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FĂŒr diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfĂ€ltig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

FĂŒnf hĂ€ufige Analerkrankungen und ihre Ursachen

Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 25.05.2022Lesedauer: 4 Min.
Arzt zeigt vergrĂ¶ĂŸerte HĂ€morrhoiden am Model: Die hĂ€ufigste Analerkrankung ist eine VergrĂ¶ĂŸerung der HĂ€morrhoiden. Jeder Mensch besitzt, die am After liegenden GefĂ€ĂŸpolster. Eine VergrĂ¶ĂŸerung erkennt man hĂ€ufig an schmerzlosen Blutungen und wenn diese aus After vorfallen.
HĂ€morrhoiden gehören zu den hĂ€ufigsten Analerkrankungen. Jeder Mensch besitzt die am After liegenden GefĂ€ĂŸpolster. Eine VergrĂ¶ĂŸerung erkennt man hĂ€ufig an schmerzlosen Blutungen. (Quelle: Liudmila Chernetska/getty-images-bilder)
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Juckt, brennt oder schmerzt es am Po, können verschiedene Erkrankungen die Ursache sein. HĂ€ufig sind es vergrĂ¶ĂŸerte HĂ€morrhoiden, die in der empfindlichen Körperregion Beschwerden verursachen. Aber auch Analekzeme und Afterrisse können zu unangenehmen Symptomen fĂŒhren.

Das Wichtigste im Überblick


  • HĂ€morrhoiden: Jeder hat die GefĂ€ĂŸpolster
  • Analekzem: Waschen mit Seife ist ein Risiko
  • Afterriss: schmerzhafter Riss im Analkanal
  • Analfistel: eitrige GĂ€nge im Analkanal
  • Analvenenthrombose: schmerzhafte Knoten am Analrand

Bei Schmerzen oder dauerhaftem Juckreiz in der Analregion sollten Betroffene im jeden Fall einen Arzt aufsuchen, damit dieser die richtige Diagnose stellen. Nur so können die Beschwerden erfolgreich und ohne schwerwiegende gesundheitliche Folgen behandelt werden. Welche fĂŒnf Analerkrankungen hĂ€ufig vorkommen, woher sie kommen – und was hilft.


Acht Ursachen fĂŒr HĂ€morrhoiden

Starkes Pressen beim Stuhlgang kann eine Ursachen fĂŒr HĂ€morrhoiden sein.
Chronische Verstopfung kann eine Ursachen fĂŒr HĂ€morrhoiden sein.
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HĂ€morrhoiden: Jeder hat die GefĂ€ĂŸpolster

Die GefĂ€ĂŸpolster, welche zusammen mit dem Afterschließmuskel den After fĂŒr die Feinkontinenz abdichten, werden HĂ€morrhoiden genannt. Jeder Mensch hat HĂ€morrhoiden. Beschwerden wie Juckreiz, Brennen, NĂ€ssen, Blutungen, Druck- und FremdkörpergefĂŒhl sowie Stuhlabgang treten dann auf, wenn sich die schwellkörperartigen GefĂ€ĂŸpolster krankhaft vergrĂ¶ĂŸern und aus dem After vorfallen. SchĂ€tzungen gehen davon aus, dass mehr als die HĂ€lfte aller Erwachsenen im Laufe des Lebens Beschwerden bekommt. Chronische Verstopfung, Übergewicht, langes Sitzen, Bewegungsmangel und regelmĂ€ĂŸige DurchfĂ€lle gehören zu den Risikofaktoren fĂŒr ein HĂ€morrhoidalleiden.

