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Plötzliches Erbrechen und Durchfall: Was es sein kann und was hilft


Meist Magen-Darm
Plötzliches Erbrechen und Durchfall – wann ein Arzt nötig ist


Aktualisiert am 28.02.2024Lesedauer: 3 Min.
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

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Junge Frau leidet unter Bauchschmerzen und ÜbelkeitVergrößern des Bildes
Erbrechen und Durchfall treten oft plötzlich auf. (Quelle: stefanamer/getty-images-bilder)

Plötzliches Erbrechen und Durchfall sind meist ein Zeichen einer akuten Infektion – zum Beispiel mit Noroviren. Was gegen die Beschwerden hilft.

Wenn Erbrechen und Durchfall aus heiterem Himmel kommen, steckt fast immer eine Magen-Darm-Infektion (infektiöse Gastroenteritis) dahinter. Oft wird diese durch Viren ausgelöst, darunter insbesondere Noro- und Rotaviren.

Aber auch Bakterien können plötzliches Erbrechen und Durchfall auslösen. Dazu zählen zum Beispiel Salmonellen, Campylobacter, Kolibakterien oder Staphylokokken.

Symptome können je nach Erreger abweichen

Neben plötzlichem Erbrechen und Durchfall ruft eine Magen-Darm-Grippe Symptome hervor wie

  • Übelkeit,
  • Bauchschmerzen,
  • Abgeschlagenheit, Schwächegefühl,
  • Blähungen,
  • Fieber und/oder
  • Kopf- oder Muskelschmerzen.

Wann und welche Symptome bei einer Magen-Darm-Grippe genau auftreten und wie stark sie sind, ist vor allem vom Erreger abhängig. Auch können die Beschwerden von Person zu Person unterschiedlich sein. Plötzliches Erbrechen und Durchfall sind jedoch typische Anzeichen.

Die häufig vorkommende Norovirus-Infektion äußert sich beispielsweise durch plötzliches schwallartiges Erbrechen, wässrigen Durchfall sowie Übelkeit. Erbrechen oder Durchfall können aber auch fehlen. Welche weiteren Symptome bei einer Norovirus-Infektion auftreten können, erfahren Sie hier.

Ähnlich äußert sich das Rotavirus. Im wässrigen Stuhl kann Schleim enthalten sein. Mehr zu den Symptomen einer Rotavirus-Infektion erfahren Sie hier.

Bei einer Salmonelleninfektion leiden die Betroffenen vor allem unter plötzlichem Durchfall. Es können aber auch Übelkeit, Erbrechen oder Bauchkrämpfe hinzutreten.

Bis nach der Ansteckung erste Symptome wie Erbrechen und Durchfall auftreten, können je nach Erreger nur wenige Stunden, aber auch mehrere Tage vergehen.

Plötzliches Erbrechen und Durchfall: Was hilft?

Plötzliches Erbrechen und Durchfall im Rahmen einer Magen-Darm-Infektion sind meist innerhalb weniger Tage ausgestanden. Beide Symptome haben eine wichtige Funktion: Krank machende Erreger gelangen möglichst rasch aus dem Körper.

Je nach Intensität und Häufigkeit können die Beschwerden die Person jedoch erheblich schwächen: Innerhalb kurzer Zeit verliert sie viel Flüssigkeit und Salze. Den entstandenen Mangel gilt es daher auszugleichen – zum Beispiel mit etwas Salzgebäck und gezuckertem Tee.

Bis die Symptome abgeklungen sind, sollten erkrankte Personen auf Schonkost setzen, sofern sie überhaupt etwas zu sich nehmen können. Fettige oder scharfe Speisen sind nicht empfehlenswert. Auch sollten Betroffene lieber viele kleine Mahlzeiten zu sich nehmen. Infrage kommen zum Beispiel Lebensmittel wie:

  • Zwieback
  • zerdrückte Bananen
  • Reis

Mehr Tipps dazu, was Betroffene mit einer akuten Magen-Darm-Infektion – etwa aufgrund des Norovirus – essen können, bekommen Sie hier.

Sind Erbrechen und Durchfall sehr stark und/oder sind kleine Kinder oder ältere Menschen erkrankt, kann eine Elektrolytlösung aus der Apotheke helfen. Diese enthält Salze, Zucker und Mineralstoffe in einem bestimmten Mischverhältnis.

