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Leukämie: Häufige blaue Flecken ein mögliches Anzeichen


Leukämie – blaue Flecken können Anzeichen sein

Von Geraldine Nagel

Aktualisiert am 25.10.2022Lesedauer: 3 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Blaue Flecken können in Zusammenhang mit Leukämie stehen. Meist sind sie aber kein Grund zur Sorge.
Blaue Flecken können in Zusammenhang mit Leukämie stehen. Meist sind sie aber kein Grund zur Sorge. (Quelle: lzf/Getty Images)
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Blaue Flecken können ein Hinweis auf Leukämie sein. Worin unterscheiden sie sich von "normalen" Blutergüssen und wann sind sie ein Fall für den Arzt?

Das Wichtigste im Überblick


  • Leukämie-Symptome: Normale von bedenklichen blauen Flecken unterscheiden
  • Darum kann es bei Leukämie zu blauen Flecken kommen
  • Wann zum Arzt bei blauen Flecken?

Leukämie macht sich anfangs oft durch allgemeine Symptome bemerkbar, die jedoch auch viele andere Ursachen haben können. Zu den möglichen Anzeichen für den sogenannten Blutkrebs zählen beispielsweise Blässe, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, häufige Infektionen, kleine punktförmige Hauteinblutungen – und blaue Flecken (Hämatome).

Blaue Flecken treten schnell einmal auf, etwa wenn sich jemand gestoßen hat. In den meisten Fällen sind Blutergüsse harmlos. Aufmerken sollten Betroffene, wenn blaue Flecken sehr häufig und scheinbar grundlos auftauchen. Das kann ein Hinweis auf gesundheitliche Probleme sein, in seltenen Fällen auch ein Anzeichen für auf Leukämie.

Leukämie-Symptome: Normale von bedenklichen blauen Flecken unterscheiden

Treten infolge einer Leukämie blaue Flecken auf, unterscheiden sich diese auf den ersten Blick kaum von "normalen" blauen Flecken. Dennoch gibt es Dinge, die einen aufmerken lassen sollten. Etwa, wenn Blutergüsse plötzlich in großer Zahl und scheinbar ohne Grund auftauchen, also Betroffene sich nicht erinnern können, sich dort gestoßen zu haben. Oder bereits leichteste Stöße blaue Flecken hervorrufen.

Ein Hinweis auf Leukämie können blaue Flecken unter Umständen ebenfalls sein, wenn diese an eher untypischen Körperstellen wie etwa am Rücken, an den Beinen (etwa am Oberschenkel) oder an den Händen auftauchen. Bei Kindern zeigen sich blaue Flecken im Rahmen einer Leukämie anfangs häufig vor allem im Gesicht, am Kopf, an den Ohren, auf der Brust oder am Po.

Bilden sich infolge einer Leukämie blaue Flecken, heilen diese überdies nicht so rasch ab wie gewohnt. Oft dauert es länger als vier Wochen, bis sie wieder verschwinden. In manchen Fällen scheinen die blauen Flecken auch größer zu werden – das kann passieren, wenn das Hämatom weiter ins Gewebe einblutet.

Dass blaue Flecken im Zusammenhang mit einer Leukämie stehen, ist zudem dann wahrscheinlicher, wenn gleichzeitig andere Symptome auftreten, wie etwa anhaltende Erschöpfung, Müdigkeit oder Blässe. Aufhorchen sollten Betroffene insbesondere, wenn sich gleichzeitig auch andere Formen von Blutungen häufiger einstellen – wie etwa Zahnfleischbluten, Nasenbluten, ungewohnt heftige Regelblutungen oder stecknadelkopfgroße Hauteinblutungen (Petechien).

Darum kann es bei Leukämie zu blauen Flecken kommen

Bei einer Leukämie verschiebt sich durch ein Übermaß an weißen Blutkörperchen (Leukozyten) das Gleichgewicht der Blutzellen. Als Folge liegen im Körper zu wenig Blutplättchen (Thrombozyten) vor. Diese Blutzellen spielen jedoch eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, Blutungen zu stillen.

Blaue Flecken entstehen, wenn Blutgefäße unter der Haut verletzt wurden, zum Beispiel bei einem Stoß. Dann tritt eine gewisse Menge an Blut ins Gewebe aus – so lange, bis sich dank der Blutplättchen die kleinen Gefäßverletzungen wieder schließen. Unter der Haut sichtbar bleibt der typische blaue Fleck, der sich mit der Zeit farblich verändert und schließlich verblasst.

Bei einer Leukämie herrscht häufig ein Mangel an Blutplättchen (fachlich: Thrombozytopenie). Deshalb kann es bei den Betroffenen ganz allgemein leichter zu Blutungen wie etwa Nasen- oder Zahnfleischbluten kommen – oder eben auch zu blauen Flecken. Dann können bereits kaum spürbaren Stößen (die später nicht erinnert werden) Blutergüsse hervorrufen.

Wann zum Arzt bei blauen Flecken?

Gelegentliche blaue Flecken sind in den meisten Fällen harmlos. Treten jedoch scheinbar grundlos blaue Flecken in großer Zahl und an ungewöhnlichen Körperstellen auf, benötigen diese länger als vier Wochen zum Abheilen oder vergrößern sich noch, sollten Betroffene damit eine ärztliche Praxis aufsuchen. Das gilt insbesondere, wenn gleichzeitig andere Formen von erhöhter Blutungsneigung oder weitere Beschwerden bestehen.

Mithilfe einer Blutuntersuchung kann der Arzt oder die Ärztin prüfen, ob die Blutwerte tatsächlich für eine Leukämie sprechen oder es vielleicht andere Gründe für die blauen Flecken gibt: Auch Blutgerinnungsstörungen oder die Einnahme bestimmter Medikamente können beispielsweise zu blauen Flecken beitragen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Online-Informationen von Deximed: deximed.de (Abrufdatum: 13.10.2022)
  • "Bruising in leukaemia VS ordinary bruising". Online-Informationen von Leukemia Care: www.leukaemiacare.org.uk (Abrufdatum: 13.10.2022)
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