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Aspirin: US-Studie zeigt einen Zusammenhang von ASS und Krebs

US-Studie  

Bei Männern: Aspirin könnte Hautkrebs auslösen

07.05.2018, 13:19 Uhr | Larissa Koch, t-online.de

Aspirin: US-Studie zeigt einen Zusammenhang von ASS und Krebs. Alter Mann hält ein Glas Wasser und eine Tablette in der Hand. (Quelle: Getty Images/Westend61)

US-Forscher sehen einen Zusammenhang von Aspirin und Hautkrebs – allerdings nur bei Männern. (Quelle: Westend61/Getty Images)

Wissenschaftler aus Chicago haben herausgefunden, dass Aspirin das Hautkrebsrisiko erhöhen kann. Allerdings nur bei Männern. Die Frauen, die an der Studie teilgenommen haben, erkrankten nicht häufiger an Hautkrebs.

Aspirin wird weltweit von vielen täglich in kleiner Dosis zur Vorbeugung von Herzinfarkten und Schlaganfällen eingenommen. Denn der darin enthaltene Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) sorgt dafür, dass das Blut verdünnt wird. Somit kann es nicht so leicht verklumpen bzw. es bilden sich nicht so schnell Gerinnsel. Damit sinkt wiederum das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte. Die Dosis liegt bei etwa einem Fünftel von der Menge, die zur Schmerzbehandlung empfohlen wird. So nehmen diese sogenannten Risikopatienten etwa 100 mg ASS täglich ein, während zur Therapie etwa von Kopfschmerzen eine Dosis von ASS 500 gängig ist.

Auch in den USA nehmen Menschen, die ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfalls haben, regelmäßig ASS ein. Diese Art Patient haben Forscher der Northwestern University aus Chicago nun genauer betrachtet. Insgesamt wurden knapp 200.000 US-Amerikaner untersucht. Und es zeigte sich folgendes: Die männlichen Teilnehmer der Studie, die über ein Jahr täglich Aspirin einnahmen, hatten ein fast doppelt so hohes Risiko, dass sich bösartige Formen von Hautveränderungen (maligne Melanome) bildeten als Männer, die keine Aspirin nahmen. Frauen hatten dieses erhöhte Risiko nicht. Die Ergebnisse wurden im "Journal of the American Academy of Dermatology" veröffentlicht.   

Patienten mit Herz-Kreislauf-Risiko sollten Aspirin nicht absetzen

"Angesichts der weit verbreiteten Verwendung von Aspirin und der möglichen klinischen Auswirkungen müssen sich Patienten und Mediziner der Möglichkeit eines erhöhten Risikos für Männer bewusst sein", sagte Dr. Beatrice Nardone, wissenschaftliche Assistenzprofessorin für Dermatologie an der Northwestern University Feinberg School of Medicine. Aus diesem Grund Aspirin abzusetzen und wiederum ein erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko einzugehen, würde wohl kein Arzt raten: "Das bedeutet nicht, dass Männer die Aspirintherapie abbrechen sollten, um das Risiko eines Herzinfarkts zu senken", betonte die Expertin. Aber die Erkenntnisse könnten dazu dienen das Bewusstsein von Patienten, die täglich Aspirin einnehmen, zu schärfen und ihre Haut gut zu beobachten. 

Die Gründe für das erhöhte Hautkrebsrisiko, wie es zumindest bei den männlichen Studienteilnehmern beobachtet wurde, sind unklar. Die Autoren vermuten, es könnte daran liegen, dass Männer weniger von einem bestimmten hautschützenden Enzym bilden, heißt es in der Pressemitteilung der Universität. Das erklärt allerdings nicht, warum in Deutschland Männer nicht häufiger an Hautkrebs erkranken als Frauen.  

Hautkrebs nimmt insgesamt deutlich zu

Laut der Deutschen Krebsgesellschaft ist die Häufigkeit von Hautkrebs in den vergangenen Jahrzehnten hierzulande deutlich angestiegen. Angenommen wird, dass einer der Gründe die in manchen Regionen dünner werdende Ozonschicht ist. Männer und Frauen erkranken in Deutschland etwa gleich häufig an Hautkrebs. Das Hautkrebsrisiko steigt deutlich mit dem Alter. Wenn die bösartigen Veränderungen der Haut früh erkannt werden, bestehen hohe Heilungschancen. Informationen zur Früherkennung von Hautkrebs erhalten Sie hier.

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