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FĂŒr diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfĂ€ltig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Oberschenkelhalsbruch endet oft tödlich

t-online, Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 29.12.2021Lesedauer: 5 Min.
Knochenbruch: In Deutschland erleiden jedes Jahr rund 120.000 Menschen einen Oberschenkelbruch.
Knochenbruch: In Deutschland erleiden jedes Jahr rund 120.000 Menschen einen Oberschenkelbruch. (Quelle: stockdevil/getty-images-bilder)
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Ein Oberschenkelhalsbruch trifft meist Àltere Menschen und erhöht statistisch gesehen das Sterberisiko. Eine schnelle Behandlung der Verletzung ist daher besonders wichtig. Wir sagen, welche Möglichkeiten es gibt.

Das Wichtigste im Überblick


Oberschenkelhalsbruch: Osteoporose als Auslöser

In Deutschland erleiden jedes Jahr rund 120.000 Deutsche einen Oberschenkelhalsbruch, auch Schenkelhalsfraktur genannt. "Der Auslöser ist in den meisten FĂ€llen eine Kombination aus einer vorliegenden Osteoporose und einem Sturz", sagt Professor Ulrich Christoph Liener, Ärztlicher Direktor der Klinik fĂŒr OrthopĂ€die, Unfallchirurgie und Wiederherstellungschirurgie am Marienhospital Stuttgart. "Nur in seltenen FĂ€llen beginnt der Knochen schleichend zu brechen und der Bruch zeigt sich ohne Sturz." Hellhörig sollte man im Bezug auf Osteoporose werden, wenn plötzlich starke Schmerzen im Bereich der WirbelsĂ€ule, der Knie und der HĂŒfte einsetzen.

Wo befindet sich der Oberschenkelhalsknochen?


Osteoporose: Sieben Symptome

1. Schrumpfen/GrĂ¶ĂŸenverlust: Ein starkes Schrumpfen durch Osteoporose ist nicht unĂŒblich, bis zu 20 Zentimeter sind bei schwerer Osteoporose möglich. Die Ursache fĂŒr den GrĂ¶ĂŸenverlust sind BrĂŒche an den Wirbelkörpern, die die WirbelsĂ€ule zusammensacken lassen.
2. GebĂŒckte Haltung: Bei fortgeschrittener Krankheit kann es zu einer VerkrĂŒmmung der WirbelsĂ€ule kommen. Das kann sich im Verlauf bis hin zum Buckel ("Witwenbuckel") und RundrĂŒcken entwickeln. Der RundrĂŒcken kann auch zu weiteren körperlichen Symptomen wie etwa Sodbrennen oder Kurzatmigkeit fĂŒhren.
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Der Oberschenkelknochen ist der lĂ€ngste und krĂ€ftigste Knochen im Körper. Der kugelförmige Kopf des Oberschenkelknochens, auch HĂŒftkopf genannt, bildet zusammen mit dem Beckenknochen das HĂŒftgelenk. Der Teil des Oberschenkelknochens, der direkt an den HĂŒftkopf anschließt, ist der Oberschenkelhals. An dem Oberschenkelhals gibt es zwei VorsprĂŒnge, den großen und den kleinen RollhĂŒgel. Mediziner unterscheiden zwei Formen von OberschenkelbrĂŒchen: den Oberschenkelhalsbruch sowie den Bruch des RollhĂŒgels.

Ursache: Wie kommt es zum Bruch?

Mit steigendem Alter lassen BewegungsfĂ€higkeit und Gleichgewichtssinn nach und Muskelmasse sowie Knochendichte nehmen ab. Das Risiko fĂŒr einen Oberschenkelbruch, und damit auch fĂŒr einen Oberschenkelhalsbruch, steigt. Vor allem Frauen sind von den BrĂŒchen betroffen, denn mit den Wechseljahren sinkt die Produktion des Hormons Östrogen. "Östrogen verhindert den Knochenabbau. Ohne das Hormon werden die Knochen schwĂ€cher. Das gilt ĂŒbrigens auch fĂŒr MĂ€nner", sagt Liener und rĂ€t Frauen, ab dem 70. Lebensjahr und MĂ€nnern ab dem 80. Lebensjahr regelmĂ€ĂŸig eine Knochendichtemessung durchfĂŒhren zu lassen.