Bei starkem Erbrechen und Durchfall fällt es jedoch unter Umständen schwer, die benötigte Menge bei sich zu behalten, sodass der Flüssigkeitsmangel nicht ausreichend kompensiert werden kann.

Frei verkäufliche Mittel aus der Apotheke können Erbrechen und Durchfall lindern. Wichtig dabei ist jedoch, sich in der Apotheke oder hausärztlichen Praxis beraten zu lassen.

Plötzliches Erbrechen und Durchfall: Wann zum Arzt?

In manchen Fällen reichen Hausmittel oder rezeptfreie Arzneimittel nicht aus. Starkes und/oder anhaltendes Erbrechen und/oder Durchfall können lebensbedrohlich werden, wenn der Flüssigkeits- und Elektrolytmangel nicht ausgeblichen wird. Dann kann ein Kreislaufversagen die Folge sein.

Wichtiger Hinweis

Wenn sich Erbrechen und Durchfall nach 48 Stunden nicht bessern, ist ein Arztbesuch dringend zu empfehlen.

Bestimmte Personengruppen sollten bei Brechdurchfall in jedem Fall ärztlich untersucht werden, da bei ihnen eine Magen-Darm-Grippe häufiger schwer verläuft. Dazu zählen vor allem

  • Säuglinge und Kleinkinder,
  • ältere Personen sowie
  • Menschen mit einer geschwächten Immunabwehr.

Babys können rasch austrocknen, wenn sie unter Durchfall und Erbrechen leiden und zugleich zu wenig trinken. Bei älteren Menschen ist das Durstgefühl oft nur schwach ausgeprägt, sodass sie unter Umständen zu wenig Flüssigkeit aufnehmen. Bei einer drohenden Austrocknung kann eine Infusion nötig sein.

Auch ansonsten gesunde Menschen sollten bei Erbrechen und Durchfall im Zweifel eine Ärztin oder einen Arzt zurate ziehen. Das gilt insbesondere bei weiteren Beschwerden wie:

  • schweren Kreislaufproblemen, Schwindel
  • Benommenheit, Schläfrigkeit
  • Verwirrtheit
  • Muskelkrämpfen
  • hohem Fieber
  • blutigem oder kaffeesatzartigem Erbrechen
  • Schleimauflagerungen im Stuhl
  • starken Schmerzen
  • blutigem Stuhl (zu erkennen an einer roten oder schwarzen Färbung)

Bei schweren oder ungewöhnlichen Symptomen sollten erkrankte Personen stets eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen. Denn nicht immer steckt hinter plötzlichem Erbrechen und Durchfall eine Infektion. Auch kann es sein, dass eine Infektion schwer verläuft. Eine Salmonelleninfektion muss zum Beispiel manchmal mit Antibiotika behandelt werden.

Hinter plötzlichem Erbrechen und Durchfall können sich diverse andere Ursachen verbergen. Dazu zählen zum Beispiel eine Blinddarmentzündung, eine Nahrungsmittelallergie oder eine Pilzvergiftung.

Drohende Austrocknung erkennen

Auch bei Zeichen einer Austrocknung sollten Betroffene ärztlichen Rat suchen. Eine Austrocknung macht sich durch Symptome bemerkbar wie:

  • eine schlechte allgemeine Verfassung, Benommenheit
  • eingefallene Augen, Wangen oder Gesichtspartie
  • erhöhte Atem- und Herzfrequenz
  • schlaffe Haut: Wird sie etwa am Arm leicht zusammengedrückt, bleibt eine Falte zurück.
  • trockene Augen, Lippen und Zunge
  • starker Durst
  • dunkler Urin, fehlender Harndrang
  • eventuell Brustschmerzen, Muskelkrämpfe
Transparenzhinweis
  • Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.
Verwendete Quellen
  • "Magen-Darm-Infektionen". Online-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): www.infektionsschutz.de (Abrufdatum: 13.2.2024)
  • "Durchfall". Online-Informationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.gesundheitsinformation.de (Stand: 8.2.2023)
  • "Norovirus-Gastroenteritis". Online-Informationen des Robert Koch-Instituts: www.rki.de (Stand: 1.7.2019)
  • Hahn, J.: "Checkliste Innere Medizin". Thieme, Stuttgart 2018
  • Battegay, E.: "Differenzialdiagnose Innerer Krankheiten". Thieme, Stuttgart 2017
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