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Fersensporn: Ursachen, Diagnose, Behandlung

Wenn jeder Schritt schmerzt  

Fersensporn: Ursachen und Entstehung

22.02.2018, 09:15 Uhr | t-online.de

Fersensporn: Ursachen, Diagnose, Behandlung. Ursache für Fußschmerzen kann ein Fersensporn sein. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ursache für Fußschmerzen kann ein Fersensporn sein. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der Fersensporn ist einer der häufigsten Gründe für Fußschmerzen. Was viele nicht wissen: Der Fersensporn selbst ist keine Erkrankung, sondern nur eine Begleiterscheinung. Was die Ursachen sind und wie der Fersensporn entsteht, erfahren Sie hier.

Fersensporn: Was ist das?

Der Fersensporn, auch Kalkaneussporn genannt, ist ein dornartiger Knochenauswuchs am Fersenbein. Fast jeder dritte Mensch hat solch einen Sporn – oft jedoch, ohne es zu wissen. Bemerkbar macht sich ein Fersensporn erst, wenn es durch eine dauerhafte Überlastung zur Entzündung im Bereich der Sehnen am Fuß kommt.

Ursachen: So entsteht der Fersensporn 

Die häufigste Ursache für einen Fersensporn ist eine enorme Belastung des Fußes über längere Zeit. Risikofaktoren sind vor allem:

  • Übergewicht
  • Langes Gehen oder Stehen
  • Fußfehlstellungen (Knickfuß, Senkfuß, Plattfuß)
  • Falsches Schuhwerk: Sowohl hohe Absätze als auch flache, harte oder zu enge Schuhe sind schädlich für die Fersen.
  • Sport: Sowohl ein hohes Trainingspensum als auch eine unzureichende Erwärmung belasten die Muskeln, Sehnen und Bänder in Füßen und Waden.
  • Alter: Mit zunehmendem Alter baut sich das stoßdämpfende Fettpolster unter der Ferse ab, wodurch der Druck auf das Fersenbein zunimmt. Bei den meisten Menschen treten die Schmerzen ab dem 40. Lebensjahr auf. 

Infolge der Überlastung entstehen kleine Risse an den Sehnen am Fuß. Zur Entlastung bildet der Körper Kalkablagerungen, die verknöchern. Es entsteht ein dornartiger Fortsatz an der Ferse, der jedoch meist unbemerkt bleibt. Erst wenn die Überlastung des Fußes weiter anhält, kommt es zur schmerzhaften Entzündung der Sehne.

Neben Überlastung können auch Vererbung oder eine verkürzte Wadenmuskulatur Ursachen eines Fersensporns sein. Bei Frauen kommt der Fersensporn häufiger vor als bei Männern. Grund dafür sind vor allem hohe Absätze, welche die Verkürzung der Wadenmuskulatur fördern und somit auch die Gefahr einer Plantarfasziitis erhöhen. Aber auch flache Schuhe mit dünner, harter Sohle können die Fersenschmerzen hervorrufen. 

Arten: Plantarer und oberer Fersensporn

Entsprechend seiner Lage unterscheiden Mediziner zwei Arten von Fersensporn: Den unteren, plantaren Fersensporn an der Fußsohle und den oberen Fersensporn am Ansatz der Achillessehne. Während der obere Fersensporn nur sehr selten auftritt, ist der untere Fersensporn viel verbreiteter. Entdeckt wird er meist er dann, wenn es zu einer Entzündung der Sehnenplatte unterm Fuß, der Plantarfaszie, kommt. Eine so genannten Plantarfasziitis geht mit starken Schmerzen im Bereich der Ferse einher. Die Symptome treten vor allem morgens nach dem Aufstehen auf und lassen im Laufe des Tages nach. 

Der Fersensporn: Deutlich häufiger bildet er sich an der Sehnenplatte unter der Fußsohle. (Quelle: dpa)Der Fersensporn: Deutlich häufiger bildet er sich an der Sehnenplatte unter der Fußsohle. (Quelle: dpa)

Mehr zum Thema: Fersensporn Symptome

Diagnose und Behandlung: Entlastung und Übungen helfen

Der Fersensporn kann verlässlich durch Röntgenbilder diagnostiziert werden. Tauchen Symptome wie Fersenschmerzen auf, gibt es je nach Schweregrad der Beschwerden verschiedene Therapiemöglichkeiten.

Akute Behandlungsmöglichkeiten gegen die Schmerzen sind Kälte und entzündungshemmende Medikamente. Außerdem helfen spezielle Einlagen, den Druck auf die Ferse zu verringern.

Zur langfristigen Behandlung und Vorbeugung von Fersenschmerzen, ist eine Physiotherapie sinnvoll. Dabei werden die Fuß- und Wadenmuskulatur durch spezielle Übungen gedehnt und gekräftigt. Auch Strahlentherapien und Stoßwellentherapien haben sich bei einem Fersensporn als wirksam erwiesen. Zeigen die genannten Behandlungen keine Wirkung und lassen die Schmerzen nicht nach, wird in seltenen Fällen zu einer Operation geraten.

Mehr zum Thema: Was tun bei Fersensporn?

Fersensporn vorbeugen: Überlastung der Füße vermeiden

Will man einem Fersensporn und den damit einhergehenden Schmerzen vorbeugen, sollte man eine dauerhafte Überlastung der Füße vermeiden. Dazu gehören neben der Reduzierung von Übergewicht auch das Tragen bequemer Schuhe. Vor allem Sportler sollten ein besonderes Augenmerk darauf legen, Schuhe zu wählen, die einen guten Halt bieten und ausreichend gedämpft sind.

Wird eine Fußfehlstellung diagnostiziert, helfen spezielle Einlagen, die der Orthopäde verschreibt. Auch regelmäßige Übungen zur Dehnung und Stärkung der Muskeln und Sehnen der Füße sind sinnvoll, um einer Plantarfasziitis vorzubeugen. 

Mehr zum Thema: Übungen bei Fersensporn

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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