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Diese Parasiten können Ihren Körper befallen


Diese Parasiten können Ihren Körper befallen

Von Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 23.01.2023Lesedauer: 5 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Was man sieht: Ein Bandwurm befällt den Darm. Gegen den Parasiten hilft in der Regel nur eine Wurmkur.
Was man sieht: Ein Bandwurm befällt den Darm. Gegen den Parasiten hilft in der Regel nur eine Wurmkur. (Quelle: selvanegra/getty-images-bilder)
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Parasiten wie Kopfläuse und Zecken leben vom Blut ihres Wirts. Für ihre Blutmahlzeit stechen sie in die Haut und saugen Blut.

Das Wichtigste im Überblick


  • Kopfläuse: hartnäckig, aber harmlos

Weitere Parasiten, die in unseren Breitengraden leben, sind Bandwürmer und Flöhe. Nicht nur, dass Parasiten lästig sind und unangenehme Symptomen wie Juckreiz und Entzündungen hervorrufen. Manche von ihnen übertragen auch Krankheiten an den Menschen.

Kopfläuse: hartnäckig, aber harmlos

Kopfläuse sind weltweit verbreitet. Die Parasiten werden durch enge Kontakte von Mensch zu Mensch – vor allem durch Haar-zu-Haar-Kontakt – weitergegeben. Aus diesem Grund sind Kinder oft von einem Lausbefall betroffen. Sie stecken beim Spielen gern die Köpfe zusammen. In Gemeinschaftseinrichtungen für Kinder und Jugendliche ist die Verbreitung von Kopfläusen häufig.

Der Mensch ist der einzige Wirt von Kopfläusen. Symptome für einen Kopflausbefall sind starker Juckreiz, Rötungen und Schwellung an der Einstichstelle. Gelangen Bakterien in die winzigen Hautverletzungen, können sich Hautentzündungen bilden. Bei Verdacht auf einen Kopflausbefall sollte rasch der Kopf mit einem speziellen Läusekamm untersucht werden.


Fünf Fakten zu Kopfläusen

Kopfläuse und Nissen (Eier) sind schwer zu erkennen: Die Parasiten werden höchstens 3 Millimeter groß und haben eine graubraune Farbe. Hingegen erinnern ihre Eier an Schuppen und werden deshalb oft mit ihnen verwechselt.
Läuse sind keine Krankheitsüberträger: Außer, dass die kleinen Parasiten das Blut der Betroffenen saugen, sind sie ungefährlich. Jedoch vermehren sie sich sehr schnell.
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Kopfläuse erkennen: Juckreiz ist typisches Symptom

Bleiben an den Zinken des Kamms Nissen, Larven oder Läuse haften, werden diese beim Abstreifen auf einem Küchenpapier sichtbar. Dann sollte sofort mit einem Lausmittel behandelt werden. Ergänzend müssen die mit Wasser und Pflegespülung angefeuchteten Haare mit dem Nissenkamm in regelmäßigen Abständen ausgekämmt werden. "Wichtig ist, sich bei der Therapie genau an die Behandlungsempfehlungen zu halten und die Nachbehandlung mit dem Lausmittel nicht zu vergessen.

Bei der ersten Behandlung werden zwar die Läuse abgetötet, nicht aber die Nissen. Etwa eine Woche nach der Erstbehandlung schlüpfen aus den im Haar verbliebenen Nissen Läuse, die dann durch die zweite Behandlung getötet werden", erklärt Dr. Christoph Liebich, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten der Hautarztpraxis Dermazent in München und Medienexperte des Berufsverbands der Deutschen Dermatologen e. V. (BVDD).

So schützen Sie sich vor Kopfläusen

Wichtig zu wissen: Kopfläuse haben nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Sie können jeden Kopf befallen. Gerade in Gemeinschaftseinrichtungen vermehren sich Läuse rasch. Daher ist es wichtig, bei Kopfläusen schnell zu reagieren, um die Ausbreitung einzudämmen. "Kopfläusen lässt sich vorbeugen, indem enger Kontakt mit Menschen vermieden wird, die Kopfläuse haben.

Auch sollten während eines Befalls weder Bürsten, Mützen, Handtücher oder Bettwäsche geteilt werden", sagt Liebich. "Auch wenn Kopfläuse lästig und nicht selten hartnäckig sind, so sind sie in unseren Breitengraden harmlos und übertragen keine Krankheiten."