Wie gefÀhrlich ist ein Oberschenkelhalsbruch?

Die Folgen eines Sturzes sind fĂŒr Ă€ltere Menschen oft schwerwiegend und ziehen lĂ€ngere Krankenhausaufenthalte mit sich. Besonders OberschenkelhalsbrĂŒche, die auch gerne Schenkelhalsfraktur genannt wird, oder Frakturen an der HĂŒfte sind oft mit Komplikationen und EinschrĂ€nkungen verbunden. FĂŒr die Betroffenen bedeutet das im schlimmsten Fall die PflegebedĂŒrftigkeit.

Mehr als zehn Prozent der Patienten sterben sogar innerhalb der ersten 30 Tage nach einem Sturz. Und bis zu 20 Prozent der GestĂŒrzten bleiben bettlĂ€gerig oder zumindest so gebrechlich, dass sie anschließend im Heim betreut werden mĂŒssen. Nur 40 bis 60 Prozent der Patienten erreichen nach einer Fraktur des Oberschenkelhalses wieder das Niveau an MobilitĂ€t, das sie zuvor hatten.

Experten schĂ€tzen, dass etwa 30 Prozent der ĂŒber 65-JĂ€hrigen mindestens einmal pro Jahr stĂŒrzen. Diejenigen, die bereits hingefallen sind, haben zudem ein erhöhtes Risiko fĂŒr weitere StĂŒrze.

Symptome: Wie zeigt sich ein Oberschenkelhalsbruch?

Ein Oberschenkelhalsbruch verursacht Betroffenen starke Schmerzen in der Leiste und im HĂŒftgelenk. Dabei kann das Bein nicht mehr aktiv bewegt werden. Eventuell sieht man lokale BlutergĂŒsse und eine Prellmarke. Zusammengefasst können bei einer Schenkelhalsfraktur folgende Symptome auftreten:

  • Schmerzen in der HĂŒfte
  • eingeschrĂ€nkte Beweglichkeit im HĂŒftgelenk
  • BlutergĂŒsse und Schwellungen am HĂŒftgelenk
  • Bein kann nicht mehr aktiv gehoben und belastet werden
  • Bein ist verkĂŒrzt und nach außen gedreht

Komplikationen: Folgen des Oberschenkelhalsbruchs

OberschenkelhalsbrĂŒche sind ebenso wie BrĂŒche der RollhĂŒgel fĂŒr alte Menschen ein Risiko. Im ersten Jahr nach der Fraktur ist die Sterblichkeitsrate besonders groß. "ZusĂ€tzlich zum Oberschenkelhalsbruch kommen noch weitere Faktoren zusammen, die die Behandlung verkomplizieren", erklĂ€rt der Unfallchirurg. "Ältere Menschen sind an sich schon gebrechlicher. Der Bruch ist immer ein Zeichen, dass die gesundheitliche Gesamtkonstitution des Patienten angeschlagen ist."

So erschweren bestehende Erkrankungen von Herz und Nieren die Genesung. Eine geschwĂ€chte Lungenfunktion erhöht die Gefahr fĂŒr eine LungenentzĂŒndung. Ein schwaches Immunsystem birgt zusĂ€tzliche Gefahren.

Behandlung: Operation nach Oberschenkelhalsbruch

Bei der Diagnose "Oberschenkelhalsfraktur" ist die Therapie der Wahl die Operation. "Das Risiko, dass der Patient in Folge eines Oberschenkelbruchs pflegebedĂŒrftig wird und im ersten Jahr nach dem Bruch verstirbt, ist umso höher, je lĂ€nger mit einem Eingriff gewartet wird und je spĂ€ter der Patient nach der Operation wieder aktiv ist", sagt Liener. "Die operative Versorgung einer Fraktur der HĂŒfte sollte möglichst innerhalb von 24 Stunden erfolgen – vorausgesetzt, der Patient nimmt keine blutverdĂŒnnenden Medikamente, weswegen die Operation verzögert werden muss. Studien zeigen, dass durch eine zeitnahe Operation die Sterblichkeit innerhalb der ersten 30 Tage nach dem Unfall gesenkt werden kann."

