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Nasenspülung mit der Nasendusche: So funktioniert es

Hilfe bei Allergien und Erkältungen  

So funktioniert es: Acht Fakten zur Nasendusche

12.11.2019, 12:12 Uhr | t-online.de, loe

Nasenspülung mit der Nasendusche: So funktioniert es. Junge Frau nutzt die Nasendusche: Nasenspülungen können Erkältungsbeschwerden lindern. (Quelle: Getty Images/ AndreyPopov)

Junge Frau nutzt die Nasendusche: Nasenspülungen können Erkältungsbeschwerden lindern. (Quelle: AndreyPopov/Getty Images)

Eine Nasenspülung soll bei einer verstopften Nase durch Allergien und Erkältungsbeschwerden Linderung schaffen. Doch wie oft ist sie überhaupt sinnvoll – und wie funktioniert die Anwendung? Acht Fragen, acht Antworten.

Allergiker oder Erkältete kennen es: Das Atmen fällt schwer, der Kopf fühlt sich an, als würde er platzen und unter der Gesichtshaut spannt es. Auch die Ohren sind bei vielen Erkälteten zu und der Geschmackssinn ist verschwunden. Grund dafür sind meistens eine übermäßige Schleimproduktion und entzündete Nasengänge oder Nasennebenhöhlen durch Allergien oder grippale Infekte. Der Schleim soll die Erreger oder allergischen Stoffe abtransportieren, der Feuchtigkeitshaushalt ist gestört und die Nase damit verstopft. 

Die Nasendusche kann bei verstopften Nasengängen und Nasennebenhöhlen für Erleichterung sorgen. Hier erfahren Sie, wie Sie die Spülung richtig anwenden, was sie bewirkt und welche Nasenspülungen erhältlich sind. 

1. Wie funktioniert eine Nasendusche?

Bei der Nasenspülung wird der Naseninnenraum mit einer Salzlösung durchgespült. Dabei kommt eine Apparatur zum Einsatz, die als Nasendusche bezeichnet wird. Sie sorgt dafür, dass die Salzlösung mit dem nötigen Druck durch die Nase gespült werden kann.

Anleitung:

1. Halten Sie das Ansatzstück direkt an ein Nasenloch. Am besten beugen Sie sich während des gesamten Vorgangs über ein Waschbecken.

2. Wenn Sie den Finger vom sogenannten Deckelventil nehmen, kann das Wasser in die Nase strömen.

3. Halten Sie den Kopf seitlich gebeugt und lassen Sie die möglichst lauwarme Flüssigkeit in ein Nasenloch laufen.

4. Über das zweite Nasenloch fließt die Flüssigkeit wieder hinaus. Anschließend spülen Sie das zweite Nasenloch auf die gleiche Art durch. Sie werden merken, dass neben der Salzlösung auch Nasensekret heraus läuft und die Nase und die Nebenhöhlen weniger dicht sind.

5. Atmen Sie währenddessen durch den Mund ein und aus. Lassen Sie den Mund immer geöffnet. Leichtes Ausschnäuzen nach dem Vorgang ist erlaubt. 

2. Was bringt die Nasenspülung?

Eine Nasenspülung reinigt den Naseninnenraum. Krankheitskeime werden ausgeschwemmt und damit Erkältungen vorgebeugt. Sind Sie bereits erkältet, mindert die Salzdusche die Anschwellung der Schleimhäute.

Nach einer Erkrankung der Atemwege hilft die Methode schließlich beim Heilungsprozess. Langfristig soll die Nasenspülung auch chronische Entzündungen der Nasennebenhöhlen und Beschwerden durch Heuschnupfen und Hausstauballergie lindern.

3. Warum gehört Salz in die Spülung?

Reines Wasser aus dem Hahn würde die Schleimhäute anschwellen lassen. Aus diesem Grund sollte das Wasser einen Salzanteil von 0,9 Prozent haben. Das entspricht dem Salzgehalt im menschlichen Körper, wie er beispielsweise in der Tränenflüssigkeit vorliegt.

Meist sind im Handel schon Portionspackungen mit der richtigen Menge an Salz verfügbar, zu denen Sie ruhig greifen sollten. Zu viel oder auch zu wenig Salz in der Lösung kann die Nasenschleimhäute nämlich reizen oder austrocknen. 

4. Wie oft darf gespült werden?

Spült man zu oft und ohne krankheitsbedingten oder allergischen Grund, kann dies den natürlichen Immunschutz der Nase schwächen. Daher rät die Deutsche Lungenstiftung e. V. nur bei akuten Problemen und nicht länger als eine Woche zu spülen. Eine vorbeugende Nasendusche ist kontraproduktiv und fördert eher ein häufigeres Erkranken.

Bei chronischen Erkrankungen oder ständigem Niesen durch einen Pollenschub ist eine regelmäßige Anwendung hilfreich, um die Beschwerden zu lindern. Eine Absprache mit dem Arzt wird jedoch empfohlen.

5. Kann ich auch ohne Nasendusche spülen?

Die Nasenspülung lässt sich besonders komfortabel mit einer Nasendusche vornehmen. Im Handel sind verschiedene Ausführungen von Kännchen über Gläser bis zum Eimer erhältlich. Wer keine dieser Apparaturen griffbereit hat, kann die Flüssigkeit auch aus der hohlen Hand in die Nase hochziehen. Dies erscheint aber im Vergleich zur einfachen Anwendung mit der Nasendusche eher umständlich. 

6. Welche Nasenduschen gibt es und wo kann ich sie kaufen?

Das Produkt bekommen sie online, in Apotheken, aber auch in den gängigen Drogeriemärkten für zwischen fünf bis zwanzig Euro. Am günstigsten ist es in den Drogeriemärkten. Auch das Nasenspülsalz ist nicht teuer. 50 Beutel kosten im Schnitt zwischen fünf und zehn Euro.

Eine bekannte und gut bewertete Marke ist Emser. Dem Salz werden mehr als 30 Mineralstoffe zugesetzt und die leicht alkalische Salzlösung wirkt entzündungshemmend. Aber auch andere Marken wie IQ-med, Emsan oder sensecare werden gut bewertet. 

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7. Nasenspülung beim Baby: Ist das sinnvoll?

Wenn Babys aufgrund einer Erkältung an einer verstopften Nase leiden, brauchen sie Hilfe. Da sie sich nicht selbst die Nase putzen können, kann eine Nasenspülung ihren Naseninnenraum von Schleim befreien. Statt mit einer Nasendusche wird die Salzlösung in der richtigen Konzentration über eine Pipette in die Nase gegeben. Der gelöste Schleim kann so über Rachen oder Nasenlöcher abfließen.



8. Nasendusche bei Kindern: So geht's einfacher

Empfohlen wird die Anwendung der Nasendusche ab drei Jahren. Gerade jüngeren Kindern könnte die Nasendusche suspekt vorkommen. Dabei ist sie auch bei verstopften Kindernasen eine gute Möglichkeit, das Atmen zu erleichtern. Zeigen Sie Ihren Kindern die Anwendung einmal bei sich selbst. So erkennt das Kind, dass es einfach und schmerzfrei ist und sogar hilft und ahmt die Nutzung mit etwas Hilfestellung nach.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Deutsche Lungenstiftung e. V. 

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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