Sie sind hier: Home > Gesundheit > Krankheiten & Symptome >

Blutzuckermessung und Medikamente: Diese Fehler sollten Diabetiker im Sommer vermeiden

Blutzuckermessung und Medikamente  

Diese Fehler sollten Diabetiker im Sommer vermeiden

15.07.2021, 11:56 Uhr | mra, t-online, dpa

Blutzuckermessung und Medikamente: Diese Fehler sollten Diabetiker im Sommer vermeiden. Diabetikerin: Menschen mit Diabetes sollten im Sommer ihren Blutzuckerspiegel häufiger kontrollieren. (Quelle: Getty Images/AzmanL)

Diabetikerin: Menschen mit Diabetes sollten im Sommer ihren Blutzuckerspiegel häufiger kontrollieren. (Quelle: AzmanL/Getty Images)

Mit hohen Temperaturen steigt bei Diabetikern die Gefahr einer Über- oder Unterzuckerung. Sie sollten deshalb während einer Hitzewelle ganz besonders auf sich achten.

Hitze ist für viele Menschen eine echte Herausforderung. Nicht nur Ältere haben im Sommer mit Kreislaufproblemen zu kämpfen, auch Vorerkrankte wie Diabetes-Patienten sollten sich schützen. Mit diesen Tipps sind Diabetiker auf hohe Temperaturen gut vorbereitet.

Medikamente im Sommer richtig lagern

Medikamente und Hitze vertragen sich nicht: Herrschen in der Wohnung längere Zeit Temperaturen von mehr als 25 Grad, sollten Diabetiker ihr Insulin im Kühlschrank lagern.

Optimal sei eine Temperatur zwischen zwei und acht Grad, empfehlen Ärzte. Aber auch für Nicht-Diabetiker gilt: Medikamente bei Hitze besser kühlen. Salben etwa zerfallen sonst in ihre Bestandteile. Gut eignet sich das Gemüsefach. Dort können Arzneien nicht einfrieren und behalten ihre Wirksamkeit.

Diabetiker sollten Insulin spätestens eine halbe Stunde vor dem Spritzen aus dem Kühlschrank nehmen. Ist Insulin zu kalt, kann die Injektion wehtun. Insulin, das Patienten im Pen verwenden, muss nicht zwingend gekühlt werden.

Generell sollten Insulinpumpe, Teststreifen, Blutzuckermessgerät und Medikamente  vor starker Sonneneinstrahlung geschützt sein.

Bei Ausflügen ans Wasser häufiger Blutzucker checken

Menschen mit Diabetes prüfen bei Ausflügen ans Meer oder ins Schwimmbad lieber häufiger als sonst den Glukosespiegel und passen die Insulinmenge gegebenenfalls an. Das rät die Deutsche Diabetes-Hilfe. Denn Wasser kann das Ergebnis der Blutzuckermessung beeinflussen. Deshalb sei es wichtig, die Hände gut abzutrocknen, bevor man in die Fingerkuppe sticht.

Blutzuckermessung: Die Hände sollten beim Messen trocken sein, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. (Quelle: dpa/tmn/Jens Kalaene)Blutzuckermessung: Die Hände sollten beim Messen trocken sein, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. (Quelle: Jens Kalaene/dpa/tmn)

Bei Unterzuckerung flüssigen Traubenzucker zu sich nehmen

Weil der Körper mehr Wärme produzieren muss, steigt besonders in sehr kaltem Wasser der Energieverbrauch, so die Diabetes-Hilfe. Kommt es zu einer spontanen Unterzuckerung, helfe am besten Traubenzucker in flüssiger Form. Zitternde Hände und ein Schwindelgefühl seien häufige Anzeichen für Unterzuckerung, die beim Schwimmen aber teils falsch gedeutet werden.

Wer einen Typ-1-Diabetes hat und eine Insulinpumpe trägt, kann sie vorm Schwimmen ablegen. Die Kanüle in der Haut sollte mit einem wasserdichten Katheterpflaster abgeklebt werden.

Nach Angaben der Diabetes-Hilfe darf die Pumpe erst abgekoppelt werden, wenn der Glukosespiegel zwischen 120 und 180 mg/dl (Milligramm pro Deziliter) liegt. Ist der Wert niedriger, sollte man einen kohlenhydratreichen Snack – zum Beispiel einen Müsliriegel – essen, ehe man ins Wasser geht. Ist der Wert zu hoch, sei vorher eine Extradosis Insulin notwendig.

Nicht nur bei Diabetes: viel trinken

Nicht nur Menschen mit Diabetes sollten an heißen Tagen für einen ausreichenden Flüssigkeitsausgleich sorgen. Empfohlen sind laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung mindestens 1,5 Liter pro Tag.

An extrem heißen Tagen kann sich der Flüssigkeitsbedarf durch zum Beispiel Schwitzen schnell verdoppeln. Nimmt man zu wenig Flüssigkeit auf, können Müdigkeit und Kreislaufprobleme die Folge sein. Hiervon können besonders ältere Menschen mit Diabetes betroffen sein, denn mit zunehmendem Alter nimmt das Durstgefühl ab.

Verwendete Quellen:
  • Deutsche Diabetes-Hilfe
  • Berufsverband Deutscher Internisten
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn
  • Eigene Recherche
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: