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Was Bilirubin ist und was erhöhte Werte bedeuten

mp , Kathrin Rothfischer

15.02.2022Lesedauer: 3 Min.
Frau hÀlt eine Blutprobe in die Höhe
Bilirubin entsteht, wenn der Körper den roten Blutfarbstoff abbaut. (Quelle: vitranc/getty-images-bilder)
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Wird der rote Blutfarbstoff abgebaut, entsteht Bilirubin. Ist die Konzentration im Blut zu hoch, kann das verschiedene Ursachen haben. Lesen Sie, welcher Bilirubinwert normal ist und was erhöhte Werte bedeuten.

Das Wichtigste im Überblick


  • Normwerte fĂŒr Bilirubin
  • Erhöhter Bilirubinwert: Diese Ursachen gibt es
  • Gelbsucht durch erhöhte Bilirubinwerte
  • Erhöhte Bilirubinwerte senken

Rund 120 Tage leben rote Blutkörperchen im Durchschnitt. Am Ende dieser Zeit bauen Fresszellen in der Milz sie ab. Dabei entsteht Bilirubin, ein Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffes HÀmoglobin.

Es gibt zwei Formen von Bilirubin. Indirektes, sogenanntes konjugiertes Bilirubin ist ein Komplex aus Bilirubin und dem Eiweiß Albumin. Nur in dieser Form kann Bilirubin fĂŒr den weiteren Abbau zur Leber transportiert werden. Direktes bzw. konjugiertes Bilirubin entsteht in der Leber. Dort wird GlukuronsĂ€ure, ein spezielles MolekĂŒl, an das indirekte Bilirubin gebunden, um es wasserlöslich zu machen und ĂŒber die GallenflĂŒssigkeit in den Darm transportieren zu können. Ein kleiner Teil gelangt zurĂŒck in den Blutkreislauf oder wird ĂŒber die Nieren mit dem Urin ausgeschieden.

Bilirubin ist fĂŒr die typische FĂ€rbung von Urin und Stuhl verantwortlich. Der Bilirubinwert wird mithilfe von Blut- und Urinproben gemessen. Er kann Anhaltspunkte fĂŒr unterschiedliche Krankheiten liefern.

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Normwerte fĂŒr Bilirubin

Der Bilirubinwert sagt aus, wie viele rote Blutkörperchen abgebaut werden und wie gut die Ausscheidung des Abbauprodukts Bilirubin ĂŒber Leber und Galle funktioniert. Folgende Werte fĂŒr Bilirubin sind fĂŒr Erwachsene normal:

  • Gesamt-Bilirubin: 0,2 bis 1,1 mg/dL
  • direktes Bilirubin: 0 bis 0,3 mg/dL
  • indirektes Bilirubin: 0,2 bis 0,8 mg/dL

Der Wert des direkten und indirekten Bilirubins wird in der Regel nur ermittelt, wenn das Gesamt-Bilirubin 2 mg/dL oder mehr betrĂ€gt. Zu niedrige Werte sind unproblematisch. Liegen die Werte allerdings ĂŒber dem Normbereich, kann das auf verschiedene Erkrankungen hinweisen.

Erhöhter Bilirubinwert: Diese Ursachen gibt es

Verschiedene Ursachen können zu teilweise stark erhöhten Bilirubinwerten fĂŒhren. Dazu gehören vor allem Erkrankungen oder Störungen der Leber und der Galle wie etwa

  • eine LeberentzĂŒndung (Hepatitis),
  • eine Fettleber (Leberzirrhose),
  • ein Gallenstau (etwa durch Gallensteine),
  • eine EntzĂŒndung der GallengĂ€nge,
  • das Dubin-Johnson-Syndrom (erbliche Funktionsstörung der Leber, bei der die Ausscheidung von direktem Bilirubin in die Galle gestört ist),
  • das Rotor-Syndrom (erbliche Störung des Bilirubinstoffwechsels in der Leber),
  • Morbus Gilbert-Meulengracht (angeborene Stoffwechselerkrankung, bei der das direkte Bilirubin erhöht ist, die Leber aber sonst normal funktioniert),
  • Tumorerkrankungen in Leber oder Galle.

Auch durch Verletzungen, die Einnahme von Medikamenten oder Vitaminmangel (z.B. B12, FolsÀure) werden manchmal verstÀrkt rote Blutzellen abgebaut.

Gelbsucht durch erhöhte Bilirubinwerte

Ist zu viel Bilirubin im Körper vorhanden, lagert es sich in der Haut und in den SchleimhĂ€uten ab und fĂŒhrt zu einer gelblichen FĂ€rbung. Daher kommt auch der Name Gelbsucht, in der Fachsprache Ikterus genannt. Mitunter verfĂ€rben sich zudem Urin (bierbraun) und Stuhl (hell bis weiß).

Bei Neugeborenen ist eine Gelbsucht sehr hĂ€ufig und wird Ikterus neonatorum oder Neugeborenen-Gelbsucht genannt. Ursache dafĂŒr ist, dass die Lebensdauer der roten Blutkörperchen bei frisch geborenen Babys verkĂŒrzt ist und es dadurch zu einem Anstieg der Bilirubin-Konzentration im Blut kommt. Die Leber des Neugeborenen, die das Bilirubin abbaut, ist noch unreif. Sie ist noch nicht in der Lage, eine große Menge an Bilirubin sofort zu verstoffwechseln. Der Farbstoff lagert sich daher vorĂŒbergehend in der Haut und in den AugĂ€pfeln des betroffenen Kindes ab und fĂŒhrt zu der typischen GelbfĂ€rbung. In der Regel verschwindet diese nach 10 bis 14 Tagen von selbst.

Erhöhte Bilirubinwerte senken

Erhöhte Bilirubinwerte sind in der Regel nicht gefĂ€hrlich, können aber auf eine möglicherweise schwerwiegende Erkrankung hindeuten. Daher ist es wichtig, zuerst die Ursache dafĂŒr abklĂ€ren zu lassen. Ist diese bekannt, kann man gezielt dagegen vorgehen (etwa bei Gallenstau einen Gallenstein entfernen lassen) und dadurch den Bilirubinwert senken. Bei Morbus Gilbert-Meulengracht reicht es aus, die Werte regelmĂ€ĂŸig zu kontrollieren. Eine weitere Behandlung ist hier nicht nötig.

Eine Neugeborenen-Gelbsucht, bei der die Werte ĂŒbermĂ€ĂŸig ansteigen, kann zu einer sogenannten Bilirubin-Enzephalopathie fĂŒhren. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung des Gehirns, die zu schweren HirnschĂ€den fĂŒhren und durch die das betroffene Kind mitunter sterben kann. RegelmĂ€ĂŸige Kontrollen des Bilirubinwerts sind daher bei Neugeborenen sehr wichtig. Steigt der Wert zu stark an (bei einem gesunden Neugeborenen ab 18mg/dl ab dem dritten Lebenstag), erhĂ€lt das Kind eine Lichttherapie, durch die das ĂŒberschĂŒssige Bilirubin abgebaut werden kann.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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