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Alzheimer vorbeugen: Auf diese fünf Faktoren kommt es an | Überblick


Alt werden ohne Alzheimer: Auf diese fünf Faktoren kommt es an

Von Andrea Goesch

Aktualisiert am 23.08.2022Lesedauer: 3 Min.
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Glückliche ältere Dame am Meer. Wer einen gesunden Lebensstil pflegt, sich ausgewogen ernährt und körperlich aktiv bleibt, hat ein geringeres Risiko, im Alter an Alzheimer zu erkranken.
Wer einen gesunden Lebensstil pflegt, sich ausgewogen ernährt und körperlich aktiv bleibt, hat ein geringeres Risiko, im Alter an Alzheimer zu erkranken. (Quelle: stockfour/getty-images-bilder)
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Mit dem Alter steigt bei vielen Menschen die Angst vor Alzheimer. Doch das persönliche Risiko lässt sich größtenteils senken. Welche Faktoren wichtig sind.

Täglich erkranken in Deutschland etwa 900 Menschen neu an Alzheimer. Die Betroffenen verlieren wichtige kognitive Fähigkeiten wie die Erinnerung, die Lernfähigkeit und ihr Urteilsvermögen. Auch Orientierung, emotionale Fähigkeiten und Sprachvermögen sind beeinträchtigt. Ist die Krankheit ausgebrochen, lässt sie sich bestenfalls mit Medikamenten verzögern, nicht aber aufhalten oder heilen. Allerdings können wir selbst einiges tun, um im Alter der gefürchteten Demenzerkrankung zu entgehen. Entscheidend dabei sind fünf Risikofaktoren, die jeder ausschalten kann.


Fotoserie: Die zehn häufigste Alzheimer-Irrtümer

1. Alzheimer und Demenz sind das Gleiche: Falsch. Alzheimer ist nur eine spezielle Form der Demenz. Daneben gibt es jedoch zahlreiche andere Demenz-Varianten wie zum Beispiel die vaskuläre oder die Lewy-Körperchen-Demenz. Allerdings betreffen zwei Drittel aller Demenzfälle die Alzheimer-Krankheit.
Reha-Maßnahmen sind sinnlos: Das stimmt so nicht. Auch wenn Alzheimer unheillbar ist, haben Maßnahmen zur Stärkung der Alltagsfähigkeiten und zur Steigerung des Selbstwertgefühls einen positiven Effekt. Hierdurch wird die häusliche Situation maßgeblich entspannt und eine stationäre Unterbringung in vielen Fällen hinausgezögert
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Gesunder Lebensstil: Fünf Maßnahmen, die sich auszahlen

Für die im British Medical Journal publizierte Studie wurden Daten von 2.449 Menschen, alle im Alter von über 65 Jahren, ausgewertet. Sie nahmen am "Chicago Health and Ageing Project" teil, einer Kohortenstudie in den USA. Die Teilnehmer beantworteten Fragebögen zu ihrer Ernährung und dem Lebensstil. Für fünf gesunde Verhaltensweisen wurde je ein Punkt vergeben:

  1. Ernährung mit viel Vollkornprodukten und Gemüse bei wenig frittierten Nahrungsmitteln und rotem Fleisch
  2. geistig anspruchsvolle Aktivitäten im Alter
  3. mindestens 150 Minuten körperliche Aktivität pro Woche
  4. Nichtrauchen
  5. geringer bis mäßiger Alkoholkonsum

Die erreichte Endpunktzahl (0 bis 5) wurde auf Zusammenhänge mit dem Auftreten von Alzheimer hin untersucht. Je höher der Wert, desto gesünder der Lebensstil eines Studienteilnehmers.

Höhere Lebenserwartung und längere geistige Fitness

Die Ergebnisse zeigten eindeutig, dass ein Lebensstil mit ungesunder Ernährung, mangelnder geistiger und körperlicher Aktivität sowie Rauchen und Alkoholkonsum die Wahrscheinlichkeit erhöht, an Alzheimer zu erkranken und eine geringere Lebenserwartung zu haben.

Bei Frauen im Alter von 65 Jahren, die vier oder alle fünf der oben genannten Maßnahmen umsetzten, lag die durchschnittliche Lebenserwartung bei 24,2 Jahren. Gleichaltrige Frauen, die keine oder nur eine der gesundheitsfördernden Maßnahmen umsetzten, lebten dagegen im Durchschnitt 3,1 Jahre weniger. Während dieser verkürzten Lebenszeit litten sie im Durchschnitt 4,1 Jahre an einer Demenz. Bei den gesund lebenden Teilnehmerinnen dagegen betrug die Demenzphase nur 2,6 Jahre,

Bei Männern war der Unterschied noch gravierender: Die gesund lebenden 65-Jährigen hatten eine Lebenserwartung von 23,1 Jahren – 5,7 Jahre mehr als die mit einem ungesunden Lebensstil. Sie litten im Durchschnitt 1,4 Jahre der verbleibenden Lebenszeit (23,1 Jahre) an einer Demenz, die ungesund Lebenden 2,1 Jahre ihrer verbleibenden Lebenszeit von 17,4 Jahren.

Geistiger Austausch und Sozialkontakte sind ebenfalls wichtig

"Die Ergebnisse zeigen eindrücklich, dass man aktiv durch einen gesunden Lebensstil einer Alzheimer-Demenz vorbeugen kann und an Lebenszeit gewinnt, vor allem auch an 'Demenz-freier' Lebenszeit", sagt Professor Hans Christoph Diener, Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN). Die Studie zeige auch, dass der Effekt umso höher sei, je mehr der fünf gesunden Lebensstilfaktoren umgesetzt würden.

Einen weiteren Aspekt ergänzt DGN-Generalsekretär Professor Peter Berlit. "Bekannt ist – und auch hierzu gibt es zahlreiche Studien, dass Bluthochdruck die Entstehung einer Demenz begünstigen kann. Schaut man sich die fünf untersuchten Lebensstilfaktoren an, sieht man, dass vier der fünf auch Präventionsmaßnahmen gegen Bluthochdruck sind." Der Experte verweist auf eine gesunde, salz- und fettarme Ernährung, ausreichend körperliche Bewegung, wenig Alkohol und Nichtrauchen.

Sowohl Diener als auch Berlit heben die Bedeutung des geistigen Trainings und die soziale Interaktion hervor. Wenn diese fehle, würde sich das Demenzrisiko bei den über 65-Jährigen signifikant erhöhen. Beide Ärzte verweisen dabei auf eine Studie aus dem Jahr 2020. Gerade in dem Alter, in dem viele aus dem Berufsleben aussteigen, sei es daher enorm wichtig, soziale Kontakte aufrechtzuerhalten.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Alzheimer-Prävention: Ein gesunder, aktiver Lebensstil zahlt sich nicht nur im Hinblick auf die Lebenserwartung aus. Pressemeldung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), 17.5.2022
  • Dhana K, Franco O H, Ritz E M et al. Healthy lifestyle and life expectancy with and without Alzheimer's dementia: population based cohort study BMJ 2022
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