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"Erstes Warnsignal auf krankhaft vergrĂ¶ĂŸerte HĂ€morrhoiden sind oft schmerzlose Blutungen – sichtbar auf dem Toilettenpapier oder nach dem Stuhlgang in der UnterwĂ€sche", sagt PD Dr. med. Gerhard Weyandt, Klinikdirektor am Klinikum Bayreuth und Mitglied des Berufsverbands der Coloproktologen Deutschlands e. V. "WĂ€hrend bei einem HĂ€morrhoidalleiden im Anfangsstadium Cremes, ZĂ€pfchen und SitzbĂ€der zeitweise lindernd wirken können, ist eigentlich eine ursĂ€chliche Behandlung zu empfehlen. Dabei werden die vergrĂ¶ĂŸerten HĂ€morrhoiden befundadaptiert verkleinert und an ihre ursprĂŒngliche Lage im analen Kanal refixiert. Das Gewebe kann beispielsweise verödet (Sklerosierung), abgebunden (Gummiringligatur) oder operativ behandelt werden."

Analekzem: Waschen mit Seife ist ein Risiko

Das Analekzem gehört ebenfalls zu den hĂ€ufigen Analerkrankungen. Ein Analekzem ist eine entzĂŒndliche Erkrankung der Haut der Afterumgebung. Die EntzĂŒndung kann schmerzhaft sein, brennen, nĂ€ssen und jucken. Verursacht sein kann sie unter anderem durch ein HĂ€morrhoidalleiden, wenn der After nicht mehr dicht abschließt und die empfindliche Haut der Afterregion durch Stuhlreste und Sekret gereizt wird. Eine angepasste Analhygiene, SitzbĂ€der, Cremes sowie die Behandlung der Ursache - etwa HĂ€morrhoiden, Stuhlinkontinenz oder Analfisteln – sind Bestandteil der Therapie.

"Möglich ist zudem, dass eine ĂŒbertriebene Analhygiene mit hĂ€ufigem Waschen und der Nutzung von Seife die Haut austrocknet, reizt und ein Analekzem verursacht. ParfĂŒmierte Cremes sowie alkoholische FeuchttĂŒcher mit Duft- und Konservierungsstoffen können die Analregion ebenfalls reizen und eine EntzĂŒndung verursachen", sagt Weyandt. "Wichtig fĂŒr die Behandlung des Analekzems ist, die Hautbarriere zu stĂ€rken und die auslösende Ursache zu behandeln. Symptome wie Juckreiz und Brennen können mit regenerationsfördernden / hautschĂŒtzenden lokalen Maßnahmen gelindert werden."

Afterriss: schmerzhafter Riss im Analkanal

Ein Afterriss, auch Analfissur genannt, ist eine weitere Analerkrankung. Die Analfissur gehört zu den hĂ€ufigsten Erkrankungen des Afters. SchĂ€tzungen zufolge ist eine von zehn Personen im Laufe ihres Lebens betroffen – meist zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr. Beim Afterriss handelt es sich um einen sehr schmerzhaften Riss im Gewebe das Analkanals, der beispielsweise durch harten Stuhl entstehen kann. Die Verletzung ist mit einem stechenden Schmerz beim Stuhlgang und Blutungen verbunden. Verstopfung zĂ€hlt zu den Risikofaktoren, ebenso Übergewicht. Ein Afterriss kann auch die Folge einer Geburt sein oder mit chronisch-entzĂŒndlichen Darmerkrankungen im Zusammenhang stehen.

"Es ist zwischen der akuten und der chronischen Analfissur zu unterscheiden. Die akute Form ist oft die Folge von hartem Stuhl. Eine entsprechende Behandlung ist wichtig, um zu verhindern, dass die Verletzung chronisch wird. Um eine chronische Analfissur handelt es sich, wenn die Fissur lĂ€nger als acht Wochen besteht. Dann unterhĂ€lt sich das EntzĂŒndungsgeschehen selbst und es treten Vernarbung, eine vergrĂ¶ĂŸerte Analpapille und eine Vorpostenfalte auf. Sie bedarf dann einer operativen Therapie", erklĂ€rt der Proktologe. "Wichtig fĂŒr die Behandlung ist, Verstopfung zu vermeiden. Cremes und ZĂ€pfchen unterstĂŒtzen die Entkrampfung des Schließmuskels, erleichtern die Entleerung und fördern die Heilung."

Analfistel: eitrige GĂ€nge im Analkanal

Bei Analfisteln (Fistel= lat. Röhre) handelt es sich um eitergefĂŒllte GĂ€nge zwischen dem Afterkanal und der Afterumgebung. Die Analfistel ist meist die Folge einer chronischen Verletzung des Analkanals oder eines eitrigen Abszesses, also einer abgekapselten, eitrigen EntzĂŒndung. Symptome einer Analfistel sind Schmerzen und DruckgefĂŒhl, im Verlauf dann Feuchtigkeit, Eiter, Blut, unangenehmer Geruch sowie Juckreiz am Po.

"Ursprung der sehr schmerzhaften Analfistel sind oftmals verstopfte anale DuftdrĂŒsen. Eine EntzĂŒndung entsteht und Eiter bildet sich, der sich in das Gewebe drĂŒckt. Ein Abszess bildet sich. Bei chronisch-entzĂŒndlichen Darmerkrankungen ist das Risiko erhöht, eine Analfistel zu entwickeln", erklĂ€rt Weyandt. "Eine Analfistel muss operativ therapiert werden."

(Quelle: Klinikum Bayreuth)


PD Dr. med. Gerhard Weyandt ist Klinikdirektor am Klinikum Bayreuth, Leiter des dortigen Hautkrebszentrums, Facharzt fĂŒr Haut- und Geschlechtskrankheiten, Allergologie, Proktologie sowie medikamentöse Tumortherapie. Der Darmexperte ist Mitglied des Berufsverbands der Coloproktologen Deutschlands e. V. und Leiter der Arbeitsgemeinschaft Proktologie in der Deutschen dermatologischen Gesellschaft.

Analvenenthrombose: schmerzhafte Knoten am Analrand

Eine Analvenenthrombose, auch perianale Venenthrombose oder Perianalthrombose genannt, ist eine sehr schmerzhafte akute Analerkrankung, die sich durch eine plötzliche Schwellung am After zeigt - meist als ein oder mehrere blaue Knoten. Eine Analvenenthrombose entsteht aufgrund eines Blutgerinnsels in einer Ă€ußeren Analvene am Afterrand. Eine Analthrombose kann akut nach dem Sitzen auf kalten FlĂ€chen, infolge körperlicher Anstrengung oder bei Frauen wĂ€hrend der Periode auftreten. Auch Schwangerschaft, Entbindung, Verstopfung, schweres Heben oder starker Husten sind mögliche Risikofaktoren. Starker Durchfall kann die Entstehung einer Thrombose am Po ebenfalls begĂŒnstigen

"Eine Analvenenthrombose ist zwar sehr schmerzhaft, aber harmlos", sagt Weyandt. "Bei einem leichten Verlauf können abschwellende und schmerzlindernde Salben und ZĂ€pfchen bei der Heilung helfen. GrĂ¶ĂŸere Knötchen werden unter örtlicher BetĂ€ubung entlastet."

Probleme am Po? Zum Arzt!

Wer VerĂ€nderungen in der Po-Region bemerkt, etwa Juckreiz, Brennen, Schmerzen, Blut oder Schwellungen, sollte immer einen Arzt aufsuchen und die Ursache klĂ€ren lassen. "Scham ist unangebracht. Eine frĂŒhe Behandlung kann lange Beschwerden und Komplikationen verhindern", betont der Enddarmspezialist. "AbhĂ€ngig von der Ursache ergĂ€nzen sich neben Proktologen mit chirurgischem Hintergrund oftmals auch Dermatologen und/oder Internisten bei Diagnostik und Förderung des Heilungsprozesses. Beschwerden am Enddarm sind ein gutes Beispiel fĂŒr ein interdisziplinĂ€res Behandlungsspektrum."

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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