Je nach Art des Oberschenkelbruchs und Alter des Patienten gibt es zwei wesentliche operative Verfahren:

  • HĂŒftkopferhaltendes Verfahren: Dabei wird der Bruch mit Schrauben, NĂ€geln und Platten fixiert. Diese Methode wird vor allem bei jĂŒngeren Patienten eingesetzt, bei denen der Oberschenkelbruch durch einen Sturz oder Unfall verursacht wurde.
  • HĂŒftkopfersetzendes Verfahren: Bei dieser Methode wird das beschĂ€digte HĂŒftgelenk durch eine Prothese (Endoprothese) ganz oder teilweise ersetzt.

Oberschenkelhalsbruch: Schnelle Rehabilitation nach der OP wichtig

In den meisten FĂ€llen ist es bereits ein bis zwei Tage nach der Operation möglich, das betroffene Bein wieder zu belasten. In Verbindung mit Krankengymnastik und einer Schmerztherapie lernen die Patienten schon im Krankenhaus, sich mithilfe von UnterarmgehstĂŒtzen oder Gehwagen selbststĂ€ndig fortzubewegen. Eine frĂŒhzeitige Mobilisation des Patienten ist einerseits wichtig, um den Abbau von Muskulatur einzudĂ€mmen und andererseits um eine lĂ€ngere BettlĂ€grigkeit und damit mögliche Komplikationen, wie Thrombosen oder Embolien, zu vermeiden.

Nach einem zwei- bis dreiwöchigen Krankenhausaufenthalt folgt dann die Rehabilitation des Patienten, die ambulant oder aber stationĂ€r in einer Rehaklinik erfolgen kann. Betroffene lernen dabei, trotz ihrer EinschrĂ€nkungen wieder ein normales Leben zu fĂŒhren und sich selbststĂ€ndig zu versorgen.

Auch wenn keine medizinischen Komplikationen auftreten, sterben immer noch 20 Prozent der Patienten innerhalb des ersten Jahres nach der Operation. Die genauen GrĂŒnde sind bislang jedoch nicht erforscht. Die besten Genesungschancen haben die Patienten Liener zufolge dann, wenn Unfallchirurgen, Geriater (Spezialisten fĂŒr die Behandlung alter Menschen), PflegekrĂ€fte und Physiotherapeuten zusammenarbeiten, wie das etwa in Alterstraumazentren der Fall ist. Es sei nicht nur wichtig, den Bruch als solchen zu behandeln, sondern auch die Gesamtkonstitution des Patienten im Blick zu behalten.

Vorbeugen: Tipps fĂŒr starke Knochen im Alter

Das Altern lĂ€sst sich nicht aufhalten und auch auf VerĂ€nderungen im Hormonhaushalt kann man nur bedingt einwirken. Dennoch kann jeder aktiv etwas fĂŒr seine Knochen tun. Der OrthopĂ€de rĂ€t, auf eine gesunde ErnĂ€hrung und ausreichend Bewegung zu achten, damit die Knochen gut versorgt sind.

"Essen Sie Lebensmittel, die reich an Kalzium sind. Und achten Sie darauf, Lebensmittel, welche die Kalziumaufnahme hemmen, nur in Maßen zu verzehren – dazu zĂ€hlen beispielsweise Kaffee und Cola. Auch Rauchen ist fĂŒr die Knochen ein Risiko." Wichtig ist laut Liener außerdem, auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D zu achten, denn es verbessert die Aufnahme von Kalzium im Körper. Vor allem im Alter sollte das Vitamin zusĂ€tzlich eingenommen werden.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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