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Deutschland: Hier ist die Luftqualität am Neujahrstag besonders schlecht

Viel Feinstaub durch Böller  

Hier ist die Luftqualität am Neujahrstag besonders schlecht

01.01.2020, 15:06 Uhr | dpa

Deutschland: Hier ist die Luftqualität am Neujahrstag besonders schlecht. Karte des Umweltbundesamtes: Am Neujahrsmorgen war die Luftqualität in weiten Teilen Deutschlands schlecht. (Quelle: Umweltbundesamt)

Karte des Umweltbundesamtes: Am Neujahrsmorgen war die Luftqualität in weiten Teilen Deutschlands schlecht. (Quelle: Umweltbundesamt)

Dicke Luft nach dem nächtlichen Feuerwerk: In vielen deutschen Großstädten ist die Luftqualität an Neujahr schlecht. Eine interaktive Karte zeigt, wo Feinstaubwerte alarmierend sind.

In vielen Ballungsgebieten in Deutschland zeigten die Messwertstationen des Umweltbundesamtes (UBA) am Mittwochvormittag sehr hohe Feinstaubwerte an. "Die Luftqualität ist überall in den großen Metropolen schlechter", sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes mit Verweis auf die UBA-Daten vom Neujahrstag.

Ein Blick auf die Werte der Messstationen bestätigt dies: In der Rhein-Main-Region oder im Ruhrgebiet, in Bremen und Hannover, München oder Nürnberg markierten dunkelrote Farbpunkte am Mittwochvormittag eine sehr schlechte Luftqualität, die vor allem auf erhöhte Feinstaubwerte zurück ging.

Wetterlage und Feuerwerk sorgen für schlechte Luft

Zu den Raketen kam regional Windstille: So hat beispielsweise in Stuttgart die Kombination aus Wetterlage und Feuerwerk zu vielen Einsätzen der Feuerwehr wegen Fehlalarmen von Brandmeldern geführt. Qualm und Rauch seien nicht nach oben abgezogen, sondern hätten sich am Boden gestaut, erklärte ein Sprecher der Integrierten Leitstelle.

Das Umweltbundesamt (UBA) rechnete in einer Broschüre damit, dass pro Jahr rund 4.200 Tonnen Feinstaub durch das Abbrennen von Feuerwerk ausgestoßen werden, der größte Teil davon in der Silvesternacht. Die Feuerwerksindustrie kritisierte diese Berechnung kürzlich als zu hoch und verwies auf eigene Messungen beim Abbrennen von Feuerwerk. Die Ergebnisse wolle man im Januar zunächst dem UBA und anschließend der Öffentlichkeit vorstellen, so der Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI). Das UBA möchte die VPI-Messwerte prüfen.

Bei Feinstaub handelt es sich um kleinste Teilchen. Je nach Größe können diese nicht nur tief in Lunge und Bronchien, sondern auch ins Blut gelangen und Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems hervorrufen. Extrem hohe Luftbelastung kann kleinen Kindern, Senioren, aber auch Asthmatikern und chronisch Lungenkranken akute Probleme wie Husten und Atembeschwerden bereiten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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