Filzläuse: Läuse im Schamhaar

Filzläuse sind ebenfalls Blutsauger. Filzläuse gehören zu den sexuell übertragbaren Infektionen. Die winzigen Parasiten leben vor allem im behaarten Genitalbereich des Menschen und werden beim Sex übertragen. Doch auch in den Achselhaaren, in diesem Brusthaar sowie im Bart oder seltener in den Augenbrauen und Wimpern können Filzläuse bei einem Befall zu finden sein.

Filzläuse saugen ebenso wie Kopfläuse nur das Blut von Menschen. Die Einstichstellen jucken, sind gerötet und geschwollen. "Die Bissstellen können zudem eine bläulich-rote Färbung annehmen, 'taches bleues' genannt. Auch können durch die winzigen Stiche kleine Blutflecken in der Unterwäsche erkennbar sein. Auf weißem Stoff sind die winzigen Filzläuse teilweise sichtbar", erklärt Liebich.

Sind Filzläuse gefährlich?

Ein Filzlausbefall ist unangenehm, Krankheiten übertragen die Parasiten dem Dermatologen zufolge in unseren Breitengraden aber nicht. Möglich sind allerdings Entzündungsreaktionen auf den Lausspeichel. Durch Kratzen können zudem Bakterien in die Haut gelangen und eine eiternde Entzündung verursachen.

Wer sich im Intimbereich rasiert oder enthaart, hat ein geringeres Risiko für einen Filzlaus-Befall. Sichere vorbeugende Maßnahmen gibt es nicht. Wer Filzläuse bei sich bemerkt, sollte schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen und die Behandlung beginnen – und in dieser Zeit auf Geschlechtsverkehr verzichten. Benutzte Textilien wie Unterwäsche, Handtücher, Kleidung und Bettwäsche sollten bei 60 Grad in der Waschmaschine gewaschen werden.

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Zecken: Überträger von FSME und Borreliose

Zu den Parasiten, die Krankheiten an den Menschen übertragen können, gehören Zecken. Zecken werden beim Spaziergang durch Wiesen, Wälder und Gestrüpp abgestreift. Sie wandern eine Weile auf dem Körper umher, bis sie eine warme, versteckte Stelle zum Blutsaugen gefunden haben. Trägt eine Zecke Erreger in sich, etwa das FSME-Virus, das schwerwiegende Entzündungen von Gehirn und Hirnhäuten verursachen kann, oder Borrelien-Bakterien, können diese über den Speichel der Blutsauger in den Körper gelangen.

Während es gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) eine Impfung gibt, gibt es gegen Borrelien keinen Impf-Schutz. Lange, geschlossene Kleidung und Zeckenschutz-Mittel helfen, Zecken abzuwehren.

Die Borreliose kann unterschiedlich schwer verlaufen. Manchmal bleiben Infektionen unbemerkt. Manche Betroffene entwickeln als Folge der Infektion Nervenschmerzen, Lähmungen, Taubheitsgefühle, Seh- und Hörstörungen, Gelenkentzündungen, Kopfschmerzen, Herzbeschwerden und Hirnhautentzündungen. In etwa 90 Prozent der Fälle tritt die sogenannte Wanderröte auf. Wer nach einem Zeckenstich eine mindestens fünf Zentimeter große ringförmige Hautrötung an der Stichstelle bemerkt, sollte rasch einen Arzt aufsuchen.

Flöhe gelangen oft vom Tier auf den Menschen

Auch Flöhe gehören zu den Parasiten, die Menschenblut nicht verachten. Wie das Umwelt Bundesamt mitteilt, ist in Europa der Katzenfloh der häufigste auf dem Menschen parasitierende Floh. Menschen- und Hundefloh kommen seltener vor. Typisch für Flohstiche ist die "Flohleiter": Mehrere Stiche sind auf einer Linie hintereinander angeordnet.

"Meist sind bei einem Flohbefall drei Stiche in einer Reihe sichtbar. Flöhe führen Probestiche durch, bis sie ein Blutgefäß zum Blutsaugen gefunden haben", erklärt Liebich. "Von Haustieren können Flöhe auf den Menschen überspringen. Das Risiko ist erhöht, wenn Tiere mit im Bett schlafen dürfen."

(Quelle: privat)

Dr. med. Christoph Liebich ist Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten mit eigener Praxis "Hautarztpraxis DERMAZENT" in München sowie Medienexperte des Berufsverbands der Deutschen Dermatologen e. V. (BVDD).

Sind Flöhe für den Menschen gefährlich?

Abhängig von der Menge der blutsaugenden Flöhe kann schlimmstenfalls der gesamte Körper von geröteten, geschwollenen und stark juckenden Stichen übersäht sein. Ein einziger Floh kann mehr als 300-mal stechen. Und nicht nur das: Zwar spielt laut dem Dermatologen hierzulande aufgrund der guten hygienischen Bedingungen die Übertragung von Krankheiten durch Flöhe kaum noch eine Rolle.

Doch es kann zu allergischen Reaktionen auf den Flohspeichel kommen. Dem Umweltbundesamt zufolge kann bereits ein Floh ein allergisches Flohekzem auslösen, das auch beim Menschen auftreten kann und meist einen schweren Verlauf zeigt. Entsprechende Floh-vorbeugende Maßnahmen bei Haustieren minimieren das Risiko, dass die Parasiten auf den Menschen überspringen.

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Bandwürmer: So gelangen sie in den Menschen

Bandwürmer besiedeln den Darm des Menschen. Bandwürmer gelangen vor allem in den Körper, wenn Menschen rohe oder nicht durchgegartes Schweinefleisch, Rindfleisch oder Süßwasserfisch verzehren oder kontaminierte Nahrungsmittel oder Wasser aufnehmen. Angaben des Bundesinstituts für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin zufolge ist in Mitteleuropa unter den Bandwürmern des Menschen der Rinderbandwurm (Taeniasis) von Bedeutung.

Ein voll ausgebildeter Rinderbandwurm kann bis zu zehn Meter lang werden. Die infektionsfähigen Larven des Bandwurms (Finnen) werden vom Menschen beim Verzehr von rohem, nicht tiefgefrorenem oder ungarem Rindfleisch aufgenommen. Der Wurm heftet sich mit seinen Saugnäpfen an die Dünndarmwand. Der Befall bleibt oft symptomlos. Einzelsymptome, über die Betroffene berichten, sind:

  • "Wühlen im Leib" vorwiegend im Bereich des Nabels
  • Juckreiz am After
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Durchfälle und Verstopfung wechseln sich ab
  • Magen-Darm-Krämpfe
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsabnahme
  • Erschöpfung und Müdigkeit
  • Kopfschmerzen

Lebensbedrohliche Situationen sind selten, aber möglich. Meist sind es die oben genannten Beschwerden, welche Betroffene zum Arzt führen. Im Stuhl sind bewegliche, etwa zwei Zentimeter lange, weißliche Wurmbestandteile nachweisbar – der wichtigste diagnostische Hinweis auf einen Rinderbandwurm-Befall. Der beste Schutz vor einem Befall mit einem Rinderbandwurm sowie anderen Bandwürmern ist ausreichendes Durchgaren von Fleisch und Fisch. Wichtig zu wissen: Sachgerecht durchgefrorenes Rindfleisch (-18 ° C) enthält keine infektiösen Finnen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • infektionsschutz.de: "Parasiten". Online-Information der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). (Stand: Aufgerufen am 2. Januar 2023)
  • infektionsschutz.de: "Borreliose". Online-Information der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). (Stand: Aufgerufen am 2. Januar 2023)
  • umweltbundeamt.de: "Flöhe". Online-Information des Umwelt Bundesamts. (Stand: 1. März 2019)
  • rki.de: "Kopflausbefall". Online-Information des Robert Koch-Instituts (RKI). (Stand: 19. September 2022)
  • bfr.bund.de: "Rinder-Bandwurm-Infektion beim Menschen". Online-Information (PDF) des Bundesinstituts für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin. (Stand: Juli 2001)
  • kindergesundheit-info.de: "Rinderbandwurm bei Kindern". Online-Information des Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). (Stand: Aufgerufen am 2. Januar 2023)
  • msdmanuals.com: "Bandwurminfektion". Online-Information vom MSD Manual. Ausgabe für Patienten. (Stand: März 2022)
  • gesundheitsinformation.de: "Zeckenstich". Online-Information des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). (Stand: 6. September 2022)
  • gesundheitsinformation.de: "Kopfläuse". Online-Information des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). (Stand: 30. Juni 2021)
  • gesundheitsinformation.de: "Filzläuse". Online-Information des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). (Stand: 15. Juni 2022)
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