Schlag auf den Kopf, kann dies bewirken.

Dabei passiert Folgendes: Wenn der Hörnerv so stark geschÀdigt ist, dass er nur noch wenige oder keine Signale mehr bekommt, ersetzt er den fehlenden Reiz durch ein dauerhaftes Rauschen im Ohr: dem Tinnitus. Dieser Mechanismus verselbststÀndigt sich dann im Hörzentrum und das Piepen im Ohr wird chronisch und kann nur selten in der Therapie geheilt werden. In schlimmen FÀllen kann es sogar zu einem Hörverlust kommen.

Ursache 2: Verstopfter Ohrkanal

So banal es klingt: OhrgerĂ€usche werden manchmal ganz einfach durch einen verhĂ€rteten Pfropf aus Ohrenschmalz verursacht. Durch das Ohrenschmalz werden die GerĂ€usche von außen gedĂ€mpft. Dabei reduziert sich nicht nur das Hörvermögen, sondern es stellen sich oft auch lĂ€stige OhrgerĂ€usche ein.

In diesem Fall muss ein Arzt dem Patienten den Pfropf fachgerecht entfernen. Dann verschwindet der Tinnitus in der Regel schnell wieder.

Ursache 3: MeniÚre-Krankheit und Hörsturz

LĂ€rmt der Tinnitus nur auf einer Seite, so besteht dort hĂ€ufig eine Hörstörung. Oft ist das OhrgerĂ€usch ein Begleitsymptom der, mit Drehschwindel und Übelkeit einhergehenden, MeniĂšre-Krankheit. Diese entsteht vermutlich durch einen Überdruck im Innenohr.

Auch ein Hörsturz kann ein Auslöser fĂŒr Tinnitus sein. Doch was sind die Anzeichen fĂŒr einen Hörsturz? Sie erkennen ihn an der plötzlichen Hörminderung, meist auf einem Ohr. Dazu kommt es oft zu Tönen und DruckgefĂŒhlen im Ohr und Kopf sowie zu Schwindel.

Als Ursache vermuten Experten Durchblutungsstörungen. Bei den genannten Anzeichen sollten Betroffene schnellstens zum HNO-Arzt gehen. Denn nur bei frĂŒhzeitiger Behandlung kann das Hörvermögen wieder hergestellt werden und der Tinnitus wieder verschwinden.

Ursache 4: Stress und psychische Belastung

AusfĂŒhrlich erklĂ€rt: Wie Stress uns krank macht

Wissenschaftler erklĂ€ren das PhĂ€nomen so: Das Stresshormon Cortisol bewirkt im Ohr, dass die Substanz Glutamat in den Nervenzellen in großer Menge ausgeschĂŒttet wird. Die Folge: Auch Kalzium wird vermehrt ausgeschĂŒttet und schĂ€digt so Hörsinneszellen und Nervenzellen im Ohr. FĂŒr stressbedingten Tinnitus lautet die Therapie also Stressvermeidung und -abbau.

Ursache 5: ErkĂ€ltungen und MittelohrentzĂŒndung

Bei grippalen Infekten kann es zu einem Erguss im Mittelohr kommen, welcher den Ă€ußeren Ohrkanal verstopft. Auf diese Weise werden die AußengerĂ€usche gedĂ€mpft und das Rauschen im Ohr wird hörbar. Wenn die ErkĂ€ltung ausgeheilt ist, werden die Ohren wieder frei und das GerĂ€usch verschwindet von selbst.

Allerdings kann es im Fall einer heftigen MittelohrentzĂŒndung passieren, dass Bakterien ins Innenohr gelangen und dort am Eingang zur Hörschnecke die Hörsinneszellen dauerhaft schĂ€digen. Dann bleibt der Tinnitus bestehen.

ErkÀltete Frau liegt im Bett und putzt sich die Nase mit einem Taschentuch.
Tinnitus: Auch ErkÀltungen können das Piepen auslösen. (Quelle: Wave Break Media Ltd/imago-images-bilder)

Ursache 6: Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems

Auch Krankheiten innerer Organe können einen Tinnitus verursachen. Vor allem Herz-Kreislauf-Erkrankungen spielen hierbei eine wichtige Rolle. OhrgerĂ€usche treten manchmal auch bei Patienten mit GefĂ€ĂŸverkalkung infolge von Durchblutungsstörungen auf und Ă€ußern sich in Ohrensausen.

Um die richtige Therapie zur Behandlung Ihres Tinnitus zu finden, sollten Sie eine Untersuchung des Herz-Kreislauf-Systems im Blick haben.

Ursache 7: Diabetes und Stoffwechselerkrankungen

Bei Menschen mit Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, Gicht oder Störungen im Fettstoffwechsel kann die Durchblutung des Gehirns beeinflusst werden und ebenfalls Tinnitus verursachen. Vermutlich erhalten bei den genannten Erkrankungen die Sinneszellen im Ohr zu wenig Sauerstoff. Das wiederum beeintrÀchtigt die Hörfunktion und löst Tinnitus aus.

Ursache 8: Bestimmte Medikamente und Alkohol

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Eine Reihe von Medikamenten haben ebenfalls Nebenwirkungen, die sich auf das Hörsystem auswirken und sogar Tinnitus auslösen können. Hierzu gehören unter anderen bestimmte Schmerz- und Rheumamedikamente, Blutdruckmittel und Medikamente zur Behandlung von Depressionen.

Allerdings sollten Patienten, die einen Zusammenhang zwischen ihrem Tinnitus und einem verordneten Arzneimittel vermuten, das Medikament nicht einfach ohne RĂŒcksprache mit ihrem Arzt absetzen.

Ursache 9: Können Verspannungen OhrgerÀusche auslösen?

FĂŒr das permanente OhrgerĂ€usch können auch Verspannungen des Kiefers und der Kaumuskulatur verantwortlich sein. Wer aufgrund von Stress nachts mit den ZĂ€hnen knirscht, ist ebenfalls gefĂ€hrdet. Diese andauernde Verkrampfung kann sich nĂ€mlich so auf das Innenohr auswirken, sodass ein unangenehmes Piepsen im Ohr entsteht. Dabei können, aufgrund des starken Drucks, die feinen Haarzellen im Innenohr Ă€hnlich geschĂ€digt werden, wie durch starken LĂ€rm.

Info: Akuter Tinnitus kann auch infolge einer Zahnbehandlung auftreten. Das passiert durch eine Überreiz-Reaktion bei SchmerzzustĂ€nden. Denn die Nerven der Halsmuskulatur stehen in direkter Verbindung zu den Kerngebieten des Hörnervs im Gehirn. Klingt der Schmerz nach einem Zahnarztbesuch wieder ab, verschwindet auch der Tinnitus in der Regel wieder.

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Ursache 10: Halswirbelerkrankungen

VerĂ€ndern sich die OhrgerĂ€usche bei Kopfbewegungen, ist auch an Störungen im Bereich der HalswirbelsĂ€ule zu denken. Denn zwischen den Nerven im Bereich der HalswirbelsĂ€ule und den Hörarealen im Gehirn bestehen Verbindungen. Oft liegen Abnutzungserscheinungen oder Verletzungen der Halswirbel zugrunde. Verspannte Nackenmuskeln können demnach ebenfalls Auslöser fĂŒr Tinnitus sein